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die bank 11 // 2016

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

STANDPUNKT ó Die

STANDPUNKT ó Die Deutschland-Bank fl Die Kreditwirtschaft wird derzeit in ihren Grundfesten erschüttert. Die Nullzinspolitik der EZB, eine überbordende Regulierung sowie hoher Innovationsdruck zwingen Banken in die Knie. Stimmt das? Die Statistik kommt zu einem anderen Schluss. Dr. Stefan Hirschmann, Chefredakteur „diebank“ Liebe Leserin, lieber Leser, die zentralen Baustellen der Kreditwirtschaft sind längst ausgemacht. Die Warnung davor, dass die fortschreitende Digitalisierung an den Grundfesten der klassischen kreditwirtschaftlichen Geschäftsmodelle rüttelt, lässt mittlerweile niemanden mehr erstarren. Dass die radikale Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) viele Banken schon jetzt in die Knie gezwungen hat, ist auch keine Schlagzeile mehr wert. Die beiden Ertragssäulen Zinsen und Gebühren stehen auf wackligem Boden. Und dass der Ertragsschwund durch Gebührenerhöhung, straffes Kostenmanagement, den Abbau von Personal und Filialschließungen aufgefangen werden soll – geschenkt. Strategiekonfusion, mangelndes bilanzielles Eigenkapital, ein Berg von Rechtsstreitigkeiten – alles Ausfluss eines widrigen Marktumfelds und überbordender Regulierung. Viele Institute mühen sich bislang erfolglos daran ab, neue digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln, agile Vorgehensweisen zu erarbeiten und einen generellen kulturellen Wandel innerhalb der Organisation zu bewerkstelligen. Darüber hinaus müssen die IT-Infrastrukturen den kürzeren Innovationszyklen und größeren Datenmengen angepasst werden. Fazit: Um die deutsche Kreditwirtschaft ist es derzeit nicht sonderlich gut bestellt. Doch ist das wirklich so? Schauen wir uns ruhig einmal das Einheitsmodell „Deutschland-Bank“ an. Man nehme dazu alle Kredit- und Großbanken, Regionalbanken und Zweigstellen ausländischer Banken, alle deutschen Landesbanken und Sparkassen, Kreditgenossenschaften und Realkreditinstitute sowie Bausparkassen und Banken mit Sonderaufgaben und messe auf Basis der HGB-Einzelabschlüsse und der monatlichen Bilanzstatistik der Deutsche Bundesbank die Ertragslage der deutschen Kreditinstitute. Dies ist übrigens eine traditionelle Übung der Notenbankstatistiker mit bis in das Jahr 1968 zurückreichenden Zeitreihen, die bei der Deutschen Bundesbank öffentlich nachzulesen sind. Demnach haben sich die operativen Erträge deutscher Banken im vergangenen Jahr trotz des anhaltenden Niedrigzinsumfelds um 4 Mrd. € auf fast 128 Mrd. € erhöht. Der Zinsüberschuss der Institute verbesserte sich spürbar um 2,5 Mrd. € auf 95,9 Mrd. € und steuerte damit 75 Prozent zu den operativen Erträgen bei – trotz Niedrigzinsumfeld. Auch der Provisionsüberschuss hat sich um 1,2 Mrd. € auf 30,5 Mrd. € erhöht. Der von den aktuellen makroökonomischen Rahmenbedingungen begünstigte geringe Bedarf für die Bildung von Wertberichtigungen hat sich als Stützpfeiler der Ertragslage erwiesen. Zwar haben höhere Personalkosten und der Mehraufwand für die Erfüllung regulatorischer Anforderungen die Ausgabenseite belastetet, doch im Ergebnis erhöhte sich der Jahresüberschuss der „Deutschland-Bank“ gegenüber dem Vorjahr auf 26,5 Mrd. €. Dies entspricht etwa dem Niveau des Vorkrisenjahrs 2006 und ist nach 2011 und 2012 der drittbeste Jahresüberschuss vor Steuern in den letzten zehn Jahren. Dank einer deutlich verbesserten bilanziellen Eigenkapitalausstattung ist die Widerstandsfähigkeit der deutschen Banken gegenüber den Belastungen durch das Niedrigzinsumfeld aktuell hoch. Im Jahr 2015 führten die deutschen Institute dem Eigenkapital fast 10 Mrd. € zu. Fazit: Um die deutsche Kreditwirtschaft ist es derzeit dann doch nicht so schlecht bestellt. Ihr 11.2016 diebank 3

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