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die bank 11 // 2016

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

ó FINANZMARKT Höhere

ó FINANZMARKT Höhere Profite erzielen im China-Geschäft GEFRAGTER RENMINBI Mit der Ernennung der Bank of China als direkte Niederlassung der chinesischen Zentralbank in Frankfurt und der Gründung des ersten europäischen Handelsplatzes für Renminbibezogene Produkte in Frankfurt besteht für deutsche Finanzinstitute erhebliches Kostensenkungs- und zusätzliches Ertragspotenzial. Die Banken und Geldinstitute sollten sich jetzt aufstellen, um nicht ihre Kunden an den Wettbewerb zu verlieren. Dennis Schetschok | Sebastian Schroff Keywords: Ausland, Geschäftspolitik, Zahlungsverkehr Für die Bedeutung der chinesischen Währung Renminbi muss man zunächst die Wirtschaft und Kaufkraft betrachten. Die Wirtschaftspolitik der Volksrepublik ist planwirtschaftlich klar auf Wachstum ausgerichtet. Dies äußert sich durch eine politische Bevorzugung des Investitionsgütersektors. Die Konsumgüternachfrage in der chinesischen Bevölkerung nimmt stetig zu. Im Januar 2010 schlossen China und der Verband Südostasiatischer Nationen (ASEAN) ein Freihandelsabkommen, das nach der EU und dem Nordamerikanischen Freihandelsabkommen den weltweit drittgrößten Binnenmarkt begründete. Für China stellte das einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Liberalisierung der Märkte dar. Das chinesische Wirtschaftswachstum repräsentierte mit einem BIP von 10,982 Mrd. US-$ im Jahr 2015 weltweit die zweitgrößte Volkswirtschaft. Größer ist in diesem Kontext nur noch die USA mit einem BIP von 17,947 Mrd. US-$ (2015). Damit hat China mit rund 18 Prozent einen erheblichen Anteil am weltweiten Bruttoinlandsprodukt und folglich die chinesische Wirtschaft einen nicht unerheblichen Einfluss auf die weltweiten Märkte. Ein weiterer wesentlicher Indikator hierfür ist die Entwicklung des Güterhandels mit China. ” 1 verdeutlicht die nahezu exponentielle Zunahme des chinesischen Export- und Importvolumens in den Jahren zwischen 2000 und 2016. In den Medien wird immer wieder von einem „Abflauen der chinesischen Konjunktur“ gesprochen. Betrachtet man aber das chinesische Bruttoinlandsprodukt von 2015, so weist es mit 6,9 Prozent immer noch ein überproportionales Wachstum auf – im Verhältnis zum realen deutschen Bruttoinlandsprodukt mit 1,7 Prozent. Dies führt in der Konsequenz dazu, dass die Bedeutung der chinesischen Währung Renminbi – im Kontext der internationalen Kapitalmärkte auch Yuan (CNY oder CNH) genannt – immer wichtiger wird. Im Jahr 2015 war der Renminbi bereits auf Platz 5 der weltweit meistgehandelten Währungen. Als Reaktion auf die Veränderung der Währungsnachfrage in Renminbi hat der internationale Währungsfond (IWF) beschlossen, den Renminbi als fünfte Weltreservewährung aufzunehmen und hob damit die Bedeutung der chinesischen Leitwährung im internationalen Finanzmarktkontext heraus. Viele europäische Unternehmen haben diese Entwicklung bereits erkannt und investieren in China. Einer Umfrage der Commerzbank zufolge lässt sich insbesondere eine zunehmende Nachfrage nach Renminbi im Mittelstand beobachten. 2014 betrug das nominelle Volumen für ausländische Direktinvestitionen (Foreign Direct Investments) in China rund 839 Mrd. US-$. Die sich hieraus ergebende Nachfrage nach Renminbi stellt insbesondere Banken und Finanzdienstleister vor neue Herausforderungen. Damit Finanzinstitute Renminbi-Produkte zuverlässig clearen und Zahlungsverkehrsdienstleistungen abwickeln können, bedarf es der richtigen Liquiditäts-, Risikound Anbindungsstrategie. Gefragt ist die richtige Anbindungsstrategie Da der Renminbi grundsätzlich eine nicht frei konvertierbare Währung ist, muss beim Festlegen der Strategie entsprechend vorsichtig vorgegangen werden. Um einen validen Zugang zu Renminbi- Liquidität zu erhalten und damit ein umfangreiches Renminbi-Produktportfolio zur Verfügung zu haben, ist es notwendig, Zugang zum chinesischen Zahlungsverkehrssystem (CNAPS) zu erhalten. Ein solcher Zugang ist grundsätzlich chinesischen Finanzinstituten vorbehalten. Aus heutiger Perspektive bieten sich daher für nicht-chinesische Finanzinstitute insbesondere drei valide Modelle an, um am 18 diebank 11.2016

FINANZMARKT ó 1 Korrespondenzbank-Modell Hongkong CNAPS Zweigniederlassungen Niederlassungs-Modell Hongkong CNAPS Zweigniederlassungen Direktanbindungs-Modell Hongkong Bank of China CNAPS deutsche Bank A deutsche Bank B chinesische Bank chinesischen Zahlungsverkehr teilzunehmen und damit in Renminbi vollumfänglich clearingfähig zu sein, wie ” 2 zeigt. Diese Anbindungs- und Clearingmodelle unterscheiden sich nicht nur signifikant im Hinblick auf ihre Liquiditäts- und Risikokosten, sondern ebenfalls in Bezug auf ihre Settlement-Risiken und -Zeiten. Nutzt ein Finanzinstitut eine schon bestehende Beziehung zu nicht-chinesischen Korrespondenzbanken, lässt sich eine entsprechende Nostrokontenstruktur aufsetzen. Für Finanzinstitute bedeutet dies keine wesentlichen Änderungen in schon existierenden Infrastrukturen. Bestehende Rahmenverträge können genutzt und entsprechende Fazilitäten in Deutschland angelegt und verwendet 11.2016 diebank 19

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