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die bank 11 // 2015

die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

Aon Risk Solutions

Aon Risk Solutions Schützen Sie ! Die Gefahren aus der virtuellen Welt wachsen rasant. Unsere Experten identifizieren die Risiken, die daraus für Ihr Unternehmen entstehen und erstellen maßgeschneiderte Absicherungslösungen. Lesen Sie mehr unter aon.de/cyber-risiken Aon Risk Solutions ist ein Geschäftsbereich der Aon Versicherungsmakler Deutschland GmbH Risk. Reinsurance. Human Resources.

STANDPUNKT ó Gleichmut und Fatalismus fl Eine wirkungsvolle Bekämpfung von Cybercrime setzt die Kooperation aller Beteiligten voraus. Dazu gehören nicht nur die Institute und die Regulatoren, sondern auch die Kunden. Dr. Stefan Hirschmann, Chefredakteur „diebank“ Liebe Leserin, lieber Leser, wer heute noch einen Banküberfall begeht, ist doof – sowieso. Bankräuber müssen ein hohes Risiko in Kauf nehmen, die Sicherheitsvorkehrungen in den Instituten reduzieren die Erfolgsaussichten auf ein absolutes Minimum, und die Aufklärungsquote ist sensationell hoch. Selbst wenn der Coup gelingt, muss das erbeutete Bargeld wieder aufwendig und mit neuerlichen Risiken behaftet in den regulären Geldkreislauf geschleust werden. Die allermeisten Bankräuber werden am Ende dann doch geschnappt. Der moderne Meisterdieb gräbt deshalb keine Tunnel mehr, müht sich nicht im Dreck ab und bleibt möglichst unerkannt. Die Rede ist von Cyber- Kriminellen und Black Hat-Hackern, die im großen Stil Banken und deren Kunden bestehlen – unauffällig und leise, weltweit agierend, denn Cybercrime ist transnationale Kriminalität. Die Täter begehen heute nicht mehr nur die Straftaten im eigentlichen Sinne, sondern bieten vielmehr die erforderliche Schadsoftware oder gar komplette technische Infrastrukturen in der Underground Economy an. Es agieren nach Erkenntnissen des Bundeskriminalamts (BKA) nicht mehr nur hoch spezialisierte Einzeltäter mit umfassenden IT-Kenntnissen, sondern vermehrt auch Kriminelle ohne spezifische Fachkenntnisse, die für die Begehung der Straftaten arbeitsteilig zusammenwirken. Dabei gewinnen organisierte Täterstrukturen zunehmend an Bedeutung. Und diese Entwicklung schreitet weiter fort. Rund die Hälfte (51 Prozent) aller Unternehmen in Deutschland sind in den vergangenen zwei Jahren bereits Opfer von digitaler Wirtschaftsspionage, Sabotage oder Datendiebstahl geworden. Nach konservativen Berechnungen des Branchenverbands Bitkom beläuft sich der entstandene Schaden für die gesamte deutsche Wirtschaft auf rund 51 Mrd. € pro Jahr. Das von der Internet-Kriminalität ausgehende Gefährdungsund Schadenspotenzial ist also enorm. Mit der weiter stei- genden Bedeutung der IT im privaten wie professionellen Einsatz erhöhen sich auch die Manipulations- und Angriffsmöglichkeiten für Cyber-Kriminelle. Dass sich die Bankenaufsicht dieses Themas explizit angenommen hat, ist deshalb konsequent. Die jetzt in Kraft tretenden Mindestanforderungen an die Sicherheit von Internetzahlungen (MaSI) sind nur ein Vorgeschmack. Banken und andere Zahlungsdienstleister werden sich in Zukunft auf weitere strengere Vorschriften bei Online-Bezahlvorgängen einstellen müssen. Die MaSI gelten als Vorstufe der erwarteten Neuauflage der Zahlungsdiensterichtlinie (PSD II) und setzen die Empfehlungen des SecuRe-Pay-Forums um. Eine wirkungsvolle Bekämpfung von Cybercrime setzt allerdings die Kooperation aller Beteiligten voraus. Dazu gehören nicht nur die Institute und die Regulatoren, sondern auch die Kunden. Doch viele Menschen lassen die täglichen Berichte über Hackerangriffe und Cyber-Spionage offenbar kalt. Gemäß einer Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach macht sich beim Thema Datenbetrug im Internet kaum mehr als jeder Vierte große Sorgen. Einerseits kennt die Bevölkerung zwar die Risiken und geht davon aus, dass sie künftig weiter wachsen werden. Andererseits nimmt die persönliche Betroffenheit und Sorge ab. Die Allensbacher Meinungsforscher erklären diese vermeintlich widersprüchlichen Ergebnisse mit einem weitgehenden Gleichmut in der Gesellschaft gegenüber diesem wachsenden Problem. Mit Fatalismus und Desinteresse wird sich Cybercrime allerdings nicht bekämpfen lassen. Ihr 11.2015 diebank 3

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