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die bank 10 // 2018

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

MANAGEMENT Wechselvolle

MANAGEMENT Wechselvolle Historie Wie viele kleinere deutsche Privatbanken blickt die inzwischen mit der Oldenburgischen Landesbank verschmolzene Bremer Kreditbank auf eine wechselvolle Geschichte mit häufigen Eigentümerwechseln zurück. 1863 beauftragt der bremische Gewerbe- und Industrieverein sechs Bremer Kaufleute, einen Vorschussverein nach den Grundsätzen des Genossenschaftspioniers Hermann Schulze-Delitzsch zu gründen. Seinen zunächst 98 Mitgliedern sollte der Verein günstige Kredite beschaffen. Sechs Jahre später waren es bereits 350 Mitglieder. Zu dem Zeitpunkt lässt sich die Genossenschaft in das Handelsregister eintragen. Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb eines Bankgeschäfts, der 1872 mit der Umbenennung in Bremer Gewerbebank Eingetragene Genossenschaft (1880 dann als AG) auch nach außen sichtbar wird. In den 1920er-Jahren folgen erste Übernahmen, erneut wechselt der Name: Jetzt firmiert das Institut als Bankverein für Nordwestdeutschland AG. Nach dem Zusammenschluss mit der Bremer Kreditbank AG nach Ende des Zweiten Weltkriegs tritt das Haus als Bankverein Bremen AG auf. Ein Haus, in dem auch ungewöhnliche Karrieren möglich sind: 1958 feiert Hermann Pöpper sein 50-jähriges Firmenjubiläum. Als Lehrling war er 1908 bei der Bank gestartet, ein halbes Jahrhundert später sitzt er im Vorstand. Anfang der 1980er-Jahre steigt erstmals ein ausländischer Investor in Bremen ein. Die Brüsseler Kredietbank übernimmt die Aktienmehrheit. Aber erst acht Jahre später passt das Institut den Namen an: in Kredietbank-Bankverein AG. Nach dem Zusammenschluss der belgischen Kredietbank, der CERA-Bank und der ABB-Versicherungen in Belgien entsteht 1998 die KBC-Finanzholding mit 20.000 Mitarbeitern. Um die Zugehörigkeit zur Mutter zu demonstrieren, benennen sich die Bremer 1999 in KBC Bank Deutschland AG um. Ihren heutigen Namen – Bremer Kreditbank – trägt die Bank erst seit 2014. Damals stiegen mit dem texanischen Lehrerpensionsfond TRS sowie den Finanzinvestoren Apollo Global Management/Apollo Commercial Real Estate und Grovepoint Capital drei neue Investoren ein. Am kulturellen Engagement am Firmensitz in Bremen haben die häufigen Eigentümerwechsel nichts geändert. Seit mehr als 20 Jahren sponsert die BKB das Musikfest Bremen, ein großes Festival der klassischen Musik. Eine gute Gelegenheit, um mit Kunden in lockerer Atmosphäre zusammenzukommen. 38 10 // 2018

MANAGEMENT Bankenplatz Bremen Der erste Eindruck täuscht. Auf dem Weg vom Bremer Hauptbahnhof zum zentralen Marktplatz passieren Besucher zahlreiche Bankhäuser aller Art, Filialen der großen Privatbanken, Sparkassen und Volksbanken. Doch das Bankensterben hat auch vor der Hansestadt nicht Halt gemacht. Von einst 30 Instituten sind nur wenige übriggeblieben, zahlreiche Arbeitsplätze fielen damit weg. Laut Bankenverband Bremen ist die Zahl der Beschäftigten bei den im Verband organisierten Privatbanken von 1.465 im Jahr 2012 auf zuletzt 1.031 gesunken. Ein paar Beispiele: Das Bankhaus Carl F. Plump & CO, bis 2016 die älteste Privatbank in Bremen, wurde 1999 von M.M. Warburg & CO zunächst zu 51 Prozent und 2011 vollständig übernommen. 2016 folgte die komplette Verschmelzung auf die Mutter, der Markenname blieb jedoch als „Untertitel“ erhalten. Ähnlich erging es der Bremer Landesbank (BLB), 2016 wegen ihrer faulen Schiffskredite in Schieflage geraten. Weil das Institut das nötige Geld für die Risiken nicht mehr aus eigener Kraft stemmen konnte, verkauften das Land Bremen und der Niedersächsische Sparkassen- und Giroverband ihre Anteile an die NordLB, auf die die BLB kurz darauf komplett verschmolzen wurde. Während sich UBS und Credit Suisse aus der Stadt zurückzogen, eröffnete eine traditionsreiche Bank Anfang 2015 eine Bremer Niederlassung: Die Bethmann Bank hatte das deutsche Privatkundengeschäft von Credit Suisse übernommen und damit auch deren Bremer Niederlassung. Doch auch bei Bethmann, einer Tochter der niederländischen ABN Amro, soll der Abbau der derzeit noch 600 Stellen vorangetrieben werden. Größtes Institut am Bankenplatz Bremen ist die Sparkasse Bremen AG mit knapp 1.400 Mitarbeitern und 67 Geschäftsstellen (Stand 2016). Zwei Jahre zuvor waren es noch knapp 1.500 Mitarbeiter und 67 Geschäftsstellen. Die Bremer Börse gab bereits im Jahr 2000 ihren Präsenzhandel auf, 2007 folgten die letzten operativen Einheiten. 10 // 2018 39

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