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die bank 10 // 2018

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

MARKT BLICK IN DEN

MARKT BLICK IN DEN NORDEN Schwedische Banken arbeiten hochprofitabel Schwedische Banken zählen aufgrund der guten Kapitalausstattung, hohen Kosteneffizienz und niedrigen Risikokosten zu den profitabelsten Instituten in Europa. Angesichts des guten konjunkturellen Umfelds und der vorteilhaften Marktposition dürfte sich die ausgezeichnete operative Performance der Geldhäuser im Norden auch in den nächsten Jahren fortsetzen. Rund zehn Jahre nach dem Crash von Lehman Brothers stellt sich die Frage, warum viele europäische Banken den Schock weniger gut verdaut haben und noch immer nicht ihre Kapitalkosten verdienen, während andere Institute die Krise relativ schnell hinter sich gelassen haben. Zu den letztgenannten zählen insbesonders die schwedischen Institute, die ihre Geschäftsmodelle an die veränderten Bedingungen sehr viel schneller angepasst haben und heute weitaus besser dastehen, als viele ihrer westeuropäischen Wettbewerber. Ihre starke Wettbewerbsposition in den nordischen Märkten führt zum Beispiel die SEB AB auf den breit diversifizierten Geschäftsmix der Bank zurück. In Schweden und im Baltikum bietet die SEB ein breites Spektrum von Beratungsdienstleistungen und Finanzlösungen an, in den Märkten Dänemark, Finnland, Norwegen, Großbritannien und Deutschland liege der Fokus auf dem Geschäft mit Firmenund institutionellen Kunden sowie dem Asset Management, sagt Johan Andersson, Country Head und CEO SEB der Frankfurt Branch. Rückblickend habe die Bank aus den Finanzturbulenzen Anfang der 1990er-Jahre ihre Lektion gelernt. Dass sie ihren Kunden auch in den schwierigen Jahren nach der Finanzkrise zur Seite gestanden habe, führte zu vertrauensvollen Kundenbeziehungen, betont Andersson. Neben der SEB gehört auch Svenska Handelsbanken AB (SHB) seit Jahren zu den effizientesten Banken Europas. SHB ist die zweitgrößte Bank Schwedens und eines von vier systemrelevanten Instituten im Land. SHB-Finanzvorstand Rolf Marquardt verweist bei Fra- gen nach der starken Erfolgsbilanz seines Instituts im europäischen Bankensektor vor allem auf das dezentrale Managementmodell der Bank. Dieses Führungsmodell führe zu einer höheren Qualität, zu mehr Kundenzufriedenheit und Kosteneffizienz und reduziere gleichzeitig das Risiko deutlicher als in Systemen, die weniger flexibel sind. Die SHB profitiere von ihrer breiten geografischen Aufstellung sowie von der hohen Kreditnachfrage in allen Kernmärkten. Um die immensen Investitionen in neue Technologien und Geschäftsmöglichkeiten zu stemmen und gleichzeitig eine starke Kapitalposition aufbauen zu können, musste auch die SHB ihre Effizienz erhöhen. Das sei gelungen, indem man die Gesamtkosten in den letzten acht Jahren deutlich gesenkt habe, betont Andersson. Um die operative Performance zu verbessern hat die Bank sukzessive neue Technologien eingesetzt. „Wir sind nun in der Lage, viele weitere Prozesse mithilfe von Künstlicher Intelligenz und Robotern zu rationalisieren und zu automatisieren. Das hat viele Vorteile, nicht zuletzt, weil unsere Niederlassungen Zeit für eine individuelle Beratung und Betreuung ihrer Kunden gewinnen. Wir nutzen den digitalen Fortschritt, um unseren persönlichen Stil des Bankgeschäfts über unsere digitalen Kanäle und unsere physischen Niederlassungen verfügbar zu machen“, erläutert Marquardt. Diese Maßnahmen haben weiteres Wachstum ermöglicht, sowohl in neuen Märkten wie Großbritannien und den Niederlanden als auch in reiferen Märkten. 14 10 // 2018

MARKT Schweden erzielen bessere Renditen und Cost-Income-Ratios Schwedens Großbanken zählen wegen ihrer bemerkenswerten Rendite- und Effizienzkennzahlen zu den stärksten Banken Europas. Die im europäischen Vergleich hohe Profitabilität ist auch auf die sehr niedrigen Kreditkosten zurückzuführen. Selbst wenn Ratingagen- turen nicht davon ausgehen, dass die Risikokosten weiterhin auf diesem niedrigen Niveau verharren können, erscheinen die Banken gut positioniert, um mit der Normalisierung des Kreditzyklus und den daraus resultierenden höheren Kreditkosten fertig zu werden, sagt Jennifer Ray, geschäftsführende Direktorin im Bankenteam von Scope Ratings. Das liege auch an den überdurchschnittlichen Kapitalquoten der schwedischen Banken, die höher ausfallen als bei den meisten europäischen Banken. Die schwedischen Institute weisen im Gegensatz zu vielen westeuropäischen Banken eine überdurchschnittlich und vor allem nachhaltig hohe Eigenkapitalrendite (Return on Equity, RoE) aus. Im zweiten Quartal lag diese Kennzahl bei knapp 17 Prozent, während europäische Institute im ersten Quartal 2018 laut einer Statistik der Europäischen Zentralbank (EZB) einen RoE von 6,63 Prozent generierten. Analysten der UBS zufolge werden die nordischen Banken auch im Jahr 2019 mit 13,2 Prozent ROTE (Return on Tangible Equity) weiterhin zu den profitabelsten Banken in Europa gehören. Der Branchendurchschnitt liegt bei einer Rendite von 11,0 Prozent. Erreicht haben die nordischen Banken dieses Wachstum zum einen durch eine umfangreiche Transformation in ihren Geschäfts- und Betriebsmodellen. Zum anderen profitierten die meisten nordischen Banken vom guten Konjunkturumfeld, einer anhaltend hohen Kreditnachfrage – sowohl seitens der Privathaushalte als auch der Unternehmen – sowie weiter gesunkenen Refinanzierungskosten. Hohe Zinsmargen im internationalen Vergleich Auch beim Vergleich der Bruttomargen werden erhebliche Unterschiede zwischen den verschiedenen europäischen Märkten sichtbar. Mit durchschnittlich 162 Basispunkten (bps) sind die Zinsmargen auch in Zeiten niedriger Zinsen auskömmlich für die Banken. Rund 20 Prozent des Wachstums beim Vorsteuergewinn erzielen die Institute durch steigende Zinsmargen, wobei nach Prognosen der UBS vor allem Handelsbanken und Swedbank ihre Margen im Zeitraum 2018 bis 2022 sogar um 30 Prozent bzw. 24 Prozent ausweiten werden. Nach Berechnungen der Ratingagentur Standard & Poor‘s (S&P) generierten schwedische Banken im Zeitraum 2015 bis 2017 eine durchschnittliche Nettozinsmarge von 1,23 Pro zent. Allerdings war und ist die Streu- 10 // 2018 15

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