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die bank 10 // 2017

die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

MANAGEMENT Dr. Martin

MANAGEMENT Dr. Martin Faust, Professor für Bankbetriebslehre an der Frankfurt School of Finance and Management. Standpunkt: Sollten Banken am Kunstmarkt mitmischen? Dr. Martin Faust, Professor für Bankbetriebslehre an der Frankfurt School of Finance and Management. „Es ist üblich, dass Banken Sponsoring betreiben. Sie wollen damit ein positives Image und die Bekanntheit des Unternehmens fördern. Wie jede betriebliche Entscheidung sollte auch diese auf Basis einer Kosten- und Nutzenanalyse erfolgen. Dies scheint mir vielfach nicht eingehalten zu sein. Im Vergleich zu Engagements von Firmen wie BMW und Daimler besteht bei dem geplanten Kulturforum kein Bezug zum originären Geschäft. Es ist erfreulich, dass die Deutsche Bank ein gutes Händchen bei der Auswahl der Künstler hatte. Sicherlich gab es auch Investments, die nicht so positiv waren. Ein Anleger erwirbt jedoch Aktien mit Blick auf die eigentliche Geschäftstätigkeit des Unternehmens. In den letzten Jahren haben sich daher viele Firmen von ihren Weinbergen und Hotels getrennt. So hat die Commerzbank Kunstgegenstände der übernommenen Dresdner Bank veräußert. Sponsoring und Spenden kommen nur einzelnen, ausgewählten Organisationen und Veranstaltungen zu Gute. Die Entscheidungen und die hierbei gewählten Kriterien sind intransparent. Eine sehr intensive Förderung erfolgt durch Sparkassen. Auch dies ist kritisch zu bewerten. Immerhin kommen diese Mittel aber der Region zugute, in der sie erwirtschaftet wurden. Es ist durchaus positiv zu sehen, wenn Unternehmen auch soziale und ökologische Aspekte bei ihrem Handeln berücksichtigen. Immer mehr Investoren achten bei ihren Geldanlagen auf die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards. Eine – gegenüber einzelnen Spenden – deutlich größere positive gesellschaftliche Wirkung könnte erzielt werden, wenn Banken diese Standards auch in ihrem originären Geschäft anwenden würden. Beispielsweise könnte die Kreditvergabe bei sozialen Projekten ausgeweitet werden und die Finanzierung von Unternehmen, die die gesetzlichen Normen beim Arbeits- und Umweltschutz nicht einhalten, verweigert werden.“ 36 10 // 2017

MANAGEMENT Das Prinzessinnenpalais Mit dem Prinzessinnenpalais verfügt die Deutsche Bank künftig über einen Standort, der – spätestens nach der Fertigstellung des benachbarten Humboldt- Forums, der Museumsinsel mit ihrem Quintett aus Pergamonmuseum, Bode-Museum, Alter Nationalgalerie sowie Altem und Neuem Museum und der gegenüber liegenden Staatsoper – zu den am stärksten frequentierten Standorten in der Hauptstadt zählen wird. Das geschichtsträchtige Prinzessinnenpalais stammt aus dem 18. Jahrhundert. 1730 wurden zwei Privathäuser an der damaligen Oberwallstraße fertiggestellt, die von 1788 an den Hohenzollern gehörten. 1811 kam ein Anbau hinzu, der die Verbindung zum von Karl Friedrich Schinkel errichteten Kronprinzenpalais schaffte. 1931 bezog das Schinkel-Museum das Gebäude, nachdem es 20 Jahre lang von der preußischen Herrscherfamilie bewohnt worden war. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Prinzessinnenpalais fast vollständig zerstört und in den 1960er-Jahren schließlich als Operncafé rekonstruiert. 2014 erwarb Mathias Döpfner, kunstaffiner Chef des Axel Springer- Verlags, die traditionsreiche Immobilie. 10 // 2017 37

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