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die bank 10 // 2016

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

DAX Anleger sehen

DAX Anleger sehen Aufwärtspotenzial ó Knapp die Hälfte der Privatanleger in Deutschland geht davon aus, dass der Leitindex DAX bis zum Jahresende zulegen wird. 47 Prozent erwarten in den verbleibenden Monaten weiter steigende oder sogar stark steigende Kurse. Im vergangenen Jahr waren dagegen noch 60 Prozent der Anleger optimistisch. 20 Prozent vertreten die Auffassung, dass es keine größeren Veränderungen geben wird. Immerhin knapp ein Drittel der Befragten sieht bis zum Jahresende fallende oder stark fallende Kurse beim DAX. Im Vorjahr war es nur jeder Vierte, der von sinkenden Indexständen ausging. Das sind die Kernaussagen der aktuellen Trend-Umfrage des Deutschen Derivate Verbands (DDV). An der Online-Umfrage, die gemeinsam mit sieben großen Finanzportalen durchgeführt wurde, beteiligten sich rund 8.000 Personen. Der DDV sehe nach wie vor eine sehr expansive Geldpolitik vieler Zentralbanken. „Angesichts mangelnder Anlagealternativen dürfte wohl auch weiterhin viel Geld am Aktienmarkt investiert werden, zumal sich die Wogen an den Kapitalmärkten nach dem Brexit-Votum etwas geglättet haben“, erklärt Geschäftsführer Lars Brandau. Trotz der Schwankungsrisiken hätten Privatanleger verstanden, dass sie im Niedrigzinsumfeld nicht ohne weiteres auf Finanzprodukte wie Aktien, Fonds oder Zertifikate verzichten können. FRONTIER-MÄRKTE Ergiebiges Jagdrevier ó Frontier-Märkte können attraktive Anlagemöglichkeiten darstellen, da sie langfristig große Wachstumsperspektiven bieten, nur eine geringe Korrelation zu den Industrieländern haben und als ein sehr effektives Instrument zur Portfoliodiversifizierung dienen können. Frontier-Märkte sind ein ergiebiges Jagdrevier für Anleger auf der Suche nach attraktivem Wachstum und Gelegenheiten zur Alpha-Generierung. Sie beherbergen ein breites und vielfältiges Spektrum von Unternehmen mit geringer und mittlerer Marktkapitalisierung. Sie sind zudem weniger von Analysten abgedeckt und daher attraktiver für wachstumsorientierte Anleger. Für die Erzielung langfristiger Performance sind jedoch die richtigen Regionen, Sektoren und Titel entscheidend. Diese sollten bestenfalls in der Lage sein, Cashflow-Generierung und nahezu säkulare Wachstumsaussichten zu kombinieren. Experten von Carmignac raten daher zu Geschäftsmodellen mit soliden Cashflows und idealerweise einer geringen Verschuldung, die imstande sind, ihr Wachstum selbst zu finanzieren und besser positioniert sind, um Marktturbulenzen zu bewältigen. Carmignac bevorzugt zudem Branchen, die weniger kapitalintensiv sind, wie etwa der IT-Sektor. Eine starke Cashflow-Generierung trägt einerseits dazu bei, mit Marktturbulenzen umzugehen und ermöglicht es andererseits, die Früchte des selbst finanzierten Wachstums zu ernten. WELTWIRTSCHAFTSWACHSTUM Wie aufstrebender Populismus zur Gefährdung wird ó Der Populismus ist weltweit auf dem Vormarsch, begünstigt durch die Verunsicherung nach der Finanzkrise und verstärkt durch die Zunahme der Migration, so die aktuelle Einschätzung der Wirtschaftsexperten von Sal. Oppenheim. Globalisierungsverlierer entwickeln ein tiefes Misstrauen gegenüber den Eliten. Und der Eindruck einer wachsenden Ungleichheit steigert diese Unzufriedenheit. Tatsächlich jedoch nimmt die Ungleichheit in der Einkommensverteilung in den meisten Ländern seit mehreren Jahren nur geringfügig zu. Die Zeiten der großen Anstiege liegen überwiegend schon länger zurück. Trotzdem sind gerade jetzt sehr viele Menschen der Meinung, die Ungleichheit sei ein großes Problem. Dieser Umstand ruft schließlich Populisten auf den Plan. Sie sind gegen das Establishment, gegen Big Business, gegen Globalisierung und vor allem gegen Migration. Sollten diese Vorstellungen zur realen Politik werden, belasten sie das Wachstum. Das Brexit-Referendum zeigt beispielsweise, dass die Populisten auch dann Wirkung entfalten können, wenn sie nicht an die Macht kommen. So hat der Internationale Währungsfonds seine Wachstumsprognosen für die Weltwirtschaft bereits um 0,1 Prozentpunkte angehoben. Man kann also die globalen Kosten des Brexits mit rund 0,2 Prozent des Welt-BIPs veranschlagen. Es spricht vieles dafür, dass die Populismus begünstigenden Faktoren stärker werden. Regierungen müssen besonnen handeln. Perfektionismus würde den Welthandel hemmen und schließlich Wachstum stoppen. Einkommensungleichheit nimmt lediglich geringfügig zu Gini-Koeffizient der verfügen Einkommen privater Haushalte 40 30 20 10 0 USA Italien Großbritannien Spanien Griechenland Frankreich Deutschland Niederlande 2000 2013 / 2014 Quelle: Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). 34 diebank 10.2016

Finanzmarkt Trends BAUFINANZIERUNG Zinstief als Entschuldungsturbo ó Die Mehrheit der Immobilienkäufer in Deutschland nutzt die historisch niedrigen Zinsen für Baugeld, um höher zu tilgen und schneller schuldenfrei zu sein. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Baufinanzierungsvermittlers Interhyp. Demnach ist die anfängliche Tilgungshöhe deutschlandweit von durchschnittlich 2,29 Prozent im Jahr 2010 auf den Rekordwert von 2,84 Prozent im ersten Halbjahr 2016 gestiegen. „Deutschlands Immobilienkäufer finanzieren weiterhin sicherheitsorientiert und vorausschauend. Anstatt sich von den niedrigen Zinsen zu mehr Risiko verleiten zu lassen, nutzen sie das Zinstief als Entschuldungsturbo“, sagt Vorstandsvorsitzender Michiel Goris. Angesichts von Bestkonditionen von rund einem Prozent für zehnjährige Zinsbindungen sei eine Tilgungshöhe von mindestens 3 Prozent empfehlenswert. Wer einen solchen Kredit mit 3 Prozent anstelle des lange üblichen 1 Prozents abträgt, ist gut 40 Jahre früher schuldenfrei und kann so vielfach mehrere Zehntausend Euro sparen. Bei der Anschlussfinanzierung agieren viele Deutsche noch vorausschauender: Hier ist die durchschnittliche anfängliche Tilgungshöhe bei der Anschlussfinanzierung von 2010 bis 2016 von 3,03 Prozent auf 4,94 Prozent gestiegen. „Viele Kreditnehmer schulden jetzt um, um vom günstigen Zinsniveau zu profitieren“, sagt Goris. Dabei investieren sie die Zinsersparnis direkt in die Rückzahlung des Kredits. STREICHINSTRUMENTE ALS INVESTITION Geld mit Geigen ó Hochwertige Streichinstrumente können eine interessante, weil wertbeständige Sachanlage sein. Wie Christian Reister, Mitinhaber von Violin Assets Gmbh, erklärt, entwickle sich der Wert von Streichinstrumenten nahezu abgekoppelt von anderen Anlageklassen wie Aktien, Renten, Gold oder Immobilien. Zudem sei der Instrumentenmarkt weitgehend von langfristig orientierten Investoren geprägt. „Das ist sicherlich ein Grund dafür, dass man bei Spitzeninstrumenten sogar eine klare Tendenz zur Wertsteigerung erkennen kann“, so Reister weiter. Laut einer für diesen Markt maßgeblichen „Fuchs-Taxe“ haben hochwertige Streichinstrumente in den vergangenen einhundert Jahren einen durchschnittlichen Wertzuwachs von fünf bis acht Prozent pro Jahr verzeichnet. Besonders exponierte Einzelstücke liegen deutlich darüber. Die Kapitalanlage Streichinstrument eignet sich für private Investoren, aber auch für Stiftungen. Die Preise für moderne Instrumente beginnen bei etwa 30.000 €, historische Instrumente lohnen sich ab etwa 100.000 € als Kapitalanlage. PRIVATE GELDANLAGEN Negativzins erwartet ó Etwa zwei von drei deutschen Sparern (63 Prozent) halten es für möglich, dass künftig für private Geldanlagen Negativzinsen gezahlt werden müssen. Neun Prozent sind sich sogar ganz sicher, dass dies kommen wird. Besonders Anleger zwischen 50 und 59 Jahren sind diesbezüglich pessimistisch. Hier gehen 66 Prozent von möglichen Strafzinsen aus, wohingegen unter den 30- bis 39-jährigen Sparern nur 59 Prozent damit rechnet. Dennoch ist die Bereitschaft, das eigene Geld in aktienbasierten Anlageformen anzulegen noch immer ausbaufähig. Nur jeder Vierte (26 Prozent) würde dies zum jetzigen Zeitpunkt ganz sicher oder wahrscheinlich machen. 59 Prozent der Befragten lehnen dies sogar vollkommen ab. Dies geht aus dem aktuellen Anlegerbarometer von Union Investment hervor. Dabei erkennen Anleger durchaus, dass die niedrigen Zinsen zunehmend zu einer Belastung werden. Ein Zeichen dafür ist die sinkende Beliebtheit von Tagesgeld. Nur noch 19 Prozent der Befragten halten diese Anlageform für attraktiv. Am beliebtesten ist derzeit hingegen eine Geldanlage in Immobilien, dies halten 75 Prozent der Umfrageteilnehmer für attraktiv. Auch Gold bleibt mit 57 Prozent in der Beliebtheitsskala weit vorn. 10.2016 diebank 35

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