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die bank 10 // 2015

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

ó BETRIEBSWIRTSCHAFT

ó BETRIEBSWIRTSCHAFT währleistet werden. Hinsichtlich des Reportings ist neben der regulären Berücksichtigung der Rechtsrisiken im OpRisk- Reporting eine zusätzliche Ad-hoc-Berichtslinie für Rechtsrisiken einzurichten. Neben den prozessualen und organisatorischen Aspekten ist ein auf den Rechtsrisikomanagementprozess ausgerichtetes Qualifikationsniveau sowohl bei den Geschäftsbereichen als auch in der Rechtsabteilung ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Die Mitarbeiter in den Geschäftsbereichen müssen, ggf. durch Schulungen, über ein Grundverständnis von Rechtsrisiken verfügen. Dies kann in engem Zusammenspiel mit dem OpRisk- Controlling gefördert werden. Auch dessen Methoden, wie die Schadensfalldatenbank, sind nur bei ausreichender Kenntnis der Verantwortlichen erfolgreich im Einsatz. Gleichzeitig muss die Rechtsabteilung das notwendige Knowhow über die bestehenden Geschäftsund Risikomanagementprozesse aufbauen. Die beschriebenen Anforderungen bedingen eine regelmäßige und intensive Interaktion zwischen den genannten Funktionen. Fazit Die Weiterentwicklung vom reaktiven Fallmanagement hin zum integrierten proaktiven Rechtsrisikomanagement steht in den meisten Instituten noch am Anfang. Erste aufsichtsrechtliche Anforderungen hierzu entwickeln sich gerade, eine Rechtsprechung, die dies aus organisatorischen Gesichtspunkten explizit verlangt, existiert noch nicht. Die Entwicklung im Rechtsrisikomanagement folgt der allgemeinen Tendenz im Risikomanagement zur stärkeren Verzahnung unterschiedlicher Funktionen und Überwindung einer siloartigen Denkweise. Inwieweit die Veränderung des Rechtsrisikomanagements in der Lage sein wird, Risiken frühzeitig zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen zu initiieren, wird die Praxis noch zeigen müssen. Der Grundstein für eine Verbesserung der Verzahnung einzelner Risikomanagementprozesse ist zumindest gelegt. ó Autoren: Hartmut T. Renz ist Rechtsanwalt und Counsel bei Kaye Scholer LLP, Frankfurt/Main. Martin Ruf ist Senior Manager bei Dr. Peter & Company AG, Frankfurt/Main. 1 Vgl. Art. 4 (52) EU-Verordnung 575/2013. 2 BCBS 113: Compliance and the compliance function in banks (Apr. 2005). 3 Vgl. MaRisk (BA), AT 4.3.2 Tz. 1. 4 Vgl. Stefan Hirschmann: Die Rechtsfalle, in: die bank 7.2015, S. 11-15. 2 Integriertes proaktives Rechtsrisikomanagement Geschäftsleitung Berichtswesen, Beratung Berichtswesen Berichtswesen Berichtswesen Informationsaustausch 2 1 2 2 Rechtsabteilung Geschäftsbereich Risikocontrolling 1 … n Fallbezogene Beratung Prozessanwälte Zuständige Anwälte Geschäftsbereiche Rechtsrisiko- Koordinator Kontinuierliche Beratung Informationsaustausch, Analysen Informationsaustausch OpRisk-Koordinator (ORK) 1…n Informationsaustausch, Methodenbereitstellung OpRisk-Controlling Überwachung, Beratung Compliance Informationsaustausch, Methodenbereitstellung Informationsaustausch Überwachung, Beratung Prüfung/Beratung Prüfung/Beratung Prüfung/Beratung Prüfung/Beratung 3 Interne Revision Legende: 1 1. Verteidigungslinie 2 2. Verteidigungslinie 3 3. Verteidigungslinie 64 diebank 10.2015

BETRIEBSWIRTSCHAFT ANZEIGE ó DIE ZUKUNFT DIGITALER BANKGESCHÄFTE „Viel bequemer, viel sicherer!“ Schnelle Identitätsprüfung, Sofortgutschrift, Schutz vor Betrug: Wie Banken, Unternehmen und ihre Kunden vom Service-Layer-Konzept – also neuen, EU-weit einsetzbaren Online-Servicepaketen – profitieren würden. Ein Expertengespräch mit Bernd-Josef Kohl, Leiter Business Consulting beim Finanz-Technologiedienstleister GFT Technologies SE. Herr Kohl, haben Sie schon Ihre Steuererklärung gemacht? Kohl: Ja, online. Dann ging es bestimmt ganz schnell, mit ein paar Mausklicks... Kohl: Leider nein – allein die Legitimationsprüfung hat mehr als vier Wochen gedauert. Da ist Deutschland in Sachen digitaler Geldbörse noch hintendran. Welche Länder sind weiter? Kohl: Schauen Sie nur nach Italien: Da lässt sich etwa der Skipass auf die EC- Karte laden – das physische Dokument ist überflüssig. Auch P2P-Payment ist schon weit verbreitet. Seit über einem Jahr können Sie dort Geschäftspartnern, Freunden oder Familienmitgliedern über die von uns mitentwickelte Software Jiffy direkt per Smartphone Geld überweisen – der Betrag wird dem Zielkonto unmittelbar gutgeschrieben. Woher kommt der Impuls für diese neue Bezahlmethode? Kohl: Die EU will den Wettbewerb im Zahlungsverkehr über Richtlinien wie PSD2 zugunsten der Verbraucher noch 2015 stärken. Aber auch die rund 3.000 allein in Deutschland ansässigen Banken profitieren davon, weil sie so ihre Geschäfte bequemer und sicherer abwickeln können. Und weil sich für sie neue Geschäftsmodelle auftun. Inwiefern? Kohl: Mit Hilfe so genannter Service Layer, also softwaregestützter Dienstleistungspakete, könnten sie künftig für die über 30.000 in Deutschland aktiven Online-Händler sowie für Behörden und Verbraucher als zentrale Schnittstelle für sensible aber notwendige Daten fungieren. Für diesen Service können Banken wiederum Gebühren einnehmen. Welche Art von Daten und Dienstleistungen sollen das sein? Kohl: Daten, die Verbraucher – etwa beim Einkaufen oder bei Behördengängen – immer wieder aufs Neue angeben, obwohl sie an anderer Stelle längst vorliegen. Informationen, die die Bank künftig für Dritte vorhält und bei Bedarf miteinander verknüpft: Etwa um zu prüfen, ob ein Onlinekunde wirklich der ist, für den er sich ausgibt. Ob angegebene Adressen oder das Alter stimmen, ob Konten gedeckt sind oder Betrug droht. Selbst das Ausstellen elektronischer Rechnungen kann künftig über die Banken erfolgen. Bernd-Josef Kohl, Leiter Business Consulting beim Finanz- Technologiedienstleister GFT Technologies SE Und wer profitiert davon? Kohl: Alle Beteiligten! Händler können schneller auf das von Kunden überwiesene Geld zurückgreifen. Lieferdienste, wie die Post, können die Zahl ihrer teuren Irrläufer reduzieren und für eine geringe Gebühr selbst viel Geld sparen. Behörden können Personen schneller identifizieren – etwa, um sie unkompliziert für die elektronische Steuererklärung freizuschalten, was heute bekanntlich noch immer auf dem Postweg erfolgt und viele Wochen dauert. Nicht zuletzt erschließen sich die Banken dadurch selbst neue Geschäftsmodelle und Einnahmequellen – nicht nur über die Digitalisierung des Zahlungsverkehrs, sondern als entscheidende Schnittstelle bei der Weiterentwicklung eines digitalen Lebensstils. Warum sollten Kunden das wollen? Kohl: Weil durch diesen Service auch für sie das Leben komfortabler wird – und ihre Geldgeschäfte sicherer! Angst vor potentiellen Schattenkonten, also der Speicherung und Weitergabe kundenbezogener Daten durch Dritte, muss dann kein Verbraucher mehr haben. Interessiert? Mehr zu PSD2, Instant Payment und dem Service-Layer-Konzept bereits jetzt hier online: http://gft-blog.de/category/banking 10.2015 diebank 65

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