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die bank 10 // 2015

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

ó BANKING Kapitalkosten

ó BANKING Kapitalkosten ermöglichen Wettbewerbsvorteile BANKSTEUERUNG Steigende Kapitalansprüche erfordern eine intelligente Steuerung der knappen Eigenmittel. Ein wichtiges Instrument sind dabei die Kapitalkosten. In der wertorientierten Unternehmenssteuerung dienen sie als Verrechnungspreis und zur effizienten Allokation des Kapitals. Werden sie für jeden Geschäftsabschluss spezifisch ermittelt, lassen sich zudem Wettbewerbsvorteile beim Kunden erzielen. Bei richtiger Ausgestaltung werden sie somit zum Erfolgsfaktor. Peter Meybom Keywords: Eigenkapitalausstattung, Strategieprozess, Beratungspraxis Das Kapitalmanagement stellt einen strategischen Erfolgsfaktor für Banken dar und ist deshalb ein zentraler Baustein in der Gesamtbanksteuerung. 1 Um die knappe Ressource Kapital effizient zu nutzen, müssen die Institute die Planung und Beschaffung, den Einsatz und die Überwachung der Eigenmittel intelligent gestalten. 2 Zudem wird der Kapitalplanungsprozess aufsichtlich überprüft. Die Kapitalgeber fordern überdies für ihre eingesetzten Mittel eine angemessene Verzinsung, die mittels geeigneter Verteilungsverfahren auf die Geschäftsfelder und -portfolien allokiert wird und durch die einzelnen Geschäftsabschlüsse erwirtschaftet werden muss. Die Herausforderung für das Bankmanagement besteht folglich einerseits darin, die knappe Kapitalressource kosteneffizient im Unternehmen einzusetzen, und andererseits darin, die relevanten Systeme hinsichtlich der Steuerungsgrößen Kapital und dessen Kosten zu erweitern und die notwendigen Prozessabläufe zu implementieren. Während Großbanken methodisch schon weit fortgeschritten sind, besteht bei Regionalinstituten teilweise noch Nachholbedarf. Zudem müssen alle Banken eine gleichbleibend hohe Daten-, Methoden- und Prozessqualität sicherstellen. Kapitalkosten wichtig im Steuerungskreislauf Kapitalkosten bilden ein wichtiges Element im betrieblichen Steuerungskreislauf ” 1. 1. Ausgangspunkt für das Kapitalmanagement ist der Risikogehalt in der bestehenden Portfoliostruktur der Gesamtbank. Abhängig vom Diversifikationsgrad binden Bonitäts-, Marktpreis- und operationelle Risiken mehr oder weniger Kapital. 2. Den Zusammenhang zwischen Höhe und Eintrittswahrscheinlichkeit der Portfoliorisiken zeigt die Risikoverteilung. Mit ihr lassen sich der Erwartungswert für die möglicherweise eintretenden Risiken und deren maximal anzunehmender Betrag ermitteln. Das geschieht anhand aufsichtlicher Standardverfahren oder mittels interner Risikomodelle. Als Risikomaße werden darin häufig der Value-at-Risk, der Expected Shortfall oder spezielle Risikoszenarien verwendet. 3. Aus der Verteilung lässt sich der ökonomische Kapitalbedarf ableiten. Er entspricht der Differenz aus dem rechnerisch größten anzunehmenden Risikoereignis und dessen (niedrigerem) Erwartungswert. Alternativ zum ökonomischen Ansatz kann der Kapitalbedarf auf Basis der aufsichtlichen Anrechnungsfaktoren gemäß Solvabilitätsverordnung bestimmt werden. Ergebnis ist in beiden Fällen die Menge des benötigten Eigen- bzw. Risikokapitals. 4. Daraus ergeben sich die anfallenden Eigenkapitalkosten. Während die Institute davon ausgehen, dass das erwartete Risiko tatsächlich in der berechneten Größenordnung in jeder Abrechnungsperiode eintritt und deshalb im Sinne einer Risikoprämie von allen Risiko tragenden Geschäften erwirtschaftet wird, realisiert sich das unerwartete, als größtmöglich anzunehmende Risiko nicht notwendigerweise. Vielmehr wird seine Höhe gerade so kalkuliert, dass es nur einmal in beispielsweise 100 Jahren vorkommt. Das dafür vorzuhaltende Kapital muss also nicht in jeder Periode neu gebildet werden, sondern nur einmalig als Puffer für diese besondere Risikosituation vorgehalten werden. Für die Bereitstellung des Kapitals erwarten die Kapitalgeber eine entsprechende Verzinsung, die periodisch zu erbringen ist, eben die Eigenkapitalkosten. Sie gehen als Kalkulationsbestandteil in die interne Erfolgsrechnung der Gesamtbank, der Profitcenter und Einzelgeschäfte ein und ergeben sich als Produkt aus der benötigten Menge an Kapital multipliziert mit dem Preis, der für den Kapitalbedarf entrichtet werden muss. 44 diebank 10.2015

BANKING ó fi KAPITALKOSTEN ERHÖHEN EFFIZIENTEN KAPITALEINSATZ ” 1 5. Wettbewerbsvorteil 1. Portfoliostruktur Steuerungskreislauf zur Erhöhung der Kapitaleffizienz 4. Eigenkapitalkosten 2. Risikoverteilung 3. Eigen-/ Risikokapitalbindung 10.2015 diebank 45

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