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die bank 10 // 2015

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

Banking News

Banking News GESCHLOSSENE BETEILIGUNGEN Positiver Trend unverkennbar ó Gemäß einer aktuellen Quartalsanalyse der FERI EuroRating Services AG zeichnet sich ein positiver Trend bei geschlossenen Beteiligungen ab. Demnach hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) im zweiten Quartal 2015 insgesamt elf Publikums-AIF (Alternative Investmentfonds) nach KAGB zum Vertrieb zugelassen. Dies sind drei AIF mehr als im ersten Quartal 2015, in dem acht AIF von der BaFin die Vertriebszulassung erhalten haben. Für zehn der elf im zweiten Quartal 2015 neu zugelassenen Publikums-AIF liegen auswertbare Daten vor. Diese kommen zusammen auf ein prospektiertes Eigenkapital in Höhe von 357,2 Mio. € (Vorquartal: 236,3 Mio. €) und auf ein prospektiertes Fondsvolumen von insgesamt 442,9 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ist mit diesem Wert eine Steigerung um 519 Prozent zu verzeichnen. Darüber hinaus hat die BaFin im zweiten Quartal 2015 die jeweiligen Verkaufsprospekte für insgesamt zehn Fonds nach dem Vermögensanlagengesetz (VermAnlG) gestattet. Für fünf dieser Fonds liegt kein auswertbares Datenmaterial vor. Vier davon sind jedoch Bürgerwindparks, für die üblicherweise keine Informationen veröffentlicht werden.In Windparks dürfen auch viele Kommunen investieren, um durch Dividenden die Haushalts- und Vermögenslage positiv zu beeinflussen. DIGITALISIERUNG Web-Chat für den Kundendialog ó Gemäß der letztjährigen IFZ Retail Banking-Studie wird der Web-Chat sowohl heute als auch in fünf Jahren von den meisten Banken als insgesamt eher unbedeutend betrachtet. Eine Bank, die das anders einschätzt, ist die Luzerner Kantonalbank (LUKB). Sie hat als erstes Institut in der Schweiz einen Web-Chat lanciert, der auf einfache Anfragen ausgerichtet ist, die durch die LUKB ohne größere Beratungsleistung beantwortet werden können. Dies betrifft beispielsweise das Auffinden von spezifischen Informationen oder von Formularen auf der Website der Bank. Sobald sich eine Anfrage zu einer Beratung entwickelt oder ein komplexes Thema angesprochen wird, müssen die Kunden einen Bankmitarbeiter telefonisch kontaktieren. Eingeloggte Nutzer sind direkt mit ihrem Profil im Chat angemeldet, ihre Identität ist somit für die LUKB-Mitarbeiter sichtbar. Nicht eingeloggte Nutzer haben die Wahl, ob sie beim Aufrufen des Chats Name und Anrede angeben wollen oder ob sie anonym mit dem LUKB-Mitarbeitenden chatten möchten. Der Web-Chat steht den Nutzern allerdings nur zu den klassischen Beratungszeiten von Montag bis Freitag, 8 bis 18 Uhr, zur Verfügung. NÄCHSTER STRESSTEST Demnächst mit weniger Banken ó Die europäischen Banken werden im nächsten Jahr einem neuen Stresstest unterzogen, doch es werden weniger Institute auf den Prüfstand gestellt als in der letzten Runde. „Wir werden 2016 einen weiteren Stresstest haben, zusammen mit der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde“, sagte Danièle Nouy, innerhalb der Europäischen Zentralbank (EZB) zuständig für die Bankenaufsicht, in einem Interview mit dem finnischen Sender YLE. Nouy schätzt, dass in der nächsten Runde 50 oder 60 Institute die Prüfung durchlaufen werden. In dem Test, der im vergangenen Jahr durchgeführt wurde, waren es rund 120 Banken. Im Anschluss an diesen Stresstest übernahm die EZB die Aufsicht über die wichtigsten Banken in Europa. Zum genauen Zeitpunkt des Tests wollte Nouy noch nichts sagen. Derzeit laufen die Diskussionen über den genauen Zeitrahmen, die genaue Zahl der Banken und die Prüfkriterien. Spätestens im vierten Quartal 2015 sollen weitere Details bekannt gegeben werden. 42 diebank 10.2015

EMBARGO GELOCKERT Iran wird wieder salonfähig ó Nach langwierigen Verhandlungen haben sich am 14. Juli 2015 in Wien die 5+1-Gruppe und die Islamische Republik Iran auf den Abschluss einer Vereinbarung über das iranische Atomprogramm und die Aufhebung der Iran-Sanktionen verständigt. Mit der noch in diesem Jahr erwarteten Aufhebung der Sanktionen soll ein neues Kapitel in den politischen und wirtschaftlichen Beziehungen mit dem Iran aufgeschlagen werden. Vor diesem Hintergrund hat auch die Hamburger Europäisch-Iranische Handelsbank ihre Geschäftsaktivitäten wieder aufgenommen. Während der Ära der Sanktionen waren iranische Banken und Investmenthäuser weitgehend von der globalen Finanzszene abgeschnitten. Die Finanzierungsmöglichkeiten im Iran sind immens. Die Regierung plant fast 40 Mrd. US-$ an Infrastrukturmaßnahmen. Einige der Projekte werden Bankfinanzierungen nötig machen. Vor allem größere Institute haben allerdings unter den erheblichen Geldstrafen der US-Sanktionen gelitten, da sie mit iranischen Instituten weiter Geschäfte machten. Vertrauen muss nun erst wieder neu aufgebaut werden. Zudem verfolgt der Iran seit Anfang der 1980er Jahre ein System, dass Banken zu einer schariakonformen Arbeitsweise anhält. Iranische Geschäfte haben u. a. HSBC, BNP Paribas, Barclays, die Royal Bank of Scotland, ABN Amro Bank, Credit Suisse und Standard Chartered gemacht. RUSSLAND-KRISE Mehrheit gegen Sanktionen ó Die Sanktionen gegen Russland stoßen bei einer Mehrheit der deutschen Wirtschaft auf Ablehnung. 73 Prozent der Unternehmen sehen keine politische Wirkung und sind gegen die Sanktionen, so eine Umfrage der deutsch-russischen Außenhandelskammer. Demnach halten nur 27 Prozent die Sanktionen für wirksam. Die Beurteilung der wirtschaftlichen Lage Russlands fiel auf den schlechtesten Wert seit zehn Jahren. Mehr als 80 Prozent der Befragten schätzten die wirtschaftliche Lage Russlands als negativ oder leicht negativ ein – kein einziges Unternehmen bewertet die Verhältnisse mit „gut“. In den letzten Monaten hat der Kreditversicherer Atradius bereits einen Anstieg der Zahlungsverzögerungen und Zahlungsausfälle in den Branchen registriert, die besonders vom privaten Verbrauch abhängig sind. Mit einer Erholung wird von den meisten Unternehmen frühestens Mitte 2016 gerechnet. Allerdings gab auch die Hälfte (51 Prozent) der Befragten an, keine Veränderung im Verhältnis zu den russischen Partnern zu verspüren. Ein Drittel verspürte eine „Zurückhaltung“, acht Prozent eine „Wiederannäherung“. Immerhin noch sieben Prozent konstatierten eine „Orientierung nach Asien“, und zwei Prozent sehen sich mit Ablehnung konfrontiert. Als Reaktion auf die Annexion der Krim hatte die EU im März 2014 erste Sanktionen gegen Russland erlassen, u. a. Reisebeschränkungen und Kontoeinfrierungen. VIDEOBANKING Kundenbedürfnissen auf der Spur ó Die mobile Verfügbarkeit über das Internet hat das Leben eines jeden Einzelnen stark verändert. Die Mobilität hat auch auf die Geschäftsbeziehung zwischen Banken und ihren Kunden enorme Auswirkungen. Die menschliche Beziehung und der persönliche Kontakt wird zudem auch in Zukunft der maßgebliche Faktor zwischen Bank und Kunde sein. Zwischenmenschliche Kommunikation erfolgt nun einmal über Sehen und Sprechen, aber die Humanisierung des Internets im digitalen Zeitalter ermöglicht hierbei neue Wege. So kombiniert Videobanking die Reichweite und die Verfügbarkeit mit der Effektivität der persönlichen Beratung. Ein Forschungsprojekt der Fachhochschule Worms will u. a. der Frage nachgehen, welche Anforderungen Kunden an das Videobanking stellen und über welche Kommunikationskanäle sie Bankdienstleistungen und -beratungen in Anspruch nehmen wollen. Videobanking könnte sich dabei zu einer erweiterten Facette des Multikanalansatzes entwickeln, der einen Dialog mit dem Berater für Service- und Beratungsleistungen ermöglicht. „Videobanking gibt es bereits. Aber es gibt keine Studien, was der Kunde erwartet“, sagt Studienleiter Prof. Dr. Lars Jäger. KONSUMFINANZIERUNG Noch mehr Gebrauchtwagenkredite ó Im ersten Halbjahr 2015 haben die auf Finanzierungen spezialisierten Kreditbanken 854.000 Pkw an Unternehmen und Verbraucher per Kredit finanziert. Das sind vier Prozent mehr als im selben Zeitraum des Vorjahrs. Gewachsen sind insbesondere Kredite für Gebrauchtwagen. Während diese um acht Prozent zugelegt haben, waren die Kredite für Neuwagen um zwei Prozent rückläufig. Dieser Trend zeigt sich auch im aktuellen Konsumkredit-Index des Bankenfachverbands. Insgesamt haben die Kreditbanken in den ersten sechs Monaten neue Kredite im Wert von 64,8 Mrd. € an Unternehmen und Verbraucher vergeben. Das sind 8,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Ihre wichtigsten Finanzierungsgüter sind Kraftfahrzeuge aller Art. In der Konsumfinanzierung machen Kfz-Kredite rund 40 Prozent und in der Investitionsfinanzierung 60 Prozent ihres Neugeschäfts aus. Das stärkste Wachstum verzeichnen die Kreditbanken bei Einkaufsfinanzierungen für den Handel, die knapp die Hälfte ihres Neugeschäfts umfassen und um zehn Prozent zugelegt haben. Mit der Einkaufsfinanzierung werden zum Beispiel Vorführwagen im Autohandel vorfinanziert. 10.2015 diebank 43

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