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die bank 09 // 2016

die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

Finanzmarkt Trends

Finanzmarkt Trends M&A-TRANSAKTIONEN Unternehmen auf Shopping-Tour óó Finanzinvestoren finden in Deutschland weniger Kaufgelegenheiten. Die Zahl der Transaktionen sank im ersten Halbjahr 2016 von 77 auf 64. Der Transaktionswert sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar um 41 Prozent auf 5 Mrd. €. Bei Verkäufen deutscher Unternehmensbeteiligungen ist dagegen ein weiterer Anstieg zu verzeichnen. Zwar blieb hier die Zahl der Transaktionen mit 48 etwa auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums (49), die Erlöse stiegen jedoch um zehn Prozent von 8,6 auf 9,5 Mrd. €. Die Finanzinvestoren haben also deutlich mehr bei Verkäufen eingenommen, als sie an neuen Mitteln in den deutschen Markt investiert haben. Zu diesen Ergebnissen kommt Ernst & Young (EY) in ihrer jüngsten Analyse des Private-Equity-Markts. „Der Transaktionsmarkt läuft gut, aber die Finanzinvestoren kommen seltener zum Zuge, weil die Konkurrenz durch Industrieunternehmen so stark ist“, kommentiert Finanzexperte Alexander Kron. Vielfach seien Industrieunternehmen eher bereit, die geforderten hohen Kaufpreise zu bezahlen als Finanzinvestoren. So lag die Zahl dieser Verkäufe im ersten Halbjahr mit 35 auf einem neuen Rekordwert. Der Transaktionswert hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hier sogar mehr als verdreifacht – von 2,4 auf 8,0 Mrd. €. Industriekonzerne seien derzeit auf Shopping- Tour in Deutschland, fasst Kron zusammen. BANKENKRISE Kreditrisikoanalyse notwendig óó Bankenkrisen laufen meist nach dem gleichen Muster ab: Bei guter Konjunktur sind die Banken großzügig in ihrer Kreditvergabe. Folgt der wirtschaftliche Abschwung und Kredite geraten unter Druck, sind sie auf Zahlungsausfälle meist nicht ausreichend vorbereitet. So lag das Kreditvolumen deutscher Banken Ende 2015 bei 80,6 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt gegenüber 81,8 Prozent Ende 2014. Damit steigt unweigerlich das Ausfallrisiko, nicht zuletzt wegen der anhaltenden Niedrigzinspolitik in Europa. Um diesen Risiken besser zu begegnen und faule Kredite früher erkennen zu können, sollten Banken ihre Kreditrisiken professioneller verwalten, so die Experten der Roland Berger Unternehmensberatung. Dies bedarf einer umfassenden Analyse des gesamten Kreditengagements der Bank. Denn ein tiefgreifendes Verständnis jedes einzelnen Kredits bietet große Vorteile: Neben der höheren Transparenz in Bezug auf bestehende Risiken, können auch potenzielle Ausfallkandidaten früher identifiziert werden. Zudem helfen die gewonnenen Informationen, Prozesse und Richtlinien weiterzuentwickeln und mögliche Marktveränderungen besser zu antizipieren. Die Überprüfung der Kreditportfolien ist sehr aufwendig und kann zwischen acht und zwölf Wochen dauern. „Spätestens wenn die nächste Bankenkrise droht, zahlt sich diese Mühe auf jeden Fall aus“, so Experte Markus Strietzel. MARKTENTWICKLUNG UND AUSBLICK NACH DEM BREXIT Anleihen-Melodram: Angst frisst Rendite auf óó Im Vorfeld und Nachgang des Brexits kam es erstmals in der Geschichte zu einer negativen Rendite für 10-jährige deutsche Bundesanleihen. Unmittelbar nach dem Referendum fiel sie bis auf minus 0,17 Prozent. Aber auch britische Staatsanleihen selber waren derart gefragt, dass ihre 10-Jahres-Rendite auf ein Rekordtief von weniger als einem Prozent fiel. Ebenso profitierten US-amerikanische Treasuries, Schweizer Staatanleihen und Papiere der Kern-Euroländer wie etwa Frankreich, Finnland und Österreich von der Brexit-Angst. Dagegen zeigten die steigenden Renditen Spaniens, Italiens und Portugals, dass diese Staaten in den Augen der Anleger in Krisensituationen nicht zur Gruppe der „sicheren Häfen“ gehören. Die Risikoaufschläge europäischer Unternehmensanleihen blieben während des zweiten Quartals per saldo hingegen in etwa unverändert. Erwartungsgemäß entstand Unterstützung durch die Tatsache, dass die EZB ihr Kaufprogramm ab Juni auf ebendiese Unternehmenspapiere ausweitete – im Gegensatz dazu wirkte die Brexit-Entscheidung negativ. Schwellenländeranleihen schließlich entwickelten sich positiv. Für den Ausblick wird vieles davon abhängen, ob und in welcher Form der Ausgang des briti- schen Referendums tatsächlich umgesetzt wird. Davon auszugehen ist, dass das Umfeld für Anleihen noch eine Weile unterstützend bleiben wird, wenngleich für Neuanlagen auf längerer Sicht unattraktiv. Dies geht aus einer aktuellen Quartalspublikation des Finanzinstituts Berenberg hervor. Wertentwicklung europäischer Anleiheindizes in % 140 130 120 110 100 90 90 Jul 11 Jul 12 Jul 13 Jul 14 Jul 15 Jul 16 Deutsche Pfandbriefe Finanzanleihen Eurozone Unternehmensanleihen Eurozone Europäische Staatsanleihen Zeitraum: 05.07.2011–05.07.2016 Quelle: Bloomberg, normiert auf 100% zum 05.07.2011. 140 130 120 110 100 in % 6 diebank 09.2016

JUBILÄUMSKONGRESS „25 JAHRE WISSEN WAS BANKEN BRAUCHEN“ • 21. bis 22. September 2016 • Fachtagungen, Arbeitskreise, Workshops, Diskussionsforen • über 350 Fach- und Führungskräfte der Kreditwirtschaft Anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens veranstaltet die VÖB- Service GmbH am 21. und 22. September ihren großen Jubiläumskongress. Im ehemaligen Plenarsaal des Deutschen Bundestages sowie in weiteren Räumen des heutigen World Conference Center Bonn nden an den beiden Tagen eine Vielzahl von Fachveranstaltungen statt. Die Abendveranstaltung am ersten Veranstaltungstag bietet die Gelegenheit zum Austausch sowie zur Netzwerkpege in einem feierlichen Rahmen. Ein besonderes Highlight wird der Impulsvortrag des renommierten Hirnforschers Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer zum Thema „Risiken und Nebenwirkungen digitaler Informationstechnik“ sein. Folgende Veranstaltungen haben wir für Sie vorbereitet: Fachveranstaltungen am 21.09.2016 (10:00 - 16:30 Uhr) • Fachkonferenz „IT-Governance“ • LeDIS-Anwendertreffen 2016* • Personalmanagement-Konferenz für die Kreditwirtschaft 2016 • Gesellschafterversammlung VÖB-ImmobilienAnalyse* • Anwendertreffen zu Produkten im Fördergeschäft (BeDarV / InvestInform)* • RADAR-Anwendertreffen* • ORC-Anwendertreffen* • VÖB-Fachtagung „Neue Entwicklungen in der Bankenaufsicht und der Bankenregulierung“ (2-tägig) • VÖB-Erfahrungsaustausch Informationstechnologie (2-tägig)* Jubiläumsabend (Beginn 18:45 Uhr) • Vortrag Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer • Abendveranstaltung Fachveranstaltungen am 22.09.2016 (10:00 - 17:00 Uhr) • Arbeitskreis LeDIS & Technik* • Fachkonferenz „Von der Digitalisierung zur Bank der Zukunft“ • Fachkonferenz „Geldwäsche-Bekämpfung und Verhinderung von Terrorismusnanzierung“ • 11. Fachsymposium Derivate & Recht • Projekt-Sitzung „Rechtsgutachten zur insolvenzfesten Wertpapierverwahrung im Ausland“* • VÖB-Fachtagung „Aktueller Stand und Zukunft der regulatorischen Compliance“ • Workshop „Risk Management / Versicherungsleistungen“* • Arbeitskreise DakOR und ÖffSchOR* • VÖB-Fachtagung „Neue Entwicklungen in der Bankenaufsicht und der Bankenregulierung“ (2-tägig) • VÖB-Erfahrungsaustausch Informationstechnologie (2-tägig)* * geschlossene Veranstaltung WENIGE RESTPLÄTZE! Anmeldung und weitere Informationen: http://www.voeb-service.de/jubilaeumskongress

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