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die bank 09 // 2015

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

FONDS FÜR STRATEGISCHE

FONDS FÜR STRATEGISCHE INVESTITIONEN 315 Mrd. können investiert werden ó Im Herbst startet der Europäische Fonds für strategische Investitionen (EFSI). Der EFSI ist eine gemeinsame Initiative der Kommission und der Europäischen Investitionsbank (EIB) und integraler Bestandteil der Investitionsoffensive für Europa. Eingebettet in die Strukturen der EIB wird der EFSI eine Garantie aus dem EU-Haushalt in Höhe von 16 Mrd. € und einen Beitrag der EIB von 5 Mrd. € verwalten. Damit können in den kommenden drei Jahren private und öffentliche Investitionen im Umfang von 315 Mrd. € mobilisiert werden. Die Umsetzung dieses Projekts verlief für bürokratische Verhältnisse rasend schnell. Erst im November 2014 hatten EIB-Präsident Werner Hoyer und Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker den Plan dafür vorgestellt. Die EIB hat bereits angefangen, Projekte zu ermitteln und zu finanzieren, die für eine EFSI-Garantie in Betracht kommen. Bislang hat die EIB 14 potenzielle EFSI-Projekte in Höhe von 1,9 Mrd. € vorfinanziert und so Investitionen von 8,5 Mrd. € mobilisiert. Gleichzeitig hat der Europäische Investitionsfonds mit über 30 neuen Operationen dazu beigetragen, private Investitionen von mehr als 8 Mrd. € anzustoßen. Die EIB vergibt langfristige Finanzierungen, z. B. für den Ausbau der Infrastruktur, aber auch Unternehmensdarlehen für die Forschung im Energie-, Automobil- und Textilsektor. Ihre Anteilseigner sind die Mitgliedstaaten der EU. REPORTING IMMER NOCH ZU LANGSAM DAX-Konzerne hinken hinterher ó Während die Veröffentlichung der Jahresabschlusszahlen eines börsennotierten Unternehmens im globalen Durchschnitt 51,2 Tage dauert, brauchen die DAX-Konzerne dafür im Schnitt 72 Tage. Neun Prozent der im DAX notierten Unternehmen schaffen es nicht, ihre Geschäftszahlen 90 Tage nach dem Jahresabschluss offenzulegen und verfehlen damit die Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex. Der wichtigste Bereich der Finanzberichterstattung trete trotz enormer technologischer Fortschritte in der Industrie 4.0 nach wie vor auf der Stelle, konstatiert die Grünwalder Ifb Group in ihrem Close Cycle Ranking. Die DAX-Konzerne schaffen es nicht nur nicht, zum internationalen Standard aufzuschließen, in den letzten zehn Jahre sind sie sogar noch um vier Tage langsamer geworden. Deutschland stehe in weiten Teilen wirtschaftlich an der Weltspitze, aber im Financial Reporting werde oft noch mit Excel oder veralteten Systemen agiert. Als Ursache nennen die Konzerne oft den Umfang und die Komplexität der zu veröffentlichenden Informationen. Ifb wirft die Frage auf, warum hochqualifizierte Finanz-Mitarbeiter zwei Monate mit Ergebnissen des vergangenen Jahres befasst sind. Konzerne mit schnellem Reporting über spezielle Plattformen würden von Analysten und Aktionären positiver wahrgenommen und könnten ihre regulatorischen Anforderungen effizienter erfüllen. NUTZNIESSER DER IFR SIND DIE HÄNDLER Kreditinstitute verlieren im Kartengeschäft über 460 Mio. € ó Die neue europäische Verordnung zu den Interbankenentgelten (Interchange Fee Regulation, IFR), die ab Dezember verpflichtend umgesetzt werden muss, dürfte die finanzielle Situation im Kartengeschäft noch verschärfen und die ohnehin niedrigen Margen der Banken und Sparkassen weiter drücken. Die IFR senkt die Obergrenze für die Interchange-Sätze auf 0,2 Prozent für Debit- bzw. 0,3 Prozent für Kreditkarten. Für die kartenherausgebenden Institute bedeutet das Einnahmenverluste in Höhe von insgesamt 463,7 Mio. € gegenüber dem Vorjahr (berechnet auf der Umsatzbasis von 2014), erläutert Hugo Godschalk von der auf den bargeldlosen Zahlungsverkehr spezialisierten Beratungsagentur PaySys. Am stärksten betroffen ist der Kreditkartenbereich mit ca. 415 Mio. €, denn hier liegen die Interchange-Sätze in Deutschland derzeit noch weit über den neuen EU-Limits. Pro Kreditkarte muss ein Kreditinstitut demnach im Durchschnitt künftig mit 12,25 € weniger pro Jahr rechnen. Je nach Gewinnspanne und Wettbewerbsintensität werden die Institute diesen Verlust wohl durch höhere Preise für den Karteninhaber zumindest teilweise kompensieren wollen. Bei der Depitkarte girocard ist der Rückgang für die Kreditinstitute dagegen weniger schmerzhaft und beträgt etwa 48 Cent pro Karte und Jahr. Nutznießer der IFR sind die Händler, deren Kosten für die Kartenakzeptanz entsprechend sinken. Die Europäische Kommission geht davon aus, dass die Händler europaweit dadurch künftig sechs Mrd. € einsparen werden (Basis: 2011). Wenn sich die Interchange Fees (IF) für Debit- und Kreditkarten demnächst nur noch geringfügig unterscheiden, werden wohl viele Händler, die bislang nur girocard, Maestro und V PAY akzeptierten, bald auch Kreditkartenlogos auf ihre Kassen kleben. Eine Reihe von Discountern ist schon dabei, Visa und MasterCard zu akzeptieren. Die Branche steht nun vor einer Reihe ungelöster Fragen. Wie wird der Kreditkarteninhaber, der in der Regel bereits über eine Debitkarte verfügt, reagieren: Kündigt er die Karte oder akzeptiert er die zu erwartende Gebührenerhöhung seiner Bank? Oder setzt er vielleicht die teurere Kreditkarte öfter ein, damit es sich lohnt? Fraglich ist auch, ob nun mehr Händler, die bislang nur Bargeld akzeptierten, in Anbetracht der relativ geringen IF-Senkung künftig Kartenzahlungen akzeptieren werden. 34 diebank 9.2015

Betriebswirtschaft Kompakt KEINE ROSIGE PROGNOSE Schwellenländer abgeschwächt ó Die Wirtschaft in den Schwellenländern hat in den letzten beiden Dekaden einen eindrucksvollen Aufstieg erlebt. Zuletzt hat dieser Aufschwung jedoch deutlich nachgelassen, der Wachstumsvorsprung gegenüber den Industrieländern ging zurück. Aus einem Bericht der Bundesbank geht hervor, dass die zunächst vermuteten zyklischen Belastungen und die zwischenzeitliche Nachfrageflaute in den Industrieländern nicht die einzige Ursache sein können. Angesichts des Ausmaßes der Verlangsamung müssen auch andere Faktoren dahinter stecken, schätzen die Analysten. In China beispielsweise trage zu der schwächeren Gangart wohl bei, dass der sektorale Strukturwandel nachlasse und die Wachstumsimpulse, die von den marktwirtschaftlichen Reformen der Vergangenheit herrühren, ausliefen. Aufstrebende Volkswirtschaften, die auf den Export von Rohstoffen spezialisiert sind, leiden unter dem Ende der Rohstoff-Hausse. Die Volkswirtschaftler der Bundesbank erkennen bei der Abschwächung überwiegend einen strukturellen Charakter. Sie gehen davon aus, dass die Schwellenländer in den nächsten Jahren überwiegend mit gemäßigter Gangart unterwegs sein werden. Unter ungünstigen Umständen könnte sich das Wachstum sogar noch weiter verringern. Käme es in China zu einer starken Konjunkturabkühlung, wären Ausstrahleffekte wohl auch hierzulande spürbar, heißt es in den Bundesbank-Bericht weiter. VERGÜTUNG AUF DEM PRÜFSTAND Mehr Grundgehalt ó 38 Prozent der Banken in Europa wollen bei ihren leitenden Angestellten den Anteil des Grundgehalts an der Gesamtvergütung erhöhen. Rückläufig sind hingegen der Anteil der jährlichen Boni sowie Benefits wie eine betriebliche Altersversorgung. Aufgrund der schwierigen Marktbedingungen überarbeiten derzeit weltweit 78 Prozent der Banken die Vergütungsprogramme für ihre Executives. Die Institute suchen nach Wegen, um nachhaltiges Handeln ihrer Mitarbeiter zu fördern, hat der HR-Spezialist Mercer in einer globalen Untersuchung von Führungskräfte-Gehältern festgestellt. Die Unternehmen wollen für den Geschäftserfolg langfristige Ziele erreichen und steuern dies auch über Long Term Incentives (LTI), die etwa nach drei bis vier Jahren in Form von Aktien ausgezahlt werden. LTI gewinnen an Bedeutung, da immer mehr Unternehmen die jährlichen Boni reduzieren. Offen ist allerdings, in welcher Höhe die EBA den Wert von LTI einbeziehen wird, wenn sie die Einhaltung des nach CRD IV vorgeschriebenen Verhältnisses von variabler zu fixer Vergütung bewertet. PRIVATE EQUITY Investoren gehen die Ziele aus ó Finanzinvestoren haben in der ersten Jahreshälfte 72 deutsche Unternehmen gekauft und dafür insgesamt 8,6 Mrd. € gezahlt. Der Transaktionswert legte damit um 105 Prozent gegenüber dem zweiten Halbjahr 2014 zu. Bei Verkäufen deutscher Unternehmensbeteiligungen haben die Investoren im ersten Halbjahr ebenfalls 8,6 Mrd. € eingenommen und damit ebenso viel Geld in Deutschland investiert wie erlöst. Diese Zahlen hat die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY für den deutschen Private-Equity-Markt ermittelt. Die größte PE-Transaktion des Jahres war der Kauf der Douglas Holding AG durch CVC Capital Partners für 2,8 Mrd. €, gefolgt von der Übernahme der Synlab-Gruppe durch Cinven. „Wir sehen ein steigendes Interesse gerade angelsächsischer und asiatischer Investoren am Standort Deutschland und deutschen Unternehmen“, beobachtet EY-Partner Alexander Kron. Der schwache Euro und die relativ guten Konjunkturaussichten in Deutschland machten deutsche Unternehmen zudem zu attraktiven Investitionszielen. Dass es nicht noch mehr Zukäufe in Deutschland gibt, liege auch mit am Fehlen geeigneter Unternehmen. „Es gibt mehr Liquidität im Markt als Anlagemöglichkeiten“, so Kron, den Finanzinvestoren gingen die Ziele aus. 9.2015 diebank 35

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