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die bank 09 // 2015

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

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STANDPUNKT ó Trübe Aussichten fl Banken müssen an der Kostenschraube drehen. Wenn die Einnahmen nicht erhöht werden können, müssen Dienstleistungen und Produkte zu möglichst niedrigen Kosten und geringem Risiko angeboten werden. Dr. Stefan Hirschmann, Chefredakteur „diebank“ Liebe Leserin, lieber Leser, Europas Banken sind unter großem Druck, denn die niedrigen Zinsen gefährden das klassische Geschäftsmodell und stellen ein ernsthaftes Risiko dar. Auskömmliche Margen zu erwirtschaften, wird für die Institute in diesem wirtschaftlichen Umfeld immer schwieriger, da sie vom Zinsüberschuss leben. Deutsche Banken leiden im europaweiten Vergleich in besonders hohem Maße, denn nach Berechnungen der Deutschen Bundesbank macht der Zinsüberschuss etwa 70 Prozent ihrer operativen Erträge aus. Und schlimmer noch: Besserung ist nicht in Sicht – im Gegenteil. Die Aussichten auf eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung in der Eurozone sind trübe. Insofern ist kein Inflationsdruck zu erkennen, der die Europäische Zentralbank (EZB) zum Handeln zwingen würde. Unter normalen Umständen ist bis Herbst 2018 nicht mit einer Zinserhöhung durch die EZB zu rechnen. Auch wer in Europa für eine Verringerung der Staatsschuldenquote auf die Niedrigzinspolitik setzt, dürfte enttäuscht werden. Selbst wenn die Zinsen erst 2030 wieder normale Niveaus erreichen, dürfte die Staatsschuldenquote in Frankreich und im Euroraum insgesamt in den kommenden Jahrzehnten lediglich stagnieren. In Deutschland, Italien und Spanien würden die Verschuldungsquoten langfristig sogar ansteigen – dies zeigt eine aktuelle Studie von Allianz Global Investors. Grund für diese ernüchternde Erkenntnis sind vor allem die aktuell hohen Schuldenquoten im Verbund mit den niedrig anzusetzenden Erwartungen für das Wirtschaftswachstum im Euroraum. Haushaltsdisziplin scheint der einzige Ausweg zu sein. Sofern es kei- nen unerwarteten Wachstumsboom gibt, liegt die eigentliche Lösung zum Schuldenabbau damit bei den Primärhaushalten: Nur wenn die Staaten öffentliche Budgetüberschüsse erwirtschaften, können die Staatsschuldenquoten auch bei einer zielkonformen Inflationsrate innerhalb überschaubarer Zeiträume zurückgeführt werden. Tendenzielles Misstrauen gegen die Geschäftsmodelle Auch die Banken müssen an der Kostenschraube drehen. Wenn die Einnahmen nicht erhöht werden können, müssen Dienstleistungen und Produkte zu möglichst niedrigen Kosten und geringem Risiko angeboten werden. Banken können somit mittelfristig ihre Profitabilität steigern und langfristig ihr Geschäftsmodell bewahren. Dies ist umso wichtiger, da ein tendenziell steigendes Misstrauen der Regulatoren gegen die Geschäftsmodelle der Institute zu konstatieren ist. Dieser Eindruck wird bei einigen Häusern durch die Ergebnisse des aufsichtlichen Überprüfungsprozesses (SREP) weiter befeuert. Die übergeordnete Zielsetzung einer höheren Finanzmarktstabilität will die neue Bankenaufsicht vor allem durch eines erreichen: den Aufbau von wesentlich mehr (bilanziellem) Eigenkapital in den Banken. Ob dies der richtige Ansatz ist, wird sich erst noch erweisen müssen. Für die Banken bedeutet dies derzeit maximale Kostendisziplin. Ihr 9.2015 diebank 3

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