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die bank 08 // 2021

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

BERUF & KARRIERE

BERUF & KARRIERE Darüber hinaus haben 10 Prozent der Befragten ihren Alkoholkonsum gesteigert. Häufig sollen Wein, Bier oder Schnaps dabei helfen, Sorgen auszublenden und die Stimmung zu verbessern. 16 Prozent der Befragten sagen, dass ihnen Alkohol dabei hilft. Auch Nikotin ist ein beliebtes Mittel zum Stressabbau. Durch Corona hat der Konsum bei 8 Prozent der Deutschen zugenommen, lediglich 4 Prozent rauchen weniger. FAZIT Die schlimmen Folgen einer Suchterkrankung werden hierzulande leider immer noch unterschätzt, wie eine aktuelle Suchtstudie zeigt. So besteht das Risiko, dass viele Beschäftigte ihren problematischen Konsum von Alkohol, Koffein oder anderen Substanzen auch nach der Krise beibehalten und in die Abhängigkeit geraten. Deshalb ist es jetzt umso wichtiger, dass Unternehmen ihre Verantwortung gegenüber den Beschäftigten wahrnehmen. Ein Schlüssel dazu ist, den Angestellten die Teilnahme an Präventions- und Beratungsangeboten zu ermöglichen. Uni-AbsolventInnen trinken besonders viel Alkohol Grundsätzlich ist Koffein das am weitesten verbreitete Suchtmittel in Deutschland: 83 Prozent der BundesbürgerInnen greifen mindestens einmal pro Woche zu Kaffee oder Energydrinks. Dahinter folgt Alkohol, den 40 Prozent der Befragten einmal pro Woche zu sich nehmen. Das gilt insbesondere für Menschen mit höherem Bildungsabschluss. So trinkt jede/r zweite Uni-AbsolventIn mindestens einmal pro Woche. Unter Menschen, die keinen oder höchstens einen Volks- oder Hauptschulabschluss haben, ist es nur jeder Vierte. An dritter Stelle steht Nikotin. 34 Prozent der Deutschen rauchen mindestens einmal pro Woche. Zugenommen hat seit 2017 auch der Konsum von medizinisch nicht notwendigen Medikamenten. Damals nahmen sie 6 Prozent der Deutschen mindestens einmal wöchentlich zu sich, heute sind es schon 10 Prozent. Die Studie zeigt auch, dass gerade der Alkoholkonsum leicht unterschätzt wird. So ist jede/r vierte Deutsche der Meinung, dass mehr als zwei Gläser Bier pro Tag für Männer gesundheitlich unbedenklich seien. Und 31 Prozent gehen davon aus, dass mehr als ein Glas Bier pro Tag für Frauen keine Gesundheitsprobleme verursacht. Doch das ist ein Irrtum. Eine schädliche Wirkung auf die Leber tritt bei Männern bereits ab zwei Gläsern Wein (0,3 Liter) oder einem großen Bier (0,6 Liter) pro Tag ein. Für Frauen liegt die kritische Grenze sogar bei nur der Hälfte dieser Menge. Beratungs- und Präventionsangebote als Lösung Wenn Beschäftigte einen problematischen Umgang mit Suchtmitteln pflegen, ist es wichtig, so schnell wie möglich gegenzusteuern. Im besten Fall sind die Betroffenen selbst in der Lage, den eigenen Suchtmittelkonsum als problematisch zu erkennen. Dabei helfen Angebote wie das „SKOLL-Selbstkontrolltraining“. Das suchtmittelübergreifende Konzept trägt dazu bei, Veränderungsprozesse bei riskant konsumierenden Menschen einzuleiten. Speziell für Menschen mit einem problematischen Alkoholkonsum ist das Online-Training „Clever weniger trinken“ geeignet. Damit Betroffene auf Angebote wie diese aufmerksam werden, ist es hilfreich, wenn Betriebe sie darauf hinweisen. Bei Abhängigkeitserkrankungen kommen diese Angebote allerdings zu spät. In diesem Fall sollten Betroffene oder ihre Angehörigen Kontakt zu einer Therapieeinrichtung aufnehmen. Erste Anlaufstellen dafür sind das Suchthilfeverzeichnis der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen sowie die Sucht- und Drogen-Hotline unter der Nummer 01806/ 313031. Damit es erst gar nicht zu einem problematischen Konsum von Suchtmitteln kommt, spielt Stressmanagement eine wichtige Rolle. Unter diesem Begriff versteht man Methoden, die bei der Bewältigung von Stress helfen. Jeder Mensch kann selbst etwas tun, um der ständigen Belastung zu entkommen. Dazu gehören zum Beispiel Entspannungsübungen bei akutem Druck. Sie sind einer von vielen Schlüsseln, um zur Ruhe zu kommen und die Herausforderungen besser zu meistern. Welche Technik hilft, hängt ganz von den eigenen Vorlieben ab. Beliebt sind etwa Atemübungen oder Yoga. Eine andere Methode ist, sich selbst nicht so unter Druck zu setzen. Statt ständig die eigenen Grenzen zu überschreiten, sollte man besser von sich nicht mehr erwarten als zu schaffen ist. Hierbei sind auch Vorgesetzte gefordert, die Mitarbeitenden beim Selbstmanagement so zu unterstützen, dass akuter Stress abgebaut werden kann und Dauerstress vermieden wird. Autoren Marc Panke ist bei der pronova BKK u. a. für den Bereich Studien und Research zuständig und verantwortet die Suchtstudie bereits zum dritten Mal. Jens Lohrengel ist als Suchtexperte im betrieblichen Gesundheitsmanagement der Krankenkasse tätig. In dieser Funktion berät er große Unternehmen wie z. B. Continental, Bayer und BASF in Gesundheitsfragen der Arbeitswelt. 68 08 // 2021

Nachgewiesene Kompetenz: Online-Zertifikatslehrgänge BERUF & KARRIERE Basiswissen für Business Continuity ManagerInnen (BCM) in Kreditinstituten 27. bis 28. Oktober 2021 AuslagerungsmanagerIn für Kreditinstitute 8. bis 10. November 2021 Beauftragte/r für den Schutz von Kundenfinanzinstrumenten und -geldern 10. bis 11. November 2021 Bankmanagement für IT-ExpertInnen und Data Scientists in Kreditinstituten und FinTechs 12. und 24. bis 25. November 2021 Informationssicherheitsbeauftragte/r (ISB) für Kreditinstitute 16. bis 19. November 2021 Data Scientist in Kreditinstituten: Einsatzfelder, Methoden und Umsetzung 30. November bis 2. Dezember 2021 Geldwäschebeauftragte/r (GWB) für Kreditinstitute 6. bis 9. Dezember 2021 Bank-Verlag GmbH | www.bv-events.de | @events_bv 08 // 2021 69

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