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die bank 08 // 2016

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

EUROPÄISCHE

EUROPÄISCHE RATINGAGENTUR Scope übernimmt Feri EuroRating ó Die Berliner Rating-Agentur Scope übernimmt zum 1. August die Feri EuroRating Services AG mit Sitz in Bad Homburg. Durch die Übernahme erweitert Scope das Rating-Angebot um Länderratings, Investmentfondsanalysen und Immobilienresearch. Die Übernahme ist Bestandteil der Strategie, Scope als europäische Alternative zu den US-Ratingagenturen zu etablieren. Unter dem Dach der Scope Corporation AG sind in Zukunft drei Geschäftsbereiche angesiedelt: Scope Ratings verantwortet sämtliche Kreditrating-Aktivitäten; Scope Analysis übernimmt die Analyse von Fonds, Asset-Managern und Anlagemärkten, Scope Investor Services bietet institutionellen Anlegern individuelle Systemlösungen zur Überwachung und Risikosteuerung ihrer Portfolien. Insbesondere durch die Länderratings von Feri komplettiert sich nun das Ratingspektrum von Scope. Während Fondsratings und Research schon in der Vergangenheit Kerngeschäfte der Berliner gewesen sind, bot Scope bislang noch keine Länderratings. Das ändert sich nun. Durch den Zusammenschluss wird Scope auch die Bonität von 59 Staaten bewerten sowie 150 Immobilienmärkte in 30 Ländern. In den vergangenen drei Jahren wurden über 20 Mio. € in den Aufbau einer schlagkräftigen Alternative zu den US-Rating-Agenturen investiert. Derzeit beträgt das rollierende 12-Monats-Umsatzwachstum über 50 Prozent. WORLD-WEALTH-REPORT Mehr Millionäre, mehr Vermögen ó Das weltweite Vermögen der Millionäre ist im vergangenen Jahr um 4 Prozent auf 58,7 Bio. US-$ angestiegen, in der Asien-Pazifik- Region sogar um 9,9 Prozent. Dies geht aus dem jüngsten World- Wealth-Report von Capgemini hervor. Damit führt der asiatisch-pazifische Raum erstmals das Wohlstandsranking sowohl als Region mit den meisten High Net Worth Individuals (HNWI) als auch mit dem größten Vermögen vor Nordamerika an. Japan und China sind dabei die regionalen Treiber, die fast 60 Prozent des globalen Wachstums der HNWI-Bevölkerung im Jahr 2015 ausmachten. Während die Zahl der Millionäre weltweit um 4,9 Prozent auf 15,4 Millionen gewachsen ist, stieg die Zahl der Millionäre in Deutschland auf 1.198.700 (+5,1 Prozent) etwas stärker an. Seit 1996 hat sich demzufolge das Vermögen der HNWI weltweit vervierfacht. Hält das derzeit moderate Wachstum an, wird es bis zum Jahr 2025 auf 100 Bio. US-$ gewachsen sein. Überraschend ist, dass nur knapp ein Drittel dieses Vermögens derzeit von Vermögenverwaltern gemanagt wird. Dabei sind sie in einer grundsätzlich guten Ausgangslage, um sich ein größeres Stück vom Kuchen des steigenden Millionärsvermögens zu sichern. Denn während das Vertrauen der HNWI in den einzelnen Vermögensberater stagniert, sind 74 Prozent mit der Beziehung zu ihrer primären Vermögensverwaltungsgesellschaft zufrieden. BASEL IV: VERBÄNDE WARNEN VOR EINER GEFAHR DER ÜBERREGULIERUNG Banken müssen auch noch Geld verdienen dürfen ó Die großen Banken- und Wirtschaftsverbände warnen vor den Plänen des Baseler Ausschusses, die Kapitalanforderungen für Banken noch weiter zu erhöhen. „Wir müssen aufpassen, dass wir mit der Regulierung von heute nicht die Probleme von morgen kreieren“, sagte Christian Ossig aus der Hauptgeschäftsführung des Bankenverbands (BdB). Das Basel-III-Paket habe noch keinen kompletten Konjunkturzyklus durchlaufen, die vollen Auswirkungen seien noch nicht bekannt. Derzeit wird in Basel diskutiert, den Einsatz interner Modelle zur Berechnung von Risiken weiter einzuschränken. Dadurch dürfte sich die Eigenkapitalunterlegung gegenüber Basel III noch deutlich erhöhen. Der BdB und der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) betonen in einem gemeinsamen Positionspapier, die Regulierung dürfe nicht dazu führen, dass Banken die bewährten Finanzdienstleistungen nicht mehr anbieten können. Banken müssten auch Geld verdienen, um ihre Aufgaben zu erfüllen, sagte NordLB-Chef und VÖB-Präsident Gunter Dunkel. Deutschland brauche leistungsfähige Banken, daher müssten alle Regulierungsmaßnahmen auch daraufhin überprüft werden, ob sie in ihrer Gesamtheit nicht den Instituten die Luft abschnüren. Regulatorische und aufsichtliche Anforderungen dürften das Geschäftsmodell der Banken nicht ad absurdum führen. Auch der Verband der öffentlichen Banken blickt kritisch auf die laufende Überarbeitung des Basel-III-Rahmenwerks. Hauptgeschäftsführerin Liane Buchholz sieht dabei nicht nur bestehende Standards überarbeitet, vielmehr stehe eine neue Regulierungswelle bevor. „Daher kann mit Fug und Recht von Basel IV gesprochen werden.“ Viele Punkte sind dabei nach wie vor offen, z. B. die neuen Standardansätze für die Bemessung des Kredit- und Operationellen Risikos. Für die mit bankinternen Verfahren ermittelten Eigenkapitalanforderungen soll eine Mindesthöhe im Verhältnis zu den Standardverfahren festgelegt werden. Das werde zu erheblich anwachsenden Risikoaktiva und dramatisch steigenden Kapitalanforderungen für die Banken führen. Alle Institute müssten dann massiv Eigenkapital ansammeln oder Risikoaktiva abbauen. Allein bei den 17 größten deutschen Banken wird mit einem Anstieg der risikogewichteten Aktiva von mindestens 30 Prozent gerechnet und ein zusätzlicher Bedarf an hartem Kernkapital von 78 Mrd. € erwartet – das können die Banken nicht aus eigener Kraft stemmen. 6 diebank 08.2016

Finanzmarkt Trends AKTIENLAGE „Kühlen Kopf bewahren“ ó Seit der Brexit-Entscheidung nehmen die Schwankungen an den Finanzmärkten wieder zu. Viele Anleger überlegen daher, ihre Aktien oder Aktienfonds zu verkaufen und auf bessere Zeiten zu warten. Die Fondsgesellschaft Fidelity steht dem jedoch kritisch gegenüber. Dies sei mit Blick auf die Rendite der Anlage die schlechteste Entscheidung, so Kapitalmarkstratege Carsten Roemheld. „Die vergleichsweise hohe Rendite einer Aktienlage ist auf relativ wenige Tage mit hohen Kurssteigerungen zurückzuführen. Da niemand vorhersagen kann, wann diese Tage sind, ist es im Allgemeinen sinnvoller, durch Marktzyklen hindurch voll investiert zu sein“. Zeit sei bei der Aktienlage also wichtiger als der Zeitpunkt. Denn eine langfristige Betrachtung der Aktienkurse in Europa zeigt: Ein Anleger, der mit der Einführung des Euros 1.000 € in den MSCI Europe angelegt hat, hat damit bis Ende Mai dieses Jahres 1.992 € erzielt – und sein Kapital somit fast verdoppelt. Hätte dieser Anleger allerdings die zehn besten Börsentage in diesem Zeitraum verpasst, wäre nur ein Betrag von 1.023 € entstanden. „Anleger sollten deshalb auch in volatilen Börsenphasen einen kühlen Kopf bewahren und nicht überstürzt handeln“, betont Roemheld weiter. Denn verpasse ein Anleger den Anstieg der Kurse, reduziere sich die Rendite seiner Anlage erheblich. ULTRA-LOCKERE ZENTRALBANKPOLITIK Wie hoch sind die Kosten? ó Die Zentralbanken der führenden Industrienationen haben infolge der Rezession im Jahr 2008 sowie der Eurozonen-Krise der Jahre 2011 und 2012 einen Pfad der ultra-lockeren Geldmarktpolitik eingeschlagen. Trotz allem haben sich sowohl die Inflation als auch die Wachstumsraten nicht geändert. Fraglich ist demnach, ob die Politik der Zentralbanken ihre Grenzen erreicht hat und ob der Kollateralschaden der expansiven Geldmarktpolitik überwiegt. Denn wie aus einer jüngst veröffentlichten Amundi-Studie hervorgeht, sind die Auswirkungen auf den Anleihemarkt bereits jetzt erheblich. Mehr als ein Viertel der weltweiten Staatspapiere weist negative Renditen auf. Außerdem können das niedrige Zinsniveau und die Zinsstrukturkurve langfristig die Geschäftsmodelle der Banken verändern. Die ultra-lockere Geldmarktpolitik hat darüber hinaus erhebliche Auswirkungen auf Investmententscheidungen. Der Renditedruck äußert sich darin, dass Anleger auf weniger liquide und riskantere Investments ausweichen. Eine zunehmende wirtschaftliche Ungleichheit ist die Folge. WERTPAPIERE UND AKTIEN Geldanlage für Fortgeschrittene ó Jeder elfte Deutsche (neun Prozent) beschäftigt sich gerne mit Finanzthemen. Und mehr als jeder Vierte schätzt sein Wissen in diesem Bereich sogar als gut bis sehr gut ein. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage der Postbank hervor. Die Ergebnisse spiegeln gute Voraussetzungen wider, um mehr aus den eigenen Ersparnissen herausholen zu können – besonders in Zeiten niedriger Zinsen. Auch erfahrene Anleger sollten dabei stets die Grundregel beherzigen, nicht alles auf eine Karte zu setzen. In diesem Sinn sei die Investition in Fonds eine gute Wahl. Durch den Erwerb von Fondsanteilen lasse sich bereits mit einem verhältnismäßig kleinen Betrag eine breite Streuung von Wertpapieren erzielen. Deutlich höhere Renditechancen, allerdings auch höhere Risiken, berge die Investition in Einzelaktien. Der Anleger wird praktisch zum eigenen Fondsmanager, verwaltet also sein Portfolio in Eigenregie. Dies sei allerdings zeitaufwendig und voraussetzungsreich, da eine Risikostreuung nur erreicht werden könne, wenn das Depot aus mindestens zehn bis 15 Aktien von Unternehmen unterschiedlicher Branchen sowie Länder und Regionen bestehe. Die regelmäßige Beobachtung der Unternehmenslandschaft sei daher unabdingbar, so die Studienautoren. 08.2016 diebank 7

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