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die bank 08 // 2016

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

Banking News WELTWEIT

Banking News WELTWEIT WERTVOLLSTE BANKENMARKEN HSBC und Wells Fargo top ó HSBC bleibt die wertvollste Marke im internationalen Bankensektor, die Briten verteidigten ihren Spitzenplatz mit einem Markenwert von 20,276 Mrd. US-$ vor Citi und JP Morgan. National ist in diesem Jahr Wells Fargo wieder auf dem ersten Rang, vor ICBC und RBC. Der US-amerikanische Finanzdienstleister verzeichnet einen Markenwert in Höhe von 58,540 Mrd. US-$. Von den Top 10 registrierte lediglich BBVA einen Anstieg des Markenwerts um plus 5 Prozent, alle anderen Banken sahen Markenwertverluste. Diese Entwicklung ist sowohl auf das gehemmte Wachstum in Schlüsselmärkten wie Brasilien, China und Russland zurückzuführen als auch auf den gefallenen Rohölpreis und das nachhaltige Niedrigzinsumfeld. Signifikante Verluste schlugen sich unter anderem bei Santander (-20 Prozent) und Barclays (-15 Prozent) nieder. Die Markenwertestudie von Millward Brown wurde im Auftrag des Medienkonzerns WPP aus einer Kombination von Finanzkennzahlen und Daten aus Befragungen von über drei Millionen Konsumenten weltweit berechnet. Gerade amerikanische Banken waren zuletzt gezwungen, ihre Mindestkapital- und Reserveanforderungen anzupassen und nachzuweisen, dass sie eine mögliche Finanzkrise ohne öffentliche Rettungsmaßnahmen überstehen können. Aktuell ist die Anpassung der Geschäftsmodelle an die Erwartungen jüngerer Kunden eine große Herausforderung. BAUFINANZIERUNG Neue Modelle müssen her ó Deutschlands Kreditinstitute gehen bei der Immobilienfinanzierung derzeit unterschiedliche Wege: Während sich viele Banken seit Inkrafttreten einer neuen EU-Richtlinie deutlich restriktiver verhalten, weiten andere Institute die Immobilienfinanzierung noch aus, wie Analysen der Unternehmensberatung Cofinpro zeigen. Insgesamt herrscht derzeit auf dem Markt eine große Unsicherheit, zumal der Branche eine weitere Regulierung mit strengeren Richtlinien für Baufinanzierungen droht. Neue Modelle zur Risikobewertung würden treffsichere Aussagen zur künftigen Tilgungsfähigkeit schaffen – für Banken und ihre Kunden gleichermaßen. „Es ist von zentraler Bedeutung für die Banken, bessere Modelle zu entwickeln, die die Daten in die Zukunft fortschreiben und verschiedene Szenarien simulieren“, sagt Melanie Purgar. Auf dieser Grundlage sei es noch präziser möglich, die richtigen Kredite zu vergeben und die richtigen abzulehnen. Einige FinTechs gehen bereits diesen Weg und überprüfen mithilfe von innovativen Simulationsmodellen die Kreditwürdigkeit ihrer Kunden. Dabei fließen teilweise Hunderte von Daten in die Entscheidung über eine Kreditvergabe mit ein. Szenarioanalysen minimieren darüber hinaus die Risiken für Banken. ASSETGO Anlegen wird smart ó Die Baden-Württembergische Bank (BW-Bank) erweitert ihr mobiles Angebot um eine neue Investment-App. AssetGo ermöglicht Kunden und Nichtkunden künftig die Kapitalanlage in verschiedene Wertpapierklassen über das Smartphone. Die neue App stellt den Nutzern alle für eine fundierte Anlageentscheidung notwendigen Informationen zur Verfügung. Eine übersichtliche Anzeige von Wertpapierdepot, Musterdepot und persönlicher Watchlist sowie Investmentrechner sollen dabei helfen, selbstständig eine maßgeschneiderte Anlagestrategie zu entwickeln. „Unsere Investment-App macht es für unsere Kunden noch einfacher, ihre Anlageentscheidungen selbst zu treffen und gleich umzusetzen“, so Helmut Dohmen, Leiter Privatkundengeschäft. AssetGo bietet darüber hinaus digitalaffinen Anlegern ETF- Dachfonds, LBBW Balance-Fonds und das LBBW Endlos-Index-Zertifikat. Zusätzlich kann sich der AssetGo-Nutzer auf Knopfdruck mit der Telefon- oder Videoberatung der BW- Bank verbinden. So ist die neue Investment-App eine neuartige Kombination aus Info- und Handelsfunktion. 32 diebank 08.2016

ECHTZEITZAHLUNGEN Betrag erscheint zu gering ó Instant Payments, das „next big thing“ im Zahlungsverkehr, soll ab Ende 2017 blitzschnelle Überweisungen ermöglichen, rund um die Uhr werden maximal 15.000 € in höchstens zehn Sekunden transferiert. Aber wer braucht das wirklich? Oder, wie es Stefan Weinfurtner von Ibi Research auf den Punkt brachte: „Wie holt man den Kunden ins Boot?“ Das dürfte nicht einfach werden, zeigt eine aktuelle Studie der Regensburger Forscher. Ein knappes Fünftel aller Befragten kann sich überhaupt nicht vorstellen, wozu man Instant Payments jemals nutzen sollte. Zwar glaubt eine Mehrheit an den potenziellen Nutzen von Echtzeitzahlungen, allerdings reicht den meisten die Geschwindigkeit der heutigen Prozesse im Alltag vollkommen aus. Der Bedarf muss also erst noch geweckt werden, und das gelingt nach einhelliger Meinung nur über den Point of Sale. Die vom Ibi befragten Geschäftskunden erkennen zwar zur Hälfte einen kurz- bis mittelfristigen Handlungsbedarf, für sie ist aber der verfügbare Betrag viel zu gering. Fraglich ist auch weiterhin, wie mit Instant Payments Geld verdient werden kann. Aus technischer Sicht sollten sich alle Beteiligten schon jetzt darauf einstellen, dass es nicht bei den aktuellen Modalitäten bleiben werde und direkt eine für die Zukunft geeignete, mengenresistente Infrastruktur aufbauen, empfiehlt etwa EBA-Generalsekretär Thomas Egner. ONLINE BANKING Sicherheitsklauseln wichtig ó Der Bundesverband deutscher Banken (BdB), der Bundesverband der Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) sowie der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) wehren sich gegen die Feststellung des Bundeskartellamts, dass bestimmte Klauseln in den Online-Banking-Bedingungen kartellrechtswidrig sein sollen. Diese sind von den kreditwirtschaftlichen Verbänden ihren Mitgliedsinstituten zuletzt im Jahr 2009 empfohlen worden. Sie regeln unter anderem Geheimhaltungspflichten des Kunden hinsichtlich seiner PIN und TAN. Die Kartellbehörde meint, dass dadurch solche Online- Bezahldienste am Markt ungerechtfertigt behindert würden, die PIN und TAN des Kunden nutzen. Die betroffenen Verbände werden Rechtsmittel gegen die Feststellungsverfügung vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf einlegen. Die Banken und Sparkassen sind der Ansicht, dass diese Klauseln im Interesse der Kunden und der Kreditinstitute sind, weil sie alleine der Sicherheit des Online Banking und dem Datenschutz dienen. Sie regeln das Prinzip, dass der Kunden seine ihm vom Kreditinstitut zur Verfügung gestellte Online- Banking-PIN und -TAN vor dem Zugriff Dritter schützen soll. Ansonsten besteht die Gefahr, dass diese „Schlüssel zum Kundenkonto“ für unberechtigte Zugriffe auf Kundenkontendaten und missbräuchliche Transaktionen eingesetzt werden. EINSATZ NEUER TECHNOLOGIEN ERÖFFNET MILLIARDENPOTENZIAL FÜR BANKEN Mit drei Bausteinen zur höheren Ertragsperspektive ó Die Lage der Retail-Banken war bisher privilegiert. Sie hatten dank eigener Filialnetze und Vertriebsstrukturen exklusiven Zugriff auf die Kundendaten, und der jahrzehntelange Aufbau von Knowhow sicherte ihnen das Erfahrungsprivileg in Sachen Technologie und Regulatorik. Die Kraft dieser Privilegien ist aber reduziert, denn die Geschwindigkeit, mit der sich Veränderungen durchsetzen, hat über die Jahre enorm zugenommen. Brauchte das Telefon noch 75 Jahre, um bei 50 Millionen Nutzern anzukommen, bewerkstelligte Apples iPod dies in drei Jahren und eine beliebte App schafft solche Werte heute in nur 35 Tagen. Das Banking-Start-up Number 26 konnte in nur einem Jahr 100.000 Kunden erreichen. Auf diese sich drastisch verändernden Rahmenbedingungen liefern die deutschen Banken bislang noch keine überzeugenden Antworten und haben zuwenig Ideen für die Gestaltung ihrer Zukunft, urteilt die Beratungsgesellschaft BCG in ihrer aktuelle Retail-Banking-Studie. Die aktive Gestaltung der Zukunft erfordere eine andere Herangehensweise, schnelles Handeln und Innovationen. Rund zehn Mrd. € könnten die deutschen Retail-Banken allein durch aktive Preisgestaltung, neue Partnerschaftsmodelle, intelligentere Datennutzung und flexiblere Strukturen erwirtschaften, so BCG-Partner Holger Sachse. Die Analyse identifiziert drei Felder für zusätzlichen Ertrag: Preise, Partnerschaften und Daten. Angepasste Gebühren für Girokonten und Vorsorgeleistungen würden dabei helfen, Anreize im Kundenverhalten zu setzen und Einnahmen bis zu fünf Mrd. € versprechen. Durch neue Kooperationsmodelle mit FinTechs, Retail- Plattformen, Versicherungen und insbesondere Payments-Anbietern könnten Banken ihre Angebote ausweiten und den Ertrag steigern. Viel Hoffnung setzen die Berater auch auf die massiv gesteigerten Rechenleistungen und Big Data. Eine Mischung vorhandener mit weiteren externen Daten zum jeweiligen Kontext sei jederzeit möglich, und neue Algorithmen können aus anderen digitalen Interaktionen auf Banken angewendet werden, mit einem geschätzten Ertragspotenzial von bis zu 3,5 Mrd. €. Die Bemühungen der deutschen Banken zur Kosteneinsparung sieht Senior Partner Rüdiger Filbry durchaus, warnt aber, ein reiner Rückbau-Wettbewerb sei noch keine zukunftsträchtige Strategie: „Wenn die deutschen Banken nicht den Anschluss verlieren wollen, müssen sie jetzt wesentlich innovativer und agiler werden.“ 08.2016 diebank 33

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