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die bank 08 // 2016

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

ó FINANZMARKT Erstens

ó FINANZMARKT Erstens sollen ausländische Beteiligungen am Bankenkapital in Russland 50 Prozent nicht übersteigen. Diese Regelung hat zurzeit keine entscheidende Bedeutung, da die ausländische Beteiligungsquote momentan im Bereich von 25 Prozent liegt. Eine deutliche Steigerung ist in der nächsten Zeit kaum zu erwarten. Jedoch wird damit auch eine Expansion ausländischer Banken auf dem russischen Markt in der Zukunft beschränkt. Zweitens ist das Betreiben von Filialen ausländischer Banken in Russland verboten. Filialen können der Kontrolle der Russischen Zentralbank nicht unterliegen. Ausländische Kreditinstitute haben damit nur die Möglichkeit, durch Beteiligungen oder durch die Gründung von Tochtergesellschaften in den russischen Markt einzutreten. Jedoch sollte diese Einschränkung ebenfalls keine allzu große Bedeutung haben. Auch vor dem WTO-Beitritt Russlands gab es keine ausländischen Bankfilialen. Drittens muss die Geschäftsführung von Tochtergesellschaften ausländischer Banken die russische Sprache im notwendigen Umfang beherrschen. Diese Regelung soll eine entsprechende Kontrolle der ausländischen Bankaktivitäten in Russland ermöglichen. nanzierungsmöglichkeiten über die dort vorhandenen, hoch entwickelten Kapitalmärkte. Damit können sie Kredite unter günstigeren Konditionen anbieten. Außerdem verfügen die ausländischen Banken regelmäßig über eine höhere Eigenkapitalausstattung und sind damit besser in der Lage, kapital- und risikointensive Projekte bei großen Kunden zu finanzieren. Dadurch könnten sie für viele russische Unternehmen im Vergleich zu russischen Banken attraktiver werden. Zusätzlich besitzen ausländische Banken seit längerem existierende und höher entwickelte Risikomanagementsysfl Ausländische Kreditinstitute haben damit nur die Möglichkeit, durch Beteiligungen oder durch die Gründung von Tochtergesellschaften in den russischen Markt einzutreten. Fazit Es scheinen offensichtlich durch die genannten Vereinbarungen einige Hürden für den Zugang von außen zum russischen Bankenmarkt aufgebaut zu sein. Trotzdem steht zu erwarten, dass es in den nächsten Jahren (mindestens aber längerfristig) zu einer deutlichen Belebung des Wettbewerbs zwischen russischen und ausländischen Banken in Russland kommt. Dabei haben die ausländischen Banken – auch deutsche – a priori gewisse Vorteile. So besitzen westeuropäische und nordamerikanische Banken in der Regel bessere Refi- 1 Kreditorganisationen in Russland teme. Dies ist ebenfalls als Vorteil am russischen Markt zu interpretieren. In jedem Fall sollten zunehmende Aktivitäten ausländischer Banken in Russland als positiver Faktor (mindestens in einer längerfristigen Perspektive) betrachtet werden. Der Wettbewerb bringt weitere Impulse für die Entwicklung des gesamten Finanzsektors. Das Eintreten ausländischer Banken in den russischen Markt sollte auch die Attraktivität Russlands für ausländische Investitionen steigern, denn es ist bekannt, dass ausländische Banken Unternehmen aus ihren Heimatländern entsprechend begleiten. Insgesamt ist ein weiteres Engagement ausländischer Banken auf dem russischen Markt ein wesentlicher Beitrag zur Integration Russlands in die globalisierende Weltwirtschaft. Hier bieten sich auch Chancen für die deutsche Kreditwirtschaft. ó Autoren: Prof. Dr. Grigorii Feigin ist Professor für Volkswirtschaft an der Wirtschaftsuniversität St. Petersburg, Russland, Prof. Dr. Mario Straßberger ist Professor für Finanzwirtschaft und Finanzdienstleistungen an der Hochschule Zittau/Görlitz. 2010 2013 2015 Gesamtzahl der Kreditorganisationen 1178 1094 1056 davon Banken 1124 1027 984 Nichtbanken 54 67 72 Kreditorganisationen mit ausländischer Beteiligung 226 244 231 davon mit 100% -Beteiligung 82 73 76 Quelle: The Central Bank of the Russian Federation (Hrsg.), Review of the Banking Sector of the Russian Federation, 2010-2015, http://www.cbr.ru. 24 diebank 08.2016

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