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die bank 07 // 2021

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

MARKT 2 | Größte

MARKT 2 | Größte Banken weltweit nach der Bilanzsumme im Jahr 2020 Stand: 31. Dezember 2020; in Milliarden US-Dollar 6.000 5.000 5.108 4.000 3.000 4.309 4.167 3.738 3.408 3.386 3.081 2.984 2.820 2.742 2.260 2.258 2.171 2.111 2.000 1.000 1.955 1.845 1.842 1.788 1.769 1.739 1.639 1.621 1.358 1.307 1.281 1.226 1.219 1.209 1.190 1.163 0 Industrial & Commercial Bank of China China Construction Bank Agricultural Bank of China Bank of China Mitsubishi UFJ Financial Group JPMorgan Chase BNP Paribas HSBC Holdings Bank of America Crédit Agricole Citigroup Inc. Sumitomo Mitsui Financial Group Japan Post Bank Mizuho Financial Group Wells Fargo Banco Santander Barclays Société Générale Groupe BPCE Postal Savings Bank of China Bank of Communications Deutsche Bank Toronto-Dominion Bank* Royal Bank of Canada* China Merchants Bank Intesa Sanpaolo Shanghai Pudong Development Bank Industrial Bank Co. Lloyds Banking Group Goldman Sachs Quelle: S&P Global Market Intelligence. bzw. die Ankündigungen weiterer Zusammenschlüsse verfolgt. Ein paar Namen, die uns in diesem Zusammenhang ins Auge fielen (ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit): Frankfurter Volksbank und VR Alzenau, Wiesbadener Volksbank und VR Bank Untertaunus, die Volksbanken Karlsruhe und Baden-Baden oder die Dreier-Kombi aus VR-Bank Kreis Steinfurt, Vereinigte Volksbank Münster und Volksbank Greven – viele genossenschaftliche Institute suchen auch weiterhin ihre Zukunft in größeren Verbünden. Zwei der in jüngerer Vergangenheit fusionierten Genossenschaftsbanken jedenfalls haben es in diesem Jahr neu in die TOP 100 geschafft: meine Volksbank Rosenheim und Volksbank eG – Die Gestalterbank aus Offenburg. Die Fusion aus VB/Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee und VR meine Raiffeisenbank Altötting stieg gleich mit Platz 84 ein, der Zusammenschluss aus der Volksbank in der Ortenau und Volksbank Schwarzwald Baar Hegau findet sich auf Platz 93. Blick auf den öffentlichen Sektor Und im öffentlich-rechtlichen Sektor? Hier überraschte Raimund Röseler, damals Interims-Chef der Finanzaufsicht BaFin, just zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe mit der Aussage im Handelsblatt, er rechne mit einem großen Deal: „Meine Hoffnung ist, dass die Fusionsgespräche zwischen zwei Instituten, bei denen die Beteiligten im Frühjahr 2020 die Pausetaste gedrückt haben, bald weitergeführt werden.“ Gemeint waren die Helaba und die Deka, und die „Pausetaste“ wurde im Frühjahr 2020 mit der Corona-Pandemie begründet. Stattdessen überraschten kurz darauf die Helaba und die LBBW mit einer Absichtserklärung. Die beiden wollen nicht fusionieren, sich aber künftig einige Geschäftsaktivitäten gegenseitig übertragen, etwa im Bereich des Zins-, Währungs- 18 07 // 2021

MARKT 3 | Marktanteile der Bankengruppen an der gesamten Bilanzsumme der Bankenbranche in Deutschland Stand: August 2020 Realkreditinstitute 2,6 % Bausparkassen 2,7 % Zweigstellen ausländischer Banken 4,8 % Landesbanken 9,6 % 25,3 % Großbanken* Kreditgenossenschaften 11,5 % 15,7 % Sparkassen Regionalbanken u. sonstige Kreditbanken 12,3 % 15,5 % Banken mit Sonder-, Förder- & sonst. Unterstützungsaufgaben * Zu den Großbanken zählen die Deutsche Bank AG, die Commerzbank AG, die UniCredit Bank AG (vormals Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG) sowie die DB Privat- und Firmenkundenbank AG. Die Marktanteile wurden auf Grundlage der im Monatsbericht der Bundesbank ausgewiesenen absoluten Bilanzsummen der einzelnen Bankengruppen von Statista berechnet. Quelle: Deutsche Bundesbank. und Rohstoffmanagements und beim Verwahrstellengeschäft für Spezial- und Publikumsfonds. Das Thema Fusionen brodelt bei den Sparkassen also nicht ganz so heiß wie im Genossenschafts-Lager; laut DSGV sank die Anzahl der Sparkassen im Vorjahr von 379 auf 376 und zuletzt auf 371 Häuser. Auch hier einige beispielhafte Nennungen: In Bayern entsteht eine neue Sparkasse Schwaben-Bodensee (zuvor Kreissparkasse Augsburg und Sparkasse Memmingen-Lindau-Mindelheim), die Sparkasse Gevelsberg-Wetter und die Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld wollen zur Sparkasse an Ennepe und Ruhr fusionieren, und die Verträge zur neuen Sparkasse Schwelm-Sprockhövel sind bereits unterzeichnet. Was uns in diesem Sektor sonst noch auffiel: In der Domstadt ist die Kreissparkasse Köln an der Sparkasse KölnBonn vorbeigezogen und rangiert im Gesamtranking nun drei Plätze vor dem kommunalen Institut. An der Spitze der Sparkassen, die immerhin für 15,7 Prozent Marktanteil an der gesamten Bilanzsumme der Bankengruppen stehen (ÿ 3), rangiert wie gewohnt die Hamburger Sparkasse, hinter den Kölnern kommen die Stadtsparkasse aus München und die Frankfurter Sparkasse. Zum Abschluss noch ein kurzer Blick auf die Autobanken. Vier Captives befinden sich in den TOP 100. In einem separaten Ranking steht dabei wie gewohnt Volkswagen mit weitem Abstand vor BMW, Mercedes-Benz und Toyota. Nachdem die BMW Bank die Mitbewerber mit dem Stern im letzten Jahr erstmals überflügeln konnte (BMW: Platz 32, Mercedes-Benz: Platz 34), ging es heuer zwar für beide abwärts und die Münchener liegen mit dem Rang 36 drei Plätze vor den Stuttgartern. Ihre Bilanzen konnten indes beide verbessern; dabei schnitt Mercedes mit einem Plus von 2,5 Prozent ganz gut ab. Die Volkswagen Bank konnte sich trotz eines Minus von 2,2 Prozent mit einer Bilanzsumme von rund 67 Mrd. € noch in den Top20 der Gesamttabelle halten, womit der Anteil der Privatbanken unter den ersten 20 Häusern mit sieben Instituten stabil blieb. Autorin: Anja U. Kraus. 1 Vgl. „Die Banker-Wanderung“ in die bank 6/2018. 2 Ebenda. 07 // 2021 19

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