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die bank 07 // 2017

die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

MARKT 1 | Die aktivsten

MARKT 1 | Die aktivsten Portfoliokäufer in Italien 2016 Angaben in Mrd. € € 13.5 € 5.2 € 2.9 € 2.4 € 1.2 Fortress Pimco AnaCap Banca IFIS Kruk Quelle: Deloitte Deleveraging Europe 2016-2017. alistischer und akzeptieren den Marktpreis ihrer Assets, motiviert auch durch den erhöhten regulatorischen Druck. Banken engagieren sich mehr im Verkaufsprozess, und es ist weniger wahrscheinlich, dass Angebote zurückgezogen werden und Transaktionen fehlgeschlagen. Die Inkassowirtschaft – zunehmend international Doch zu jedem Deal gehören stets zwei Parteien, und auch bei den Käufern ist der Markt in Bewegung. Forderungsmanager und Servicing-Anbieter erleben derzeit eine große Konsolidierungswelle und die Transformation von einem nationalen zu einem pan-europäischen Markt: Während die Branche 2014 sechs Transaktionen erlebt hat, waren es 2015 schon acht. Und 2016 waren es sogar 15 Deals. ESO wurde Mehrheitseigentümer der Loancos GmbH, Lindorff kaufte Cross Factor in Italien und Aktua in Spanien, Intrum Justitia wiederum fusionierte mit Lindorff und akquirierte die britische 1st Credit. Besonders aktiv war Axactor aus Norwegen, die sich mit gleich vier Ankäufen binnen eines Jahres in Position gebracht hat. Das Unternehmen hat mittlerweile Niederlassungen in Spanien, Italien, Deutschland und Schweden und ist ein gutes Beispiel für die gesamte Branchendynamik: Im letzten Jahrzehnt haben zunehmend mehr Forderungsmanager den Betrieb auch außerhalb ihres Heimatlands aufgenommen. Es besteht ein ausgeprägter Trend zur Internationalisierung. Das erleben auch die verschuldeten Verbraucher, wie die aktuelle Branchenstudie Forderungsmanagement 2016 im Auftrag des Bundesverbands Deutscher Inkasso-Unternehmen (BDIU) zeigt: War bei der Vorgängeruntersuchung 2012 nur gut die Hälfte der befragten Mitgliedsunternehmen in der Lage, in einer anderen Sprache als Deutsch mündlich oder schriftlich mit ihren Kunden zu kommunizieren, so kann das heute die überwiegende Mehrheit – mehr als 80 Prozent sprechen weitere Sprachen. 30 Prozent der Unternehmen können sogar in mehr als vier Sprachen mit den Schuldnern kommunizieren. Mit dem Ausbau des multilingualen Dienstleistungsangebots schaffen viele Inkasso-Unternehmen einen weiteren Mehrwert für ihre Mandanten, die eine solche Sprachenvielfalt in den meisten Fällen in Eigenleistung nicht anbieten können. Davon profitieren nicht nur Banken, sondern auch Versand- und Einzelhändler, Versicherungen, Energieversorger oder das Handwerk. Im Schnitt erbringt ein Anbieter Dienstleistungen für Gläubiger aus sieben verschiedenen Branchen. Erfahrene Partner, neues Selbstverständnis In Deutschland wird die Branche von kleinen und mittelständischen Firmen dominiert. Die meisten Unternehmen sind dabei schon recht lange am Markt, häufig über 50 Jahre. Nichtsdestotrotz gibt es in der Branche Dynamik und Innovation. So investierten die befragten Unternehmen etwa verstärkt in die Qualifizierung: 2015 wurden branchenweit rund 5.800 Mitarbeiter, also fast jeder dritte Mitarbeiter, geschult. Auf dieser Basis von Internationalisierung, Qualifizierung und zunehmend breiterem Dienstleistungsangebot erwächst auch ein neues Selbstverständnis: Mehr und mehr setzt sich die Idee durch, dass gutes Forderungsmanagement mehr kann, als Geld eintreiben. Ein professioneller, serviceorientierter Umgang mit säumigen Zahlern trägt entscheidend dazu bei, Kundenbeziehungen zu stärken und den Geschäftserfolg nachhaltig zu steigern. FAZIT Insgesamt zeigen die Daten der BDIU-Studie, dass sich, im Umfeld steigender Ansprüche, die Unternehmen der deutschen Inkassowirtschaft beachtlich weiterentwickelt haben. Die höhere Qualität der Services, das erweiterte Dienstleistungsangebot für ihre Geschäftspartner und zum Teil enorme Steigerungen bei der Produktivität infolge der zunehmenden Digitalisierung zeigen deutlich einen positiven Branchentrend. Eine Entwicklung, die auch den Banken zugutekommen könnte – vorausgesetzt, sie ergreifen die Chance zur Neuorientierung. Die Zeichen stehen günstig. Schließlich ist das Banking ihr Kerngeschäft, und nicht das Forderungsmanagement. Autor: Dr. Michael Schäfer ist Geschäftsführer des Forderungsmanagers KRUK Deutschland GmbH. 1 EY-Studie Kreditmarktstudie 2015: Kreditgeschäft 2.0 — die Kreditbranche im Wandel, Ernst & Young GmbH 2015. 10 07 // 2017

MARKT Save the date Fachkonferenz PSD2 Donnerstag, 14. September 2017 in Köln Save the date Es referieren: Wulf Hartmann | Bankenverband Dr. Felix Reinshagen | Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht Christian Schäfer | Deutsche Bank Dr. Ortwin Scheja | Berlin Group Christoph Scheuermann | Figo Christoph Schmidt | Bankenverband Weitere Informationen zu den Referenten und zum Programmablauf finden Sie auf unserer Website: www.die-bank-trainings.de 07 // 2017 11

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