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die bank 07 // 2016

die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

ó BETRIEBSWIRTSCHAFT fi

ó BETRIEBSWIRTSCHAFT fi UNTERNEHMEN: KULTUR, RISIKO- UND WISSENSSTRATEGIE ” 1 Gesellschaft Ökonomie Ökologie Technologie Analyse Identifikation Analyse Rückläufe abgleichen Geschäftsbereichsprofil Datensammlung Identifikation, Relevanz Inventarisierung Zentralfunktion Strukturierung Evaluation Zuordnung Rückmeldungen Datenzuweisung Reduktion Priorisierung Schäden, Relevanz, Eingaben, Erfahrungen zielgerichtete Verteilung Meidung, Minderung, Transfer, Kompensation Gewichtung, Übersicht Geschäftsbereich I Geschäftsbereich II Geschäftsbereich III Geschäftsbereich … 42 diebank 07.2016

BETRIEBSWIRTSCHAFT ó Lernende Risiko- und Wissensorganisation RISIKOPRÄVENTION Die globale Umwelt von Finanzdienstleistern ändert sich zusehends rascher, und die Verflechtungen und Abhängigkeiten zwischen Unternehmen nehmen zu. Komplexe und gleichzeitig dynamische Märkte führen zu immer vielfältigeren und neuen Risiken. Die Anforderungen vieler Stakeholder an eine Organisation steigen. Der Taylorismus, das von außen ins Unternehmen dringende Wissen, die Anforderungen an Spezialisten und das intern generierte Wissen wachsen. Aber: Wird das Risikowissen auch an den entsprechenden Stellen verfügbar gemacht und zielgerichtet genutzt? Kai Gammelin Keywords: Wissensmanagement, Compliance, Risikomanagement, Regulierung, Strategie Wissen ist die Kombination von Daten und Informationen unter Einbeziehung von Expertenmeinungen, Fähigkeiten und Erfahrungen mit dem Ergebnis einer verbesserten Entscheidungsfindung und Risikoprävention. Bevor das Wissen generiert wird, führen Zeichen und deren Syntax zu Daten und Bedeutungen. Hieraus entstehen Informationen und Vernetzungen. Erst aus diesem Kontext, diesen Erfahrungen und Erwartungen entsteht schließlich Wissen. Outside-in-Perspektive Der „Market-based View” hält eine unzählige Vielzahl von Informationsquellen und Anspruchstellern für ein Finanzdienstleistungsunternehmen bereit und macht deutlich, wie grundlegend und wichtig die Auseinandersetzung mit Informationen und Anforderungen ist, die genutzt, verarbeitet und umgesetzt werden sollten, um letztlich zu Wissen zu führen sowie zur Risikoprävention genutzt werden zu können. Hinter dem Druck der Wissensgewinnung stehen interne Motive, wie z. B. Haftungsbegrenzungen, Vermeidung von Schäden, Wettbewerbsfähigkeit, Reputation, Stabilisierung und Weiterentwicklung des Geschäfts. Aber auch externe Erwartungshaltungen an Service, Expertise, Innovation und Souveränität sowie Sicherheit, Stabilität und Vertrauen sind wesentliche Treiber für die Etablierung einer lernenden Risiko- und Wissensorganisation. Am besten lassen sich die vielschichtigen Informations- und Anforderungsquellen in vier Kategorien einteilen, nämlich Ökonomie, Gesellschaft, Technologie und Ökologie. Die Kategorien sind ebenso unterschiedlich, wie die Interessen und Sichtweisen der Stakeholder. Diese werden u. a. definiert von Kunden, Regulatoren, Normen, Moral, Ethik, Indikatoren, Mitbewerbern, Geschäftspartnern, Gesellschaftern, Unternehmensprüfern, Ratingagenturen, Presse und Versicherungen. Inside-out-Perspektive Der „Ressource-based View“ hat in den letzten Jahren maßgeblich an Bedeutung gewonnen. „Den Ausgangspunkt der Analyse bilden die gewachsenen Fähigkeiten und Ressourcen einer Unternehmung.“ 1 Für das Finanzdienstleistungsunternehmen ist es dabei wichtig, die Fähigkeiten und Kenntnisse der Mitarbeitern zu aktivieren, aufzubauen, für sich zu nutzen und im Unternehmen zu halten. Schafft es das Unternehmen, dieses Wissen aufzubauen und nutzbar zu machen, kann sich bei besonders wertvollem, schwer imitierbarem und seltenem Wissen sowie Fähigkeiten ein nennenswerter Wettbewerbsvorteil ergeben. Auch die Umwelt kann ggf. beeinflusst und mitgestaltet werden. Hier korreliert eine Reihe interner Faktoren mit- oder gegeneinander. Beispielsweise lassen sich softe Faktoren (z. B. Entscheidungen des Managements) nennen, die Einfluss auf die harten Faktoren (z. B. Finanzsituation) und die technischen Faktoren (z. B. technische Ausstattung) eines Finanzdienstleisters haben. Umgekehrt kann die Finanzsituation zu Entscheidungen des Managements führen und etwa auch die technische Ausstattung und Nutzung beeinflussen. Hierbei handelt es sich allerdings eher um das Zusammenwirken operationeller Risiken und Chancen. Aus ganzheitlicher Risiko- und Chancen-Sicht geht es noch einen Schritt weiter. Die Chancen und Risiken von Produkten beeinflussen die finanzielle Situation des Finanzdienstleisters. Die operationellen Risiken und Chancen können sowohl auf Produkte oder 07.2016 diebank 43

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