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die bank 06 // 2017

die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

News & Trends GUTE

News & Trends GUTE CHANCEN FÜR AMAZON PAYMENTS Convenience sehr gefragt Fast jeder kauft heute im Internet und nutzt dafür die zahlreichen Shop-Angebote. Heikel wird es dann, wenn es ans Bezahlen geht, denn hierbei ist Sicherheit das entscheidende Kriterium für die Käufer, haben die Autoren der aktuellen ECC-Payment-Studie analysiert. Viel Wert legen die Konsumenten aber auch auf Convenience beim Bezahlen. Einfache Registrierung und komfortable Nutzung auf verschiedenen Endgeräten haben an Bedeutung gewonnen, dagegen fallen Datenschutz-Bedenken weniger ins Gewicht als noch vor einem Jahr. Rechnung und PayPal machen derzeit beim Käufer das Rennen. PayPal, Amazon Payments und Kreditkarte werden von Verkäufern und Konsumenten ähnlich positiv bewertet. Das bisher noch wenig verbreitete Amazon Payments habe aufgrund des Convenience-Faktors gute Chancen, sich in den nächsten Jahren zu etablieren, schätzen die Kölner Forscher. ù Händler sehen natürlich lieber Vorkasse, allerdings stieg der Anteil der Shop-Betreiber, die Rechnungen positiv bewerten, in nur einem Jahr von 46 auf 63 Prozent. GUTES 1. QUARTAL MIT STEIGENDEN ERTRÄGEN Banken bauen weniger Stellen ab JEDERMANN-KONTO Mehr Risiken für Banken Die Finanzinstitute melden unerwartet hohe Ertragszuwächse, und es werden deutlich weniger Stellen abgebaut. Die Dienstleister bleiben auf hohem Niveau, verzeichnen aber einen stärkeren Umsatz- und Ertragsrückgang. Das „Jedermann-Konto“ stellt Finanzinstitute vor erhebliche rechtliche Herausforderungen. Das Investitionsvolumen beider Gruppen bleibt positiv, wenn auch nicht auf dem Niveau früherer Höchststände. Die gegensätzlichen Entwicklungen sind dem CFS-Index entnommen, der vierteljährlich die Verfassung der deutschen Finanzbranche abbildet. Mit einem Stand von 113,6 Punkten sank dieser zuletzt leicht um 0,7 Punkte. Für die Stabilisierung spreche, dass die wirtschaftliche Entwicklung der Finanzinstitute langsam ansteige, während der realisierte Ertrag gleichzeitig stark wachse. Für Jan Pieter Krahnen, Direktor des Center for Financial Studies, ist dies eine gute Nachricht. Das schaffe die Voraussetzung für ein dringend benötigtes Kapitalwachstum der Banken und damit für eine Erhöhung der Finanzstabilität. Die befragten Finanzinstitute können ihre Erträge nach der schwachen Entwicklung der letzten Quartale deutlich ausbauen, der entsprechende Sub-Index stieg – ganz unerwartet – um 8,0 Punkte an. Anders die Dienstleister, deren Erträge um 5,5 Punkte sanken. Ein schöner Trend, der sich aber leider schon im laufenden Quartal wieder umkehren könnte: Die Finanzinstitute bauen seit Beginn des Jahres weniger Stellen ab. Hingegen stellen die Dienstleister unverändert Mitarbeiter ein. Das CFS nahm auch unter die Lupe, welche Auswirkungen die deutsche Finanzindustrie von der politischen Situation in den USA erwartet. Vornehmlich gehen die Banker davon aus, dass sich Trumps Präsidentschaft negativ oder bestenfalls neutral im Hinblick auf das globale Wirtschaftswachstum auswirken werde. Lediglich 5 Prozent rechnen mit positiven Effekten. Trumps Äußerungen, die zwischen Protektionismus und Deregulierung schwanken, sorgten für Irritationen und Skepsis bei den Marktteilnehmern, und Unsicherheit sei schädlich für das Wirtschaftswachstum, kommentierte CFS-Geschäftsführer Volker Brühl. ù Mit regulatorischen Entwicklungen wie der 4. Anti-Geldwäsche-Richtlinie steigen die Erwartungen an die Institute, ihre Kunden zu kennen und die von ihnen durchgeführten Transaktionen zu verstehen. Es gibt Bedenken hinsichtlich möglicher Auswirkungen der finanziellen Eingliederung und der Folgen für die Institute, entsprechende Risiken vermehrt auf sich zu nehmen (Re-Risking). Der regulatorische Druck wird nicht sinken. Damit entsteht Druck auf die Finanzinstitute, bei steigenden Kosten verstärkt Compliance-Risiken auf sich zu nehmen. Trotzdem sehen laut einer LexisNexis-Umfrage Compliance-Verantwortliche die Notwendigkeit dieser Regelung. So gehört für 86 Prozent die finanzielle Inklusion zu den wichtigsten Themen in ihrem Unternehmen. Sie sei eine Voraussetzung für finanzielle Transparenz, die letztlich einem effizienteren Vorgehen gegen illegale Handlungen diene. ù 6 06 // 2017

NEWS & TRENDS FIRMEN WOLLEN KEINE BESICHERUNG Freiwillig höhere Zinsen zahlen Banken müssen ihr Kreditgeschäft absichern und benötigen Sicherheiten, wenn sie kurzfristige Kredite für laufendes Geschäft ausgeben. Das sehen die Kreditnehmer naturgemäß etwas anders, und 69 Prozent der deutschen Firmen sagen, sie würden lieber mehr unbesicherte Betriebsmittelkredite aufnehmen. Im Gegenzug dafür wäre jedes zweite Unternehmen dann auch zu höheren Zinszahlungen bereit, heißt es im Finanzierungsmonitor von Creditshelf. Gemeinsam mit der TU Darmstadt hat der digitale Kreditmarktplatz mehr als 100 Finanzentscheider aus mittelständischen Unternehmen zur Kreditaufnahme befragt. 50 Prozent mussten ein Drittel ihrer Betriebsmittelkredite mit Sicherheiten unterlegen, 43 Prozent bis zu zwei Drittel und sieben Prozent sogar noch darüber hinaus. In der Industrie liegt der Anteil bei 94 Prozent. Unbesicherte Kredite können den finanziellen Spielraum eines Unternehmens erhöhen. Sie bieten dem Mittelständler Spielraum, um z. B. im Stoßgeschäft vor Weihnachten von Lieferanten-Skonti profitieren zu können und so die Kosten zu senken. ù BANKENAUFSICHT Mehr Zeit für BAIT-Umsetzung Die kreditwirtschaftlichen Spitzenverbände (DK) haben in ihrer Stellungnahme zur Konsultation der BAIT die BaFin um eine eine angemessene Übergangsfrist von einem Jahr für die Umsetzung der „Bankaufsichtlichen Anforderungen an die IT“ gebeten. Durch die Konkretisierung der MaRisk über die BAIT würden einige Vorgaben der Aufsicht für den Einsatz von Informationstechnik erstmalig transparent. Die konkrete Umsetzung der MaRisk in den Instituten könne sich heute im Detail von diesen Vorgaben unterscheiden, da z. B. andere Modelle oder Vorgehensweisen gewählt oder die Erwartungen der Aufsicht anders interpretiert wurden. Des Weiteren beziehen sich die BAIT bereits auf Regelungen der MaRisk, die erst mit der neuen MaRisk-Novelle veröffentlicht werden und folglich heute noch nicht vollständig bekannt und umgesetzt sind, so die Vertreter der deutschen Banken und Sparkassen. ZAHL DES MONATS 113 Mrd. € betrug das Gesamtvolumen der Leasing- und Finanzierungsverträge bei den Herstellerbanken der Autobranche zum Jahresende 2016 – ein historischer Höchststand. DEKABANK Rechtsform bleibt Die DekaBank soll eine Anstalt des öffentlichen Rechts des Bundes bleiben, ein Wechsel der Rechtsform ist nicht geplant. So antwortete die Bundesregierung laut dem Informationsdienst „Heute im Bundestag“ auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Die öffentlich-rechtliche Rechtsform sei für Banken in Deutschland keineswegs unüblich, schließlich sei auch der Träger der DekaBank, der Deutsche Sparkassen- und Giroverband, eine Körperschaft öffentlichen Rechts. ù BARGELDNUTZUNG IN DEUTSCHLAND Nur Bares ist Wahres Die große Mehrheit der Deutschen (84 Prozent) kann sich nicht vorstellen, auf Bargeld zu verzichten. Laut einer internationalen ING-DiBa-Umfrage wollen nur die Italiener (85 Prozent) noch vehementer ihren Scheinen und Münzen treu bleiben. Für die Deutschen gelte weiterhin ‚Nur Bares ist Wahres‘, betonte Chefökonom Carsten Brzeski. Denn auch bei den in den Geldbörsen vorhandenen Mitteln liegen deutsche Verbraucher auf dem Spitzenplatz: 9 von 10 tragen fast immer oder zumindest häufig Bargeld bei sich – der europäische Durchschnitt liegt bei 79 Prozent. Die meisten Verbraucher in Europa sind der Ansicht, dass Zahlungen per Karte, Scheck oder Überweisung nicht die Anonymität von Bargeld bieten. Auch im Hinblick auf die Sicherheit wird Scheinen und Münzen ein besonders hoher Wert beigemessen. Während nur knapp die Hälfte der deutschen Konsumenten bargeldlose Zahlungsvarianten als sicher bewerten, sehen fast acht von zehn die Verwendung von Bargeld als sicher an. Im Gegensatz dazu ist die Differenz in der Sicherheitswahrnehmung beider Zahlungsvarianten im europäischen Durchschnitt deutlich geringer. ù 06 // 2017 7

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