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die bank 06 // 2016

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

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ó FINANZMARKT fi INVESTMENTBANKEN KÖNNEN MINDESTRENDITEN NICHT ERREICHEN ” 1 Eine Eigenkapitalrendite von ca. 12 Prozent steht in Aussicht, 3 bis 5 Jahresausblick ab 2015 ~12 % 9 % 1-2 % +2 % ~7 % 2-3 % 2015 Return on Equity (RoE) Regulatorische „Bremswirkung“ Vor-Maßnahmen des Managements Umsatzwachstum Reform operativer Modelle Strategische Einschnitte Angestrebte Return on Equity (RoE) Quelle: Oliver Wyman 8 diebank 06.2016

FINANZMARKT ó Mit weniger Liquidität leben lernen INVESTMENTBANKING UND ASSET MANAGEMENT Quantitative Easing (QE), die zunehmende Regulierung des Finanzsektors und Veränderungen der Marktstruktur stehen im Mittelpunkt einer tiefgreifenden Verlagerung des Liquiditätsrisikos von Banken hin zu Anlegern. Dies betrifft Asset Manager wie Investmentbanken gleichermaßen. Asset Manager müssen künftig ihre Prozesse und Produktstrategien anpassen und lernen, mit weitaus weniger und teurerer Liquidität sowie mit verschärften Verhaltensregeln zu leben. Christian Edelmann Keywords: Regulierung, Risikomanagement, Asset Management Die zunehmende Regulierung, aber vor allem neue Technologien und ein sich wandelndes Anlegerverhalten beschleunigen an den Rentenmärkten einen Vorstoß in Richtung des elektronischen Handels und des „Agency Tradings“. Für Investmentbanken ist eine Umgestaltung des operativen Modells im Wertpapierhandel erfolgsentscheidend. Einige werden dabei drastische strategische Veränderungen vornehmen müssen. In den nächsten zwei Jahren steht Investmentbanken eine weitere Bilanzverkürzung um etwa 10 Prozent bevor. Regulierungsbedingte Kosten und schwierige Marktbedingungen werden weiterhin die Rentabilität der Investmentbanken beeinträchtigen, wodurch zusätzliche Restrukturierungen nötig werden. Dieser Kapazitätsabbau wird abermals zu geringerer Liquidität am Rentenmarkt führen. Quantitative Easing und das Experimentieren mit negativen Zinssätzen wird die Auswirkungen dieser verminderten Marktliquidität noch verstärken. Aufgrund regulatorischer und buchhalterischer Bedenken behalten z. B. Inhaber von Wertpapieren, die eine Sicherheitsfunktion erfüllen (Collateral), diese länger auf den Büchern. Für die Banken steigen währenddessen jedoch die Kosten der Bestände. Schwindende Liquidität beunruhigt Investoren Besonders große Sorge über die mangelnde Liquidität herrscht an den europäischen Sekundärmärkten. Viele Marktteilnehmer sind hier wenig zuversichtlich, dass sich die Liquiditätslage auf kurze bis mittlere Sicht entspannen wird und befürchten, dass weniger Liquidität das Risiko steigender Geld-Brief-Spannen birgt. Asset Manager sind zwar weiterhin in der Lage ihre Handelsaufträge auszuführen, doch müssen sie mit stärkeren Auswirkungen auf Preise sowie in einigen Fällen mit häufig wechselnden Kontrahenten rechnen. Eine weitere Liquiditätsverknappung droht als Folge neuer Vorschriften und sich überschneidender Regulierungsvorgaben. Obwohl bei der Aufsicht die Sorge über diese Liquiditätsproblematik wächst, wird eher an der bestehenden Regulierung nachjustiert als die Vorschriften für Banken signifikant zu lockern. Dies hängt auch damit zusammen, dass die Regulatoren auf pan-nationaler Ebene uneins über den Umgang mit solchen Herausforderungen sind. Auf diese Weise wird das Liquiditätsproblem nicht gelöst, was dazu führen könnte, dass die Regulierung der Asset Manager in den Mittelpunkt des Interesses rückt. Systemische Risiken werden überschätzt Trotz der negativen Entwicklung an den Finanzmärkten für Schwellenländer und High-Yield-Anleihen bewegten sich die Mittelabflüsse bei Investmentfonds im historischen Rahmen. Anteilrückgaben von 2 bis 6 Prozent während der schlechtesten drei Monate des Jahres 2015 standen liquiden Mitteln aller US- Unternehmensanleihen und High-Yield-Fonds von 5 und 7 Prozent gegenüber. Diese Entwicklung legt den Schluss nahe, dass Asset Manager vorsichtig mit Risiken umgehen und diese navigieren können. Auch wenn die Abflüsse bei einzelnen Fonds deutlich höher waren, kann man argumentieren, dass von Investmentfonds keine systemischen Risiken ausgehen. Asset Manager sollten von Stresstests und strengeren Vorgaben für das Liquiditätsmanagement, je nach Kalibrierung der Anforderungen, wenig zu befürchten haben. Für Investmentfonds sollte hier ihre Anlegerbasis ausschlaggebend sein. In den USA befinden sich circa zwei Drittel der Anlagefonds in Pensionsanlagen von Kleinanlegern, die langfristig investiert werden 06.2016 diebank 9

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