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die bank 06 // 2015

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

ó FINANZMARKT fi

ó FINANZMARKT fi STAATSANLEIHEN-UNIVERSUM IM EURORAUM ” 1 Anteil der ausstehenden Staatsschulden* mit negativer Rendite bzw. Rendite unterhalb des Einlagensatzes (in %) 2000 1800 1600 1400 1200 1000 800 600 400 200 < 0 % < -0,2 % DE 71,8 % 44,5 % FR 54,3 % 14,1 % IT 5,0 % 3,9 % ES 5,3 % 0,7 % NL 52,8 % 18,8 % BE 38,6 % 5,3 % AT 52,9 % 5,5 % PT 7,0 % 0,0 % FI 57,5 % 24,7 % IE 16,7 % 0,0 % < 0 % < -0,2 % SK 52,4 % 0,0 % SL 13,3 % 0,0 % GR 0,0 % 0,0 % LI 5,4 % 0,0 % LT 0,0 % 0,0 % LU 81,0 % 0,0 % CY 0,0 % 0,0 % MT 0,0 % 0,0 % Eurozone 35,9 % 14,2 % 0 IT FR DE ES NL BE AT IE PT FI GR SK SL LU MT CY LI LT Marktvolumen von Staatsanleihen mit Rendite < -0,2% mit negativer Rendite gesamtes Marktvolumen *exkl. T-Bills, inkl. Inflation-linked Bonds Quelle: Bloomberg, AllianzGI Global Capital Markets & Thematic Research. Stand: 20. April 2015. 8 diebank 6.2015

FINANZMARKT ó Ertragsoptimierung im Kontext von Negativrenditen LIQUIDITÄTSMANAGEMENT Ab Oktober 2015 gilt sie, die LCR – die Liquidity Coverage Ratio. Dahinter verbirgt sich eine neue Anforderung an Banken, welche die kurzfristige Widerstandskraft des Liquiditätsprofils stärken soll. Doch was anfänglich eher wie eine Fingerübung erschien, erweist sich im Negativrenditeumfeld als echte Herausforderung. Dieser Beitrag gibt einen Ausblick auf die Renditesituation an den Staatsanleihemärkten, wirft die Frage auf, welches Rentenuniversum noch investierbar ist, und untersucht, wie der Ertrag im LCR-Kontext gesteigert werden kann. Hans-Jörg Naumer | Henning Schneider Keywords: Fristentransformation, Portfoliomanagement, Risikomanagement Unheimlich, still und leise ist der „Klub der negativen Zinsen“ während der letzten Wochen und Monate weiter gewachsen. Schweden und Irland gesellten sich mit in den Reigen derjenigen Länder, deren Staatsanleihen zu weiten Teilen negative Renditen ausweisen. Sicher: Noch haben nicht alle Industrieländer negative nominale Zinsen. In den USA kam es bei den Staatsanleihen jüngst sogar zu einer Entkopplung. Die Europäische Zentralbank (EZB) drückt jedoch mit ihrer quantitativen Lockerung – dem im März eingesteuerten, über 1 Bio. € schweren Quantitative Easing – mit aller Macht auf die Zinsen. Es spricht für sich, wenn zum Stand Ende April 2015 über 70 Prozent der umlaufenden deutschen Staatsanleihen eine negative Rendite aufweisen. Durchschnittlich 44 Prozent der umlaufenden Staatsanleihen liegen dabei noch unter dem EZB-Einlagensatz von -0,2 Prozent. In Frankreich sind es ca. 54 Prozent (14 Prozent). Im gesamten Euroraum liegen ca. 35 Prozent unter der Nullmarke (ca. 14 Prozent unter -0,2 Prozent), wie unser proprietäres QE-Monitoring zeigt ” 1. Der Klub der negativen Zinsen Interessant dabei: Die Lockerung der Geldpolitik ist ein globales Phänomen. Von den seit Anfang des Jahres bereits über 20 Leitzinssenkungen weltweit entfielen mehr als die Hälfte auf die aufstrebenden Staaten. Seit dem Ausbruch der Lehman-Pleite waren es noch deutlich mehr. Saldiert kam es zu über 500 Zinssenkungen, nur die wenigsten Zentralbanken hoben zwischenzeitlich ihre Leitzinsen an. Konsequenz: Die Kapitalmärkte sind von einem nach Rendite suchenden Liquiditätsdruck gekennzeichnet. Nach dem Gesetz der kommunizierenden Röhren bleibt kein Markt vor diesem Liquiditätsdruck, der von den Zentralbanken ausgeht, verschont. Dabei sind die Notenbanken der G3 sicher die bedeutendsten Akteure, auch wenn es hier im Falle der Fed mittlerweile zu einer Absetzbewegung kommt. Deren Aufkaufprogramm für Wertpapiere wurde beendet. Zinsanhebungen noch in diesem Jahr sind nicht ausgeschlossen. Was aber so oder so bleibt, sind die Berge an Staatsanleihen, welche die drei Zentralbanken bereits gekauft haben (Federal Reserve und Bank of England) oder zukünftig noch kaufen werden (EZB und Bank of Japan). Mit Blick auf die Bilanz der US-Notenbank ist festzustellen, dass die Fed mittlerweile zum größten Gläubiger der USA geworden ist. Mit knapp 2,5 Bio. US-$ an US-Staatsanleihen oder knapp 20 Prozent der Fed-Bilanz übertrifft sie damit deutlich die US- Treasury-Bestände von China und Japan (jeweils ca. 1,2 Bio. US-$ per Ende 2014). Doch nachdem die Fed ihre milliardenschweren Anleihekäufe im Oktober 2014 beendet hat, scheidet sie als potenzieller Käufer aus – wenngleich durch Umschichten bestehender Staatsanleihen der Bestand an US-Treasuries nicht sinkt. Ähnlich sieht es in Japan aus, denn die Bank of Japan (BoJ) hält per Ende 2014 ca. 20 Prozent aller ausstehenden japanischen Staatsanleihen. Das sind umgerechnet fast 210 Bio. ¥. Doch anders als bei der Fed oder der Bank of England läuft das Anleiheaufkaufprogramm der BoJ bis dato unvermindert weiter, mit jährlichen Käufen in Höhe von 80 Bio. ¥ (ca. 150 Mrd. €). Bis Ende 2015 dürfte daher der Anteil der aufgekauften Vermögenswerte auf über 60 Prozent des BIP ansteigen. Mit der Europäischen Zentralbank betritt nun im Kontext der quantitativen Lockerung eine weitere Zentralbank als Käuferin von Staatsanleihen die Bühne. Zuletzt waren es primär die Kreditinstitute der einzelnen EWU-Länder gewesen, die im Zuge 6.2015 diebank 9

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