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die bank 05 // 2018

die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

BERUF & KARRIERE gen auf

BERUF & KARRIERE gen auf das Unternehmensgeschehen? Denn, fragt Weegen, „was heißt innere Kündigung? Leistungsschauspielerei und larvierte Leistungsverweigerung.“ Der Schweizer Psychotherapeutin und ehemaligen Professorin für Psychologie an der Universität Zürich Dr. Verena Kast zufolge, tritt Ärger fast immer auf, wenn jemandem der Respekt versagt wird. Oder wenn sich jemand ausgenutzt vorkommt: „Dieser Aspekt des Angriffs auf das Selbstkonzept ist heute zentral wichtig geworden. Wir ärgern uns vor allem dann, wenn wir uns in unserer Integrität nicht gesehen, nicht respektiert fühlen und wir dann das Gefühl haben, wir müssten unsere Grenzen neu bestimmen, neu setzen und dafür sorgen, dass sie auch respektiert werden.“ Was das praktisch heißt, beschreiben Andreas Krebs und Paul Williams in einer Textpassage ihres Buches „Die Illusion der Unbesiegbarkeit“: Nach einem schweren Schlaganfall nahm dessen Frau Catherine von Fürstenberg-Dussmann für den ernsthaft erkrankten Unternehmensgründer Peter Dussmann das Heft in die Hand. Die Dussmann Group beschäftigt 63.500 Mitarbeiter in 18 Ländern und erzielt einen Milliardenumsatz. Kerngeschäft sind Services wie Catering, Sicherheitsdienst, Gebäudetechnik und Gebäudereinigung. Um das Unternehmen besser kennenzulernen, arbeitete sie inkognito mehrere Wochen in ihrem eigenen Unternehmen, getarnt als Putzfrau, Küchenhilfe, Pflegekraft und Autoaufbereiterin. Das Wertegerüst der Organisation hinterfragen Zwei besonders eindrückliche Erlebnisse, erzählte sie Krebs und Williams, verrieten ihr, wie es um das Wertegerüst der Topmanager bestellt war. Nach einer langen Nacht begegnete sie, noch als Putzfrau getarnt, auf dem Flur im 7. Stock der eigenen Dussmann- Hauptverwaltung dem damaligen CEO und CFO. Sie musste den beiden, die raumgreifend über den Flur steuerten, ausweichen. Sie grüßte, wurde jedoch komplett ignoriert, niemand hat sie gegrüßt. Für das Topmanagement war sie schlicht nicht existent. Nicht anders ging es » Mauert die Belegschaft bei der betrieblichen Anpassung an das innovatorisch Notwendige, dann deutet das zuallererst auf mangelnde Sozialkompetenz im internen Umgang von oben nach unten hin. « ihr, als sie bei einem Kunden den Boden der Tiefgarage reinigte. Sie habe regelrecht hinund herspringen müssen, um nicht von den vorbeirauschenden Porsches und Mercedes der Manager überfahren zu werden, erinnert sie sich. Keiner grüßte, keiner sprach mit ihr. Auch hier existierte sie einfach nicht. Diese Erlebnisse wundern den langjährigen Psychiater am Psychiatrischen Krankenhaus in Hall in Tirol und heutigen Lehrbeauftragten für Humanethologie (auf den Menschen bezogene Verhaltensforschung) am Institut für Psychologie der Universität Innsbruck Dr. Gerhard Medicus wenig: „Machtakkumulation kann zu einer Veränderung der Selbstwahrnehmung führen und Selbstüberschätzung begünstigen. Infolgedessen nehmen viele Chefs oder Ranghohe die Abhängigkeit ihrer Erfolge von anderen Menschen nicht wahr und entfalten ihren Machtbereich so, als wäre er ihr persönliches Eigentum und Verdienst. Wenn persönlicher Narzissmus, Kränkbarkeit und Rechthabebedürfnis eines ranghohen Mitglieds einer Gruppe im Vordergrund stehen, können die eigentlichen Ziele und Aufgaben der Gruppe in den Hintergrund treten.“ Für Weegen „ein Entwicklungsgang, der bei der enormen Herausforderung durch die Transformation unbedingt verhindert werden sollte.“ Aus seiner wie Erfahrung ist „wertschätzendes Führungshandeln eine in ihrer Wirkung auf das betriebliche Leistungs- und Innovationsvermögen deutlich unterschätzte Empowerment-Maßnahme zur Freisetzung, Förderung und Stärkung der Mitarbeiterpotenziale. Die Notwendigkeit zur disruptiven Neuorientierung verlangt eine dem Neuen gegenüber aufgeschlossene, initiativstarke Belegschaft. Der Aspekt der Wertschätzung sollte deshalb bei dem Bemühen, die betriebliche Selbsterneuerungsfähigkeit aufzubauen und zu fundieren mehr in den Blick genommen werden.“ Autor Hartmut Volk, Diplom-Betriebswirt, bearbeitet seit 30 Jahren als freier Journalist an der Schnittstelle von Wirtschaft und Wissenschaft Themen aus dem Bereich der Unternehmensführung für Fachzeitschriften und Tageszeitungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. 70 05 // 2018

PERSONALIEN Personalien VERBÄNDE / AUFSICHT Bankenverband Nordrhein-Westfalen e. V., Düsseldorf. Der ehemalige Geschäftsführer Franz-Josef Arndt feierte am 8. Mai seinen 65. Geburtstag. Bundesbank, Frankfurt am Main. Burkhard Balz (48) aus Stadthagen wird neuer Bundesbank-Vorstand. Dort tritt er die Nachfolge von Dr. Andreas Dombret an, der in den Ruhestand geht. Balz ist gelernter Bankkaufmann mit Studium der Rechts- und Staatswissenschaften. Seit 2009 sitzt der frühere Abteilungsdirektor und Firmenkundenbetreuer der Commerzbank in Hannover für die CDU im Europa-Parlament. PRIVATES BANKGEWERBE Aareal Bank AG, Wiesbaden. Der Aufsichtsrat hat den Vorstandsvertrag von Hermann J. Merkens vorzeitig verlängert und ihn für weitere fünf Jahre, bis April 2024, zum Vorstandsvorsitzenden bestellt. Der 51-jährige Merkens ist seit 2003 Mitglied und seit 2015 Vorsitzender des Vorstands und zugleich Finanzvorstand der Aareal. Auch der Vertrag von Chief Risk Officer Christiane Kunisch-Wolff wurde verlängert und läuft nun bis März 2024. Kunisch-Wolff (51) gehört dem Vorstand seit 2016 an, sie verantwortet das Risikocontrolling sowie die Bereiche Compliance und Regulatory Affairs. Bankhaus B. Metzler seel. Sohn & Co., Frankfurt am Main. Mitte des Jahres wird Friedrich von Metzler aus der Geschäftsleitung des Bankhauses und aus dem Vorstand der Metzler-Holding ausscheiden. Der 75-Jährige wird dem Unternehmen aber als persönlich haftender Gesellschafter des Bankhauses erhalten bleiben. Friedrich von Metzler war 1969 nach seiner Ausbildung in die Bank eingetreten und wurde 1971 persönlich haftender Gesellschafter. Der Gesellschafterausschuss der Holding hat beschlossen, zum 1. Juni drei neue Mitglieder in den Partnerkreis, das Führungsgremium der Metzler-Gruppe, zu berufen. Kim Comperl (52, Foto oben) verantwortet künftig das Kerngeschäftsfeld Corporate Finance. Der M&A-Spezialist verfügt über 26 Jahre Berufserfahrung und war in leitenden Positionen bei Dresdner Kleinwort und der HSBC in Frankfurt am Main und London tätig. Mario Mattera (41, Foto Mitte) ist seit 2002 bei Metzler und leitet seit 2014 den Bereich Fixed Income/Forex im Kerngeschäftsfeld Capital Markets. Er verantwortet die Sales- und Trading-Einheiten, die Aktiv-/Passiv-Steuerung der Gruppe sowie das Currency-Management der Bank. Darüber hinaus ist er ständiges Mitglied im Kreditausschuss des Bankhauses. Dr. Marco Schulmerich (47, Foto unten) arbeitet seit 2005 bei Metzler. Seit 2013 ist er Geschäftsführer der Metzler Asset Management GmbH und primär zuständig für die Abteilung Institutional Sales. Zudem verantwortet er die gesamte Projekt- und IT-Koordination im Asset Management und ist ständiges Mitglied im Kreditausschuss des Bankhauses. Bankhaus Lampe KG, Düsseldorf. Klemens Breuer (50, Foto) hat am 1. April die Funktion des Sprechers der persönlich haftenden Gesellschafter übernommen und folgt in dieser Position auf Prof. Dr. Stephan Schüller (65), der wie geplant Ende März ausgeschieden ist. Breuer, seit November 2017 persönlich haftender Gesellschafter der Privatbank, verantwortet den Unternehmensbereich Gesamtbanksteuerung, Asset Management, Privat- und Firmenkunden. Mit Wirkung zum 1. Januar wurde Ute Gerbaulet (49) zur persönlich haftenden Gesellschafterin bestellt. Sie verantwortet den Unternehmensbereich Corporate Finance und Kapitalmarktgeschäft. Zum 29. März hat Markus Bolder (54) die aufsichtsrechtliche Zustimmung zur Bestellung zum persönlich haftenden Gesellschafter erhalten. Er verantwortet nun den Unternehmensbereich Produktion und Risikosteuerung und folgt damit auf Werner Schuster (64), der wie geplant zum Jahresende 2017 als persönlich haftender Gesellschafter ausgeschieden war. Comdirect bank AG, Quickborn. Frauke Hegemann (Foto) verstärkt seit dem 1. April das Management. Die 42-Jährige wird neben den Bereichen Kundenmanagement und Personal auch Recht, Datenschutz & Organisation, Informationssicherheit & Outsourcing-Steuerung sowie die Baufinanzierung und Vorsorge verantworten. Darüber hinaus ist geplant, dass sie Mitglied in den Aufsichtsräten der ebase GmbH, der onvista media GmbH und der onvista AG wird. Ihren neuen Aufgaben wird sie bis zum Wirksamwerden ihrer Vorstandsbestellung als Generalbevollmächtigte nachgehen. Bislang war sie als Bereichsleiterin und Head of Private Investors & Family Offices der Commerzbank AG in Frankfurt tätig. Bei comdirect folgt Hegemann auf Martina Palte, die ihr Mandat als Kundenmanagement- und Personalvorstand Ende März niederlegt hat und im September zur Berliner Volksbank wechselt. Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main. Der Vorstand ernannte Frank Kuhnke zum Chief Operating Officer (COO). Der 51-Jährige leitet den Technologiebereich und die zentrale Betriebsorganisation und ist damit auch verantwortlich für Informationssicherheit, Datenmanagement, digitale Transformation und Corporate Services. Zudem wurde er zum Generalbevollmächtigten der Bank ernannt. Kuhnke trat die Nachfolge von Kim Hammonds an, die das Unternehmen zur Hauptversammlung verlassen hat. Deutsche Kreditbank AG, Berlin. Jan Walther (46, Foto) ist seit dem 1. April neuer Finanzvorstand. In seine Zuständigkeit fallen u. a. auch die Ressorts Compliance, Prozesse sowie Datenschutz und Sicherheit. Walther kam 2003 von KPMG und ist bereits seit über drei Jahren Generalbevollmächtigter der DKB. Der Betriebswirt und Diplom-Kaufmann gehört seit 2016 der Leitung des Bereichs Kreditanalyse und Votierung an und führte zuvor seit 2008 den Bereich Finanzen. Walthers Vorgänger, Rolf Mähliß (64), hatte sich Ende März in den Ruhestand verabschiedet. AUSLANDSBANKEN BKS Bank AG, Klagenfurt. Wolfgang Mandl scheidet aus privaten Gründen zum Jahresende aus dem Vorstand aus. Ab September wird Alexander Novak, bislang Leiter der Direktion Slowenien, neues Vorstandsmitglied. Er wird vor allem für das Auslandsgeschäft verantwortlich zeichnen. Das Mandat der Vorstandsvorsitzenden Dr. Herta Stockbauer ist um weitere fünf Jahre verlängert worden. Sie wird nach dem Ausscheiden von Wolfgang Mandl neben dem Firmenkundengeschäft auch das Privatkundengeschäft der Bank im Inland verantworten. Standard Chartered, Frankfurt am Main. Stephan Schrameier (44) verstärkt die Bank seit Anfang April als Head of Financial Markets Continental Europe und Head of Financial Market Sales Continental Europe. In dieser Funktion ist er für den Ausbau der Financial Markets-Aktivitäten der Bank in Kontinentaleuropa verantwortlich. Stephan Schrameier verfügt über langjährige Expertise in der Entwicklung und dem Vertrieb von Kapitalmarkt- und Treasury- Lösungen für Unternehmenskunden und den Öffentlichen Sektor. Er kommt von der Deut- 05 // 2018 71

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