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die bank 05 // 2017

die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

News & Trends MARKTREIFE

News & Trends MARKTREIFE IN DREI BIS FÜNF JAHREN Potenzial der Blockchain Die Blockchain-Technologie wird die digitale Transformation der Geschäftsmodelle unterstützen und immer stärker Einzug in die Finanzbrache halten. Diese benötigt dadurch weniger Intermediäre, denn Transaktionen können dank Blockchain direkt zwischen den Beteiligten abgewickelt werden, berichten die Berater von Roland Berger in einer aktuellen Studie. „Blockchain wird die Art, wie weltweit Geschäfte gemacht werden, verändern“, prognostiziert Wolfgang Hach. Durch den Verzicht auf Intermediäre und eine hohe Automatisierung der Prozesse könnten Kreditinstitute Kosten sparen und neue Geschäftsmodelle entwickeln. Ebenso könnten durch die Blockchain-Technologie weltweit neue Kunden gewonnen werden, die bislang keine Bankkonten hatten. Sind erst einmal einheitliche Standards definiert, sei die Marktreife in drei bis fünf Jahren realistisch. ù Die Blockchain-Technologie lässt den Verlauf von Transaktionen lückenlos und sicher nachvollziehen. Außerdem sind automatisierte Vertragsabwicklungen möglich. DATENSICHERHEIT Kunden vertrauen ihrer Bank HOSPITIERENDE BERATER Struktur ausbaufähig Eine Umfrage des Bankenverbands zum 21. Deutschen Bankentag belegt, dass sechs von zehn Befragten ihre Daten bei den Banken vor missbräuchlichem Zugriff Dritter gut oder sehr gut geschützt glauben. FinTechs trauen nur 17 Prozent einen sicheren Umgang mit persönlichen Daten zu, Unternehmen wie Amazon und Facebook sogar nur 10 Prozent. Nur drei Prozent der Deutschen wären aktuell bereit, für Bankdienstleistungen zu den Internetriesen zu wechseln. Die Verbraucher beweisen sich in Sachen Datensicherheit zunehmend sensibilisiert. Mehr als zwei Drittel haben ein „ungutes Gefühl“, wenn sie im Internet bei einem Bestellvorgang ihre persönlichen Daten angeben müssen. Ein Fünftel der Deutschen vermeidet solche Angaben im Internet völlig. Falls Unternehmen wie Google, Amazon oder Facebook Bankdienstleistungen anbieten würden, würde ich mit meinen Bankgeschäften dahin ... 2 Quelle: Bankenverband / GfK; Februar 2017; Angaben in Prozent. Dabei spielen die Angst vor Datenmissbrauch und die Verunsicherung aufgrund bekannt gewordener Internetbetrügereien eine große Rolle. Umso wichtiger ist es, den Vertrauensvorsprung der Banken zu verteidigen. „Das Vertrauen der Kunden ist ein hohes Gut – und eine gute Basis für den weiteren Ausbau digitaler Angebote der Banken“, sagte Bankenpräsident Hans-Walter Peters im Rahmen des Bankentags. ù 3 95 wechseln nicht wechseln weiß nicht / k. A. Anstelle von Fragebögen oder Testkäufern schickte die QIDF Hospitanten in die Banken, um genauere Erkenntnisse über die Beratungsqualität und andere Herausforderungen im Filialvertrieb zu analysieren. 1000 Testtage verbrachten die Qualitätsmanager der Unternehmensberatung in den Filialen von Regionalbanken und stellten fest, dass vor allem die Altersstruktur der Kunden in vielen Fällen bedenklich ist: Jeder zweite Filialkunde stammte aus der Gruppe „Ü66“. Die Kundengespräche selbst sind meist wenig strukturiert, ziehen sich unnötig in die Länge und führen nur selten zu Lösungen oder einem Abschluss. Außerdem erschwert die fehlende Struktur und Effizienz der Gesprächsführung eine mögliche Digitalisierung des Prozesses. Das Problem: Solche Fehlentwicklungen fußen meist auf Versäumnissen in der Vergangenheit und werden heute nur deshalb deutlich, weil sich der Rest der Welt weitergedreht habe, so die Gesellschaft für Qualitätsentwicklung in der Finanzberatung in ihrer Analyse der Echtberatung. ù 6 05 // 2017

NEWS & TRENDS ZAHLUNGSSTRÖME BEQUEM LEITEN Die Technik kann noch mehr Der Verbreitungsgrad und die Professionalisierung von Cash- Management-Systemen nimmt weiter zu, zeigt eine zweite Studie der Commerzbank und der Fachhochschule des Mittelstands (FHM). 40 Prozent der mittelständischen Unternehmen verfügen bereits über eine leistungsstarke Software zur Optimierung von Zahlungsströmen, sechs von zehn Befragten greifen dabei auf Angebote der Banken zurück. Cash-Management-Systeme steuern zunehmend mehr Betriebe und Bankverbindungen, nämlich durchschnittlich acht (statt fünf im Jahr 2015). Die Hälfte der Systeme unterstützt das Controlling mit Auswertungsberichten, ein Viertel die Erstellung von E-Rechnungen. Die Systeme reduzieren die Transaktionskosten und erleichtern die Steuerung der Finanzen. Ihre Effizienz steigt dabei mit ihrer Nutzungsbreite, und die wird im Zug der Digitalisierung weiter wachsen, davon gehen 69 Prozent der Befragten aus. Nur gut ein Viertel glaubt aber, dass ein Cash-Management-System künftig selbständige Dispositionsentscheidungen treffen wird. Die Betriebe wollten lieber weiter selbst entscheiden, wann und an wen überwiesen wird. ù ZAHL DES MONATS 145 Mrd. US-$ betrugen die chinesische Direktinvestitionen im Ausland zuletzt, erste Zielregion dabei: die EU, berichtet DIW Berlin. Immer lauter werden Forderungen nach einem besseren Zugang europäischer Investoren zum chinesischen Markt. DEUTSCHE BANK LEGT VOR Bezahlen mit dem Handy Kunden der Deutschen Bank können ab sofort ihr Smartphone als Geldbörse einsetzen, vorausgesetzt, sie nutzen ein Gerät mit Android-Betriebssystem. AUS DER BANKENAUFSICHT Warnung vor negativen Research-Berichten Die BaFin erneuert ihren Anlegerhinweis vom letzten Mai, vor Transaktionen zu prüfen, ob die in Informationen in Research-Berichten wirklich zutreffend sind. Es ist immer möglich, dass negative Research-Berichte von Personen veröffentlicht werden, die selbst bereits Leerverkaufspositionen in den Finanzinstrumenten halten und auf fallende Kurse setzen. Führen die Berichte tatsächlich zu sinkenden Kursen, profitieren die Verbreiter dieser Meldungen. Auch wenn Interessenkonflikte in Disclaimern offengelegt werden müssen, sollten Anleger die Motive für die Veröffentlichung negativer Berichte in jedem Fall hinterfragen, raten die Finanzaufseher. Grundsätzlich sollten sich Anleger nicht nur auf eine Informationsquelle verlassen, sondern sich möglichst umfassend über Finanzinstrumente und deren Emittenten informieren. INVESTOREN-REPORTING Mehr Information für die Crowd Einheitliche Richtlinien fürs Reporting haben sich die 21 Plattformen des Bundesverbands Crowdfunding auferlegt. So sollen die Investoren schneller und transparenter über den Stand ihrer Beteiligungen informiert werden und bei allen Mitgliedsplattformen die gleiche regelmäßige Kommunikation über unternehmens- und projektrelevante Daten erhalten. Die Richtlinie sieht vor, dass die Unternehmen und Projektträger halbjährlich an ihre Investoren berichten, spätestens 90 Kalendertage nach Jahresende. Für alle Angebote, die seit Jahresbeginn auf die Mitgliedsplattformen gelangten, sind die neuen Standards bereits bindend. Die Plattformen verpflichten die Vertragspartner, Erfolge, Herausforderungen und außerordentliche Ereignisse an die Investoren zu berichten. Das gemeinsame Anliegen sei es, den Schutz der Kleinanleger im Crowdfunding zu optimieren, dabei gehe man sogar über die gesetzlichen Vorgaben hinaus, teilte der Verband mit. Bei Summen bis 25 € reicht es aus, das Smartphone ans Kassenterminal zu halten, bei höheren Beträgen wird die PIN fällig. Die Zahlung wird über die hinterlegte Mastercard des Kunden abgebucht. Karteninformationen werden dabei nicht übertragen. ù 05 // 2017 7

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