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die bank 05 // 2016

die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

ó BERUF & KARRIERE

ó BERUF & KARRIERE Banker-Karrieren Aufsteiger: Von der Bundesliga in die Regionalliga Für Außenstehende mag es wie ein Abstieg wirken. Für Rainer Neske könnte es jedoch ein Aufstieg nach dem Ausstieg werden. Als Privatkundenvorstand der Deutschen Bank hatte der 51-Jährige bis letzten Sommer im größten deutschen Institut gearbeitet. Am 1. Juli wird der Westfale als Vorstand zur Landesbank Baden-Württemberg wechseln und im November an deren Spitze Hans-Jörg Vetter beerben. Nach einem Vierteljahrhundert in der Banken-Bundesliga, die er im Streit um die richtige Strategie verlassen hatte, zieht es den dreifachen Vater in die Regionalliga. Kurzzeitig hatte der Banker gar damit geliebäugelt, die Karriere in der Finanzwelt vollständig aufzugeben. Bei der auf Firmenkunden spezialisierten LBBW hofft er, zu den langfristig orientierten Wurzeln des Bankgeschäfts zurückkehren zu können. Die hatte der Diplom-Informatiker bei der Deutschen Bank mit ihrer zunehmend kurzfristig geprägten Händlerkultur zuletzt wohl vermisst. Bei der durch die Finanzkrise schwer gebeutelten größten deutschen Landesbank kann Neske nach der Sanierung durch Vetter eine neue Phase gestalten. Einsteiger: Vom Tierarzt zur Bank Die Turbulenzen in der Bankbranche haben Leonie Bock kein Kopfzerbrechen bereitet, als sie sich 2014 für eine Banklehre bewarb. Als dann noch ihr Wunsch- Arbeitgeber, das mittelständische Bankhaus C. L. Seeliger in Wolfenbüttel, zusagte, blieb ohnehin kein Raum für Bedenken. Drei Tage lässt die Privatbank Bewerber zur Probe arbeiten. Schon in dieser kurzen Zeit fühlte sich die heute 21-Jährige bestätigt. Das gute Arbeitsklima, die herzliche familiäre Atmosphäre, die Rückendeckung der Kollegen und auch das breite Aufgabenspektrum empfindet die Niedersächsin bis heute als wohltuend und motivierend. Nach ihrer zweieinhalbjährigen Lehre will die Auszubildende noch einen Bankfachwirt an der Frankfurt School of Economics draufsatteln. Ihrem ursprünglichen Berufswunsch Tierärztin trauert sie längst nicht mehr hinterher. Im Gegenteil. Erst während der später abgebrochenen Lehre als Tierarzthelferin entdeckte Bock ihr Faible für das Kaufmännische. Aussteiger: Vom Banker zum Brauer Schon während der Schulzeit entwickelt der Hamburger Martin Schupeta ein großes Faible für Lateinamerika. Da kam die Banklehre bei der Dresdner Bank Lateinamerika gerade recht. Während der Ausbildung und später als Assistent des Portfoliomanagers besucht Schupeta auch Repräsentanzen des Spezialinstituts, u. a. in Buenos Aires. Schließlich sattelt er noch ein Wirtschaftsstudium drauf, geht zur HSBC in Düsseldorf und betreut mittelständische Kunden im Rheinland. Im Kontakt mit den Unternehmen lernt der junge Mann, was ihn eigentlich viel mehr fasziniert. „In der Bank ist man letztlich ein Verkäufer austauschbarer Produkte. Ich wollte aber lieber etwas Eigenes auf die Beine stellen“, sagt der heute 37-Jährige. Mit seiner Freundin gründet der Banker 2013 eine Mikrobrauerei, testet erste Rezepte am heimischen Herd. Noch lässt er das Spezialbier abfüllen, sucht aber nach Investoren für die eigene Braustätte. Unter dem Label „Von Freude“ verkauft das Start-up das derzeit angesagte Craft Beer an Gastronomie und Einzelhändler. Für die Freiheit, „die Dinge so zu machen, wie ich es für richtig halte“, nimmt er den Abschied von der sicheren Existenz in Kauf. Umsteiger: Lieber Arzt als Patient Ein Vierteljahrhundert hat E. Tapani Hänninen Karriere in der Finanzwelt gemacht, arbeitete im gehobenen Vermögensmanagement. Im Januar 2016 wechselte der Finne zu Bridge IMP. Dort vermittelt der 48-Jährige Interim- Manager und wird die Bereiche Banken, Finanzdienstleistungen, Private Equity sowie IT betreuen und ausbauen. „Ich will lieber Arzt als Patient sein“, bringt es der sportbegeisterte Manager etwas flapsig auf den Punkt. Mit der kränkelnden Bankenwelt hadert der Vater von drei Kindern schon länger. 2013 verließ er die Berenberg Bank, um wenig später bei einem freien Vermögensverwalter zu beginnen. Als Grund für den Wechsel gab Hänninen damals die zunehmende Standardisierung und den steigenden Margendruck im Bankvertrieb an. 70 diebank 05.2016

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