Aufrufe
vor 1 Jahr

die bank 05 // 2016

die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

ó BERUF & KARRIERE fi

ó BERUF & KARRIERE fi BESCHÄFTIGTE IM KREDITGEWERBE ” 1 per 31.12. Private Banken und Bausparkassen Sparkassen Landes-/Förderbanken, öffentl. Bausparkassen, Spezialinstitute Volks- und Raiffeisenbanken, Sparda-Banken Gesamtes Kreditgewerbe Bundesbank 1991 254.400 281.350 38.600 170.450 744.800 18.250 1992 257.750 284.150 47.150 175.100 764.150 18.000 1993 257.250 287.750 49.450 178.600 773.050 17.650 1994 256.550 291.150 48.950 182.800 779.450 17.150 1995 252.700 290.050 49.650 185.850 778.250 16.350 1996 246.000 288.450 51.100 184.250 769.800 16.000 1997 245.950 288.400 51.700 182.100 768.150 15.900 1998 248.400 287.650 52.050 181.250 769.350 15.900 1999 251.400 282.150 57.500 180.600 771.650 15.900 2000 252.750 283.450 57.950 180.400 774.550 15.900 2001 249.000 282.850 59.250 178.200 769.300 16.300 2002 237.400 278.800 58.800 176.200 751.200 15.850 2003 218.300 271.900 57.100 174.700 722.000 14.600 2004 210.300 265.400 56.750 170.300 702.750 13.400 2005 205.350 260.800 58.600 168.300 693.050 12.750 2006 199.850 257.000 57.300 167.150 681.300 12.250 2007 202.400 253.700 57.880 166.470 680.450 11.650 2008 201.000 251.400 57.500 165.100 675.000 11.300 2009 192.850 249.600 56.600 163.950 663.000 11.150 2010 189.700 248.150 56.500 163.350 657.700 11.050 2011 187.150 245.950 56.600 163.850 653.550 10.850 2012 183.100 244.900 55.400 165.550 648.950 10.800 2013 180.750 244.000 54.700 166.100 645.550 10.800 2014 180.900 240.100 54.000 165.050 640.050 10.850 Quelle: AGV Banken. 64 diebank 05.2016

BERUF & KARRIERE ó Wie das Kaninchen vor der Schlange KARRIEREKNICK Seit der Finanzkrise ist die Zahl der Mitarbeiter in der Finanzbranche um gut 40.000 gefallen. Und der Exodus geht weiter. Deutsche Bank und Hypo haben einen massiven Personalabbau angekündigt. Auch die Kreditgenossen und in Deutschland ansässige ausländische Institute wie die schwedische SEB ziehen nach. Wo kommen die Mitarbeiter unter? Wer hat gute Chancen, wer eher schlechte? Wie begehrt sind die Finanzexperten für Interim-Jobs? Was bieten Zeitarbeitsfirmen? Wie gelingt der Aufbruch nach dem Umbruch? Eli Hamacher Keywords: Personalabbau, Umbruchsituationen, Arbeitsplatz Bank „In den letzten Wochen habe ich schon gemerkt, dass da etwas in der Luft lag.“ – „Ich hätte doch erkennen müssen, dass ich nicht Zeit meines Arbeitslebens auf der Position sitzen bleiben konnte, dass ich mich frühzeitig um eine neue Position hätte bemühen müssen.“ – „Freunde und Bekannte haben gesagt: „In deiner Position, mit deinem CV, da müssten doch die Leute Schlange stehen vor deinem Haus.“ – „Meine Kontakte, die ich immer als besonders gut interpretiert hatte, erwiesen sich als Rohrkrepierer.“– „Sobald der Fisch aus dem Wasser ist, fängt er an zu riechen. Und jetzt bist du ja schon acht Monate ohne Job. Da fragen sich die anderen: ‘Warum hat den denn noch keiner weggefischt? Mit dem muss was nicht in Ordnung sein’.“ Solche und ähnliche Sätze hat Claus Verfürth in Interviews mit geschassten Führungskräften häufig gehört. Für seinen Arbeitgeber, die Karriereberatung von Rundstedt, erstellte der Ex- Banker gemeinsam mit der Hochschule Fresenius und der HPO Research Group eine Studie zu beruflichen Umbrüchen. Die Situation vergleicht der Manager mit einem Gewitter. 1 „Zunächst ziehen dunkle Wolken auf, bevor der Blitz einschlägt. Es folgen die Ruhe vor dem Sturm, ein langer, dunkler Regen und schließlich brechen die Wolken auf.“ Der Blitz trifft Banker zurzeit häufig. Die Zahl der Kreditinstitute ist allein zwischen 2007 und 2014 in Deutschland von 2.277 auf 1.990 zurückgegangen, errechnete die Deutsche Bundesbank. Im selben Zeitraum schlossen 4.530 Filialen, es blieben noch gut 35.300. Durch Schließungen und internen Personalabbau verloren laut Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes in der gesamten Kreditbranche gut 40.000 Mitarbeiter ihren Job. Ein Ende der Misere scheint nicht in Sicht. Die schon lang anhaltende Niedrigzinsphase sowie hohe Regulierungsund Personalkosten zwingen zu tiefen Einschnitten. Schon Anfang 2013 hatte Commerzbank-Chef Martin Blessing den Abbau von bis zu 6.000 Stellen bis 2016 angekündigt. Der Abbau verlaufe planmäßig. Daher blieben betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2016 ausgeschlossen, lässt der Branchenzweite wissen. Seit Ende 2015 geht es Schlag auf Schlag. „Wir müssen jetzt reagieren, bevor es uns erwischt“, sagt Theodor Weimer, Chef der HypoVereinsbank, als er Mitte November 2015 ankündigt, weitere 1.200 Arbeitsplätze in den kommenden drei Jahren zu streichen. Einschließlich des seit Ende 2014 bereits umgesetzten Abbaus reduziert sich die Mitarbeiterzahl bis Ende 2018 somit um 2.900 Vollzeitstellen. Gleichzeitig kündigt die Konzernmutter der HVB, die italienische Großbank Unicredit, in Mailand den Abbau von 18.000 Jobs an. Nach Bekanntwerden von Milliardenverlusten hatte die Deutsche Bank bereits Ende Oktober mitgeteilt, 9.000 Stellen davon 4.000 in Deutschland zu streichen, 200 Filialen zu schließen und sich aus zehn Ländern zurückzuziehen. Insgesamt kostet das Restrukturierungsprogramm 3 bis 3,5 Mrd. €. Seit November laufen die Verhandlungen mit dem Betriebsrat. Anfang Februar 2016 zieht die schwedische SEB nach. Um das Geschäft zu bündeln und die Effizienz zu steigern, schließt die Deutschland-Tochter ihre Standorte in Hamburg und Düsseldorf. Bis zu zehn Prozent ihrer insgesamt rund 700 Stellen fallen weg. Doch nicht nur im privaten Bankenlager kreist der Rotstift. Mitte Februar wird bekannt, dass durch den geplanten Zusammenschluss der genossenschaftlichen Spitzeninstitute DZ Bank und WGZ Bank bis 2019 voraussichtlich 700 Vollzeitkräfte nach Hause gehen müssen. Mit Informationen über Details zum Personalabbau sowie Programmen, wie sie die betroffenen Mitarbeiter unterstützen, 05.2016 diebank 65

die bank

die bank 01 // 2019
die bank 02 // 2019
die bank 03 // 2019
die bank 04 // 2019
die bank 05 // 2019
KINOTE 01.2019
die bank 06 // 2019
diebank 07 // 2019
diebank 08 // 2019
diebank 09 // 2019
die bank 01 // 2018
die bank 02 // 2018
die bank 03 // 2018
die bank 04 // 2018
die bank 05 // 2018
die bank 06 // 2018
die bank 07 // 2018
die bank 08 // 2018
die bank 09 // 2018
die bank 10 // 2018
die bank 01 // 2017
die bank 02 // 2017
die bank 03 // 2017
die Bank 04 // 2017
die bank 05 // 2017
die bank 06 // 2017
die bank 07 // 2017
die bank 08 // 2017
die Bank 09 // 2017
die bank 10 // 2017
die bank 01 // 2016
die bank 02 // 2016
die bank 03 // 2016
die bank 04 // 2016
die bank 05 // 2016
die bank 06 // 2016
die bank 07 // 2016
die bank 08 // 2016
die bank 09 // 2016
die bank 10 // 2016
die bank 11 // 2016
die bank 12 // 2016
die bank 01 // 2015
die bank 02 // 2015
die bank 03 // 2015
die bank 04 // 2015
die bank 05 // 2015
die bank 06 // 2015
die bank 07 // 2015
die bank 08 // 2015
die bank 09 // 2015
die bank 10 // 2015
die bank 11 // 2015
die bank 12 // 2015

© die bank 2014-2018