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die bank 05 // 2016

die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

IT & Kommunikation

IT & Kommunikation Trends TECHNOLOGIETREND IoT als Modernisierungsfaktor ó Das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) gilt derzeit als heißester Technologietrend. Morgan Stanley etwa prognostiziert, dass in den nächsten fünf Jahren nicht weniger als 75 Milliarden intelligente Geräte miteinander über das IoT kommunizieren werden. Experten gehen von einer weltwirtschaftlichen Wertschöpfung von fast 2 Bio. US-$ aus. Jedoch sind die Unternehmen noch nicht vollständig für diesen Trend gerüstet. Sie werden häufig von alternden Systemen behindert und können die Kundenbedürfnisse der heutigen Zeit nicht mehr bedienen. Traditionelle Betriebssysteme wie Windows bleiben zurück. Das IoT setze Firmen unter einen immensen Druck, ihre vorhandenen System zu modernisieren und zu migrieren, um der wachsenden Kundennachfrage nachzukommen, betont Syntel-Präsident Nitin Rakesh. Seit die IoT-Entwicklung an Fahrt aufgenommen hat, ist eine Kluft zwischen Firmen, die auf ihre Altsysteme angewiesen sind und der wachsenden Konnektivität der Konsumenten entstanden. Mit diesem „Digital Disconnect“-Phänomen werden Banken, Versicherungen, der Gesundheitssektor und die verarbeitende Industrie gleichermaßen zu kämpfen haben. Kein Lebensbereich werde von diesem Trend unberührt bleiben, so Rakesh. Das Internet der Dinge verändere die Art und Weise, wie erfolgreiche Unternehmen und Dienstleister arbeiten. EINIGUNG NACH 15 JAHREN Urheberabgaben für PCs ó Der Digitalverband Bitkom und die Verwertungsgesellschaften haben sich nach einem 15 Jahre andauernden Streit über die Höhe der urheberrechtlichen Abgaben für PCs auf einen Vergleich geeinigt. Die Abgaben betragen für die Jahre 2001 und 2007 zwischen 2 und 3,50 € pro Gerät. Betroffen sind ausschließlich legale Kopien von Texten und Bildern. Mit den Geräteabgaben soll das legale Kopieren für den privaten Gebrauch abgegolten werden. Hersteller und Importeure von PCs zahlen künftig die Gebühren an die VG Wort und VG Bild-Kunst, die das Geld an die Urheber ausschütten. „Wir haben eine vernünftige Lösung gefunden und bringen damit einen langjährigen Rechtsstreit zu einem einvernehmlichen Ende“, so Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Der Streit ist ein Musterverfahren und zeigt, dass es einer effizienteren und schnelleren Streitschlichtung sowie besseren Aufsicht über Verwertungsgesellschaften bedarf. So die Forderung von Bitkom. Das derzeitige System der Pauschalabgaben sei ein Auslaufmodell aus den 60er Jahren, betont Rohleder. „Die Pauschalabgaben sollten an die Erfordernisse der digitalen Zeit angepasst werden, davon würden Urheber, Verbraucher und Unternehmen profitieren.“ HVB-TOWER JETZT GREEN BUILDING Smart-Working-Konzept ó Die denkmalgeschützte Münchener Unternehmenszentrale der HypoVereinsbank, der HVB-Tower, präsentiert sich nach rund dreijährigem Umbau als klimaeffizientes Green Building. Drinnen wurde eine Arbeitswelt geschaffen, die den Mitarbeitern die Zusammenarbeit erleichtern und den Austausch mit Kunden über neueste digitale Technik vereinfachen soll. Das mobile Smart-Working-Bürokonzept erlaubt eine flexible Aufteilung der Flächen, fördert die Kreativität und die Entstehung dynamischer Netzwerke. Die Mitarbeiter wählen selbst ihren zur jeweiligen Tätigkeit passenden Arbeitsplatz. Das modernisierte Gebäude verbraucht deutlich weniger Heizenergie und Strom als das alte. Die Nutzung von Regenwasser senkt den Wasserverbrauch, Geothermie den Heiz- und Kühlenergiebedarf. Verbaut wurden vor allem schadstofffreie Materialien aus der Region mit hohen Recyclinganteil. Trotz der neuen multifunktionalen Fassade bleibt die bisherige Optik erhalten. Beim Eintritt beeindruckt zunächst das über zwei Etagen reichende Foyer als spektakulär in unterschiedliche Neigungen aufgefalteter Raum. 44 diebank 05.2016

BANKING ó SCHATTEN-IT Die stille Bedrohung ó Immer häufiger setzen Mitarbeiter ohne Wissen der IT-Verantwortlichen Endgeräte, Anwendungen oder Services in Firmennetzwerken ein. Dabei drohen eine ganze Reihe von Risiken, wenn Mitarbeiter Lösungen unkontrolliert einsetzen. Es gilt noch immer der Grundsatz: „Was die IT nicht sieht, kann die IT nicht sichern.“ Die Gefahren der Schatten-IT reichen vom Missachten von Governance- und Compliance-Regeln über neue Angriffspunkte für Cyberkriminelle und Malware bis hin zu Problemen bei Backup und Disaster-Recovery. Nach Angaben von Tenable Network Security sei die ausufernde Schatten- IT ein Beispiel dafür, dass sich mit dem grundsätzlichen Wandel in der IT auch neue Bedrohungen ergeben. Was müssen Unternehmen nun beachten, um der stillen Gefahr zu begegnen? Alle im Netzwerk eingesetzten Endgeräte, Anwendungen und dergleichen müssen hierzu erfasst und laufend überprüft werden. Nur so können Unternehmen mögliche Schwachstellen im Datenverkehr identifizieren. Denn gerade wenn Mitarbeiter Daten auf öffentlich zugänglichen Cloud abspeichern, drohen diese kompromittiert zu werden. Für die Sicherstellung eines kontinuierlichen Einblicks in laufende Anwendungen und Services müssen Unternehmen zudem ihren technischen Ressourceneinsatz priorisieren. Nur so lässt sich effizient die Frage beantworten, welche Assets die Sicherheit bedrohen. MOBILE MALWARE Wenn das Smartphone mithört ó Die Bedrohung von Malware auf Mobilfunkgeräten nimmt zu. Etwa 1.000 Schadprogramme werden pro Stunde in Deutschland entdeckt. Intel Security fand heraus, dass innerhalb der letzten sechs Monate drei Millionen Geräte allein in App Stores mit Schadprogrammen in Berührung gekommen sind. Dabei reicht die Bandbreite mobiler Gefahren von Spionage-Software bis hin zu SMS-Phishing. „Unser Report zeigt, dass Mobile Malware eine reale Bedrohung ist: Cyber-Kriminelle haben es auf die Geräte abgesehen, die wir immer bei uns tragen“, so Raj Samani, CTO EMEA vo Intel Security. Mobile Malware ist derweil immer komplexer und raffinierter geworden. So hat beispielsweise eine indische Software-Firma ein Software Developer Kit namens Silverpush herausgebracht, das das Mikrofon von Smartphones nutzt, um die Umgebungsgeräusche zu scannen. So kann etwa das TV-, Radio- oder Internet-Nutzungsverhalten unbemerkt abgefangen werden. Auch das SMS-Phishing hat sich in den letzten Monaten stark weiterentwickelt. Früher oftmals nur als Gewinnspiel getarnt, imitieren Cyber-Kriminelle heutzutage täuschend echt SMS und Websites von Banken. Nur durch regelmäßige Updates des Betriebssystems, durch die Nutzung offizieller App Stores sowie der Installation von Sicherheitssoftware lassen sich die Risiken von Malware verringern und ein möglicher Schaden abwenden. STUDIE: DIE DIGITALISIERUNG DER WIRTSCHAFT NIMMT FAHRT AUF Tempo machen und den Wandel vorantreiben ó Die Digitalisierung ist längst auch in der Wirtschaft angekommen. Viele Unternehmen passen ihre Angebote infolge des digitalen Wandels an. So haben bereits vier von zehn Firmen neue Produkte und Dienste auf den Markt gebracht. Mehr als die Hälfte der Unternehmen stellten ihre Angebote auf die Digitalisierung ein. Dies ergab eine im Auftrag des Digitalverbands Bitkom erhobene Umfrage unter 507 Unternehmen aller Branchen. „Die Digitalisierung der Wirtschaft nimmt Fahrt auf“, sagt Bitkom-Präsident Thorsten Dirks. Fast zwei Drittel der befragten Unternehmen gaben an, dass sich aufgrund des digitalen Wandels ihr Geschäftsmodell verändert. Die meisten Manager hätten die Herausforderung also erkannt, betont Dirks. „Jetzt müssen die Unternehmen Tempo machen und den digitalen Wandel aktiv vorantreiben.“ Dabei betrachten 88 Prozent der Geschäftsführer und Vorstände die Digitalisierung als Chance für ihr Unternehmen statt als Risiko (9 Prozent). Doch die Studie zeigt auch, dass noch zu viele Firmen unzureichend auf den digitalen Wandel vorbereitet sind. Häufig fehlt es an einer Digitalstrategie und klaren Verantwortlichkeiten. Allerdings ist der Trend positiv: Im vergange- nen Jahr agierten noch 37 Prozent der Unternehmen ohne eine digitale Strategie, heute sind es nur noch gut ein Viertel. Die Digitalisierung brauche einen strategischen Ansatz und eine Verankerung in der Unternehmensspitze, erklärt Dirks. Betriebswirtschaftliches und technisches Know-how müssen zukünftig noch enger zusammenkommen – beispielsweise in Person eines Chief Digital Officers. Bis dato haben jedoch nur etwa zwei Prozent der Großunternehmen in Deutschland einen ebensolchen. Die Digitalisierung hat nicht nur veränderte Geschäftsmodelle der Unternehmen zur Folge. Auch die Wettbewerbsbedingungen wandeln sich: Firmen gehen immer häufiger Partnerschaften mit der IT- Branche ein (74 Prozent). „Die ITK-Branche ist nicht nur Lieferant von Geräten, Software und Telekommunikationsleistungen, sondern strategischer Partner bei der digitalen Transformation der Geschäftsmodelle ihrer Kunden“, erläutert Dirks. Ebenso verändert sich die Beschäftigungssituation in der Wirtschaft infolge des digitalen Wandels. Die Mehrheit der Unternehmen benötigt heute mehr Mitarbeiter mit Digitalkompetenzen – dabei haben 59 Prozent Probleme, entsprechende Stellen zu besetzen. 05.2016 diebank 45

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