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die bank 05 // 2015

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

ANLEGER KÖNNEN

ANLEGER KÖNNEN PROFITIEREN Chancen liegen in Aktien ó Angesichts der erwarteten Zinswende dürften Anleger im laufenden Jahr an Aktien die meiste Freude haben, jedenfalls solange die Konjunkturerwartungen steigen. Wer Anleihen und Rohstoffe ins Portfolio legt, sollte allerdings überlegen, bei welchen wirtschaftlichen Vorzeichen er zu welchen Investments greift. Die Entwicklung der verschiedenen Anlageklassen kann in Zeiten steigender Zinsen je nach Konjunkturerwartung sehr unterschiedlich ausfallen, heißt es in einer Studie von Sal. Oppenheim zur historischen Entwicklung der Finanzmärkte in Zinsanstiegsphasen. Untersucht wurde, wie sich Aktien, Rentenpapiere und Rohstoffe in nachhaltigen Zinsanstiegsphasen entwickelten. Stiegen Zinsen und Konjunkturerwartungen, kletterten deutsche Titel (gemessen am CDAX) um 8,1 Prozent pro Jahr. In den USA stieg der S&P 500 in solchen Phasen sogar um 15,3 Prozent. Rohstoffe haben auf den ersten Blick in der Vergangenheit von US- Zinsanstiegen zwar profitiert. So stieg Gold dabei um 15,7 Prozent, im Vergleich zu 9,8 Prozent im Gesamtzeitraum. Eine nachgelagerte Fallunterscheidung ergab jedoch, dass sich die überdurchschnittliche Wertentwicklung auf Phasen inflationsbedingter Zinsanstiege konzentriert. Ob die Rohstoffmärkte diese Wertentwicklung jedoch in Zeiten steigender US-Zinsen und schwacher Inflation wiederholen können, ist unwahrscheinlich, auch vor dem Hintergrund der Ölpreise. NICHT NUR IN DEUTSCHLAND Mittelstand stützt Volkswirtschaft ó Mid Market Enterprises (MMEs), also Unternehmen des gehobenen Mittelstands, leisten einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung und zum wirtschaftlichen Wohlstand von Volkswirtschaften. Unternehmen mit einem Jahresumsatz zwischen 50 und 500 Mio. US-$ tragen bis zu zwei Fünftel zum Bruttoinlandsprodukt und zur Zahl der Arbeitsplätze in den untersuchten Ländern bei, belegt nun zum ersten Mal eine Studie der HSBC unter MMEs in 15 Industrie- und Schwellenländern in Asien, Europa, dem Nahen Osten und Amerika. Hierzulande tragen die rund 12.000 MMEs direkt oder indirekt mehr als ein Drittel zum heimischen BIP bei. Insgesamt hängen elf Mio. Arbeitsplätze und damit etwa jeder dritte Job im Land von MMEs ab. Obwohl Deutschland als das Vorzeigeland für den Mittelstand gilt, liegt der deutsche MME-Sektor in seiner Bedeutung für die nationale Wirtschaft unter den 15 untersuchten Ländern nur auf Platz sechs. Den größten Beitrag zur eigenen Wirtschaft leisten Unternehmen des gehobenen Mittelstands in Frankreich, gefolgt von den türkischen und den englischen MMEs. Sollen die Unternehmen ihre Bedeutung für die deutsche Volkswirtschaft auch in Zukunft behalten, dann müssten sie neue Wege gehen, sich an die strukturellen Umbrüche in der Weltwirtschaft und die Verschiebungen des Weltwirtschaftswachstums anpassen und brauchten dabei Unterstützung, heißt es in der Studie. „NO SLEEP SURVEY“ ZEIGT DEN WEITERHIN ENORMEN HANDLUNGSDRUCK AUF Ein Weckruf für die europäische Finanzwelt ó Drei Punkte werden auch weiterhin bei den Entscheidern in der europäischen Finanzwelt für schlaflose Nächte sorgen: Für jeden Dritten gehört die anhaltende Regulation dazu, jeweils knapp jeder fünfte Entscheider bezeichnet das Umsatzwachstum oder die Reduktion der Komplexität in der IT als größte Herausforderung. Das zeigen die Ergebnisse des „No Sleep Survey“ von Capco. Die Umfrage wurde in diesem Jahr erstmals europaweit durchgeführt. Der Survey belege, dass europäische Entscheidungsträger die Gesamtlage für 2015 etwas optimistischer einschätzten als 2014, sagt Capco-Partner Bernd Richter. Gleichwohl zeige die Studie aber auch, dass die Branche weiterhin vor einer Vielzahl komplexer Herausforderungen stehe, die die Institute auch künftig unter enormen Handlungsdruck setzen würden. Das gelte nicht nur für Europa als Ganzes, sondern auch für die deutschen Finanzhäuser. Dort macht man sich aber auch über die unsichere politische und wirtschaftliche Lage sowie die Vielzahl von Rechtstreitigkeiten verstärkt Sorgen. Im Fokus stehen zudem die Modernisierung veralteter IT-Systeme sowie, im Bereich Organisation, die Themen „Kostenkontrolle und Margen“ sowie „Mit weniger mehr erreichen“. Der Survey zeigt, dass 60 Prozent der europäischen Institute planen, die anstehenden Herausforderungen mit gleich viel oder sogar mit weniger Personal anzugehen. Lediglich 26 Prozent der Institute planen für das Jahr 2015 Neueinstellungen, zehn Prozent wollen personelle Engpässe mit externen Beratern überbrücken. Einen grundsätzlichen Anpassungsbedarf der Geschäftsmodelle ihrer Institute sehen 30 Prozent der Entscheider in europäischen Finanzinstituten. „Das heißt, dass rund ein Drittel der Institute den Transformationsbedarf erkannt hat, vor dem die Branche aufgrund der anhaltenden und tiefgreifenden Veränderungen der Marktgegebenheiten steht“, erläutert Richter. Den Banken werde immer stärker bewusst, dass sie ihre langfristige Wettbewerbsfähigkeit nur durch die Anpassung der Geschäftsmodelle an die neuen Rahmenbedingungen und die Kundenanforderungen sichern könnten. Wichtig: Innovationen gelten nicht länger als „nice-to-have“. Die Umfrage zeigt, dass die Finanzentscheider klar erkannt haben, dass Innovationen für ein Bestehen im Wettbewerb unabdingbar und ein essenzieller Projekttreiber im Unternehmensmanagement sind. 6 diebank 5.2015

Finanzmarkt Trends KOSTEN BEI INVESTMENTFONDS Sparer verschenken über 1 Milliarde ó Privatanleger haben 2014 mindestens 1,2 Mrd. € für Abschlussprovisionen bezahlt. Eine aktuelle Marktanalyse führt aus, Sparer, die auf eine Beratung verzichten, müssten bei Investmentfonds überhaupt keine Abschlussprovisionen mehr zahlen. Laut Uwe Lange von AVL Finanzvermittlung, der die Analyse basierend auf Daten des Bundesverbands Investment und Asset Management (BVI) vornahm, floss im vergangenen Jahr die Rekordsumme von rund 22,7 Mrd. € in Mischfonds, 16,9 Mrd. € in Rentenfonds und 2,2 Mrd. € in offene Immobilienfonds. AVL berechnete dafür aufgrund der üblichen Sätze die Abschlussprovisionen. 80 Prozent der Fondsanteile von Publikumsfonds werden direkt bei Banken, Sparkassen oder Fondsgesellschaften gekauft, und das, so Lange, mit dem vollen Ausgabeaufschlag. Er zitiert eine Studie des Verbraucherzentrale Bundesverbands, wonach jedes zweite von Anlageberatern empfohlene Finanzprodukt nicht zum Bedarf des Kunden passe, und sagt: „Anstatt für oft schlechte Beratung über 1 Mrd. € an Provision zu zahlen, sollten Anleger prüfen, ob sie auf eine Anlageberatung verzichten können“. Privatanleger, die sich selbstständig informieren, können bei Discount-Finanzvermittlern dieselben Produkte ohne Abschlussprovision erwerben. Die Anbieter finanzieren sich ausschließlich über die Betreuungsgebühr, die sie vom Fondsmanagement des jeweiligen Fonds erhalten. HÖCHSTSTAND IN ÖSTERREICH Reiche werden immer reicher ó „Tu felix Austria…“ – Unsere alpenländischen Nachbarn dürfen sich glücklich schätzen: „Seit dem Einbruch der Kapitalmärkte im Jahr 2008 geht es steil bergauf“, weiß Wolfgang Traindl, Leiter Private Banking bei der Erste Bank. Beim Finanzvermögen der reichsten Österreicher verzeichnet man einen neuen Höchststand, mit klarer Tendenz nach oben. Die vermögendsten 82.000 Österreicher besitzen gemeinsam aktuell 138 Mrd. € und haben damit die Höchstmarke vom Vorjahr um 8 Mrd. € übertroffen. Ende des Jahres sollen es schon 147 Mrd. € sein. Der erwartete Zuwachs setzt sich aus der Investment-Performance, gespartem Einkommen und Unternehmensausschüttungen zusammen. Knapp die Hälfte dieses Volumens verwalten Privatbanken in Wien. Ausgehend von der globalen wirtschaftlichen Erholung, den niedrigen Leitzinsen und dem Anleihen-Ankaufprogramm der EZB ortet die Erste Bank als Investment-Trends globale Aktien, Immobilien in Top- Lagen und vor allem: Diamanten. Diese böten eine Diversifikationsmöglichkeit innerhalb der realen Investments, zeigten eine geringe Volatilität und sind ganz leicht zu transportieren. FORTSCHRITTE IN KRISENLÄNDERN Unterm Strich positiv ó Die Krise im Euroraum sei noch nicht überwunden, wie die Debatten um Griechenland gezeigt haben, aber es wurden Fortschritte erzielt, sagte Jens Weidmann in München. Der Bundesbank-Präsident sieht die Wirtschaft im Euro-Raum insgesamt in einer besseren Verfassung als vor fünf Jahren. So habe sich die preisliche Wettbewerbsfähigkeit Portugals bis Ende 2014 um sechs Prozent, die von Griechenland sogar um 14 Prozent erhöht. Auch, wenn diese Zahlen teilweise der Abwertung des Euro zu verdanken sind, zeige die Betrachtung der Euro-Länder im Vergleich eine positive Entwicklung auf. Die Leistungsbilanzdefizite wurden weitgehend abgebaut, Irland weist sogar einen Überschuss aus. Weidmann konstatierte, dass die Sparmaßnahmen und Reformen für die Menschen in den Krisenländern mit Entbehrungen verbunden seien und Respekt verdienten. Allerdings seien diese Anpassungen unausweichlich. Die finanziellen Hilfen der Partnerländer würden den Krisenländern die Anpassung erleichtern. Aber nur grundlegende Reformen könnten die wirtschaftlichen Perspektiven der Menschen nachhaltig verbessern. Wer aber nun der EZB und der europäischen Politik die Schuld an der wirtschaftlichen Schwächephase in den Krisenländern gebe, verwechsle Ursache und Wirkung. 5.2015 diebank 7

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