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die bank 05 // 2015

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

NIEDRIGZINSEN AUCH HIER

NIEDRIGZINSEN AUCH HIER BEMERKBAR Geld fließt in das Wohnumfeld ó Fürs Bauen und Renovieren wollen die Deutschen im laufenden Jahr verstärkt Kredite aufnehmen. Der im Rahmen einer aktuellen Studie ermittelte Konsumkredit-Index prognostiziert das größte Wachstum bei Renovierungskrediten mit einem Wert von 171 Punkten. Stark gefragt sind aber auch Kredite für Möbel und Küchen sowie für Gebrauchtwagen. Für andere Konsumgüter dürften die Finanzierungen konstant bleiben. Ausgaben für die eigenen vier Wände sind gerade in der Niedrigzinsphase beliebt: In den letzten drei Jahren stiegen die Ausgaben für Renovierungen um 24 Prozent auf 39,3 Mrd. €. Konsumentenkredit-Index I/2015 Gesamt Neuwagen Gebrauchtwagen Möbel, Küche Haushaltsgroßgeräte Unterhaltungselektronik Renovierung, Umzug Größerer Urlaub stark fallend fallend stabil steigend stark steigend 0 25 50 75 100 125 150 175 200 Quelle: GfK Finanzmarktforschung für Bankenfachverband, März 2015. 93 98 107 104 125 124 127 - - Entwicklung +/-0 + + 171 SACHWERTE IN STRATEGIE AUFNEHMEN Gold als Wertpapier ó Bislang reagierten die Deutschen kaum auf die niedrigen Zinsen, nur 14 Prozent der Sparer haben ihre Anlagestrategie angepasst. Dabei würden die Zinsen in vielen Fällen einen Schwenk in der Strategie – weg von festverzinslichen Anlagen, hin zu Sachwerten – erfordern. Zwar denkt jeder fünfte Deutsche derzeit darüber nach, sein Depot anzupassen. Der Großteil der Anleger jedoch reflektiert die niedrigen Zinsen nicht in der Anlagestrategie. Zu diesen Ergebnissen kommt eine repräsentative Umfrage von TNS Emnid, die von der Deutsche Börse Commodities in Auftrag gegeben wurde. Die Umfrage ergab, dass jeder Dritte beim Goldkauf Barrengold bevorzugen würde, jeder zehnte Befragte setzt lieber auf Schmuck und Münzen. Der Standard-Barren von 12,5 Kilogramm dürfte mit 432.000 Euro (Stand März) jedoch die meisten Sparer überfordern. Für kleinere Beträge eignen sich auch Wertpapiere, die mit physischem Gold hinterlegt werden. Xetra-Gold beispielsweise wird als Wertpapier über die Börse gehandelt und ist übertragbar wie eine Aktie. Anleger kaufen das Gold zum Großhandelspreis in Euro pro Gramm. Für jeden Anteilschein wird im Zentraltresor für deutsche Wertpapiere in Frankfurt genau ein Gramm Gold hinterlegt. Investoren können sich das Gold aber auch ausliefern lassen. Derzeit befinden sich ca. 54,4 Tonnen Gold im Wert von gut 1,9 Mrd. € im Bestand. DIGITALISIERUNGSSTRATEGIE FÜR DAS FIRMENKUNDENGESCHÄFT Auf Kurs in Richtung Multikanalbank ó Drei von vier Entscheidern messen einer Studie von Deloitte zufolge der Digitalisierung unternehmerischer Prozesse höchste strategische Relevanz bei, und die „Industrie 4.0“ genannte Vernetzung betrifft mittlerweile alle Branchen. Entsprechend stieg von 2010 bis Ende 2014 das digitale Datenvolumen pro Jahr von 1,2 auf 4,4 Billionen Gigabyte an. Mit diesem Effizienzdruck wachsen aber zugleich die Anforderungen an die Unternehmen, gerade auch im Mittelstand. Deshalb hat die Mittelstandsbank der Commerzbank ihr digitales und Multikanal-Angebot kräftig verjüngt. Das Firmenkundenportal wurde vollständig überarbeitet, um neue Funktionen erweitert und mit einer intuitiven Benutzerführung ausgestattet. Neu ist auch eine App für das Cash Management im Unternehmen. Sie zeigt z. B. die Umsätze von bis zu 15 In- und Auslandskonten bei diversen Banken. Zwei neue Plattformen ermöglichen rund um die Uhr Devisenhandel in Echtzeit. Daneben können Unternehmen mit einer neuen WebApp Zahlungsströme optimieren oder eine Payment Factory etablieren. „Technikaffine CEOs und CFOs haben heute zunehmend andere Bedürfnisse und wollen zeitgemäße Angebote. Hinzu kommt, dass sie ihre Mitarbeiter mit mobilen Arbeitsme- dien ausstatten, damit sie über verschiedene Kanäle kommunizieren können – auch mit ihrem Finanzpartner“, erläuterte Holger Werner, Bereichsvorstand Corporate Banking. Darauf habe die Bank reagiert. Zudem möchte die Commerzbank ihre Mittelstandsbank stärker regional verankern. Dafür wurden die Hierarchien verschlankt und so mehr Entscheidungskompetenz in die Einheiten vor Ort verlagert. Dadurch reduzieren sich Reaktions- sowie Umsetzungszeiten, versprach Werner. Nach Eingang aller Unterlagen werde etwa eine Kreditzusage bis fünf Mio. € innerhalb von 72 Stunden getroffen. Bereits im März 2014 hat die Commerzbank den „main incubator“ vorgestellt, eine Art Company Builder für neue FinTech-Unternehmen. Der Fokus liegt dabei auf dem Firmenkundengeschäft. Das Angebot an die Start-ups umfasst Zugang zu den Firmenkunden der Commerzbank, Beteiligungskapital, Banking-Know-how, Büroräume und eine Infrastruktur in Frankfurt. Die ersten beiden strategischen Investments erfolgten in Gini, einen Vorreiter in der semantischen Echtzeit- und selbstoptimierenden Datenanalyse und -verarbeitung, sowie in Traxpay, einen B2B-Dynamic-Payments-Anbieter. 38 diebank 5.2015

Betriebswirtschaft Kompakt CHINA-GESCHÄFT BIRGT RISIKEN Zahlungsmoral auf Abwegen ó Auch, wenn deutsche Unternehmen ihre Umsätze 2014 zu einem guten Teil in China einfuhren (siehe Meldung „Rekord-Gewinne“): Sich zu stark auf das Reich der Mitte zu konzentrieren, kann gefährlich werden. Eine aktuelle Studie des Kreditversicherers Coface zeigt, dass im letzten Jahr 80 Prozent der Unternehmen, die Geschäfte in China machten, Zahlungsverzögerungen hinnehmen mussten. Diese Bilanz ist seit drei Jahren fast unverändert hoch. Den Unternehmen machen mehrere Herausforderungen zu schaffen: ein großer Fremdkapitalanteil, hohe Finanzierungskosten und geringe Profitabilität in Branchen mit Überkapazitäten. Deshalb sei nicht damit zu rechnen, dass sich die Zahlungsproblematik kurzfristig verbessere. Die chinesische Wirtschaft befinde sich in einer ziemlich angespannten Situation, sagt Rocky Tung, Economist für Asien-Pazifik. Die Anzahl notleidender Kredite stieg 2014 um 42,3 Prozent binnen eines Jahres, primär wegen des deutlichen Anstiegs der Kredite, die zwischen 91 und 180 Tagen überfällig waren. Coface setzte China in der Länderbewertung in der Kategorie A3 auf die Beobachtungsliste mit negativem Ausblick. Gründe dafür waren die geringere wirtschaftliche Aktivität, die hohe Verschuldung, die hohen Finanzierungskosten und das verschlechterte Zahlungsverhalten. Branchen mit hohem Risiko sind insbesondere Chemie, Bau, Holz/Papier, Metall. WIRTSCHAFTSWACHSTUM NUR MODERAT Rückenwind eher laues Lüftchen ó Die deutsche Wirtschaft hat Rückenwind und dürfte im laufenden Jahr stärker wachsen als bisher angenommen: KfW Research revidiert die Konjunkturprognose für 2015 auf 1,5 Prozent nach oben und übertraf damit die eigene Vorprognose um einen halben Prozentpunkt. Für 2016 gehen die Analysten derzeit von einem Realwachstum von 1,8 Prozent aus. Allerdings ist der Rückenwind keine steife Brise, sondern eher ein laues Lüftchen, und Chefvolkswirt Jörg Zeuner zeigte sich trotz der guten privaten Konsumzahlen nur vorsichtig optimistisch. Mehr als ein BIP-Plus von 1,5 Prozent sei nicht realistisch, da zu viel Ballast die Zahlen belaste. Neben den nach wie vor vorhandenen Spannungen mit Russland nannte er die – trotz Fortschritten – noch immer wenig gefestigte Lage in der Eurozone. Darunter litte insbesondere die Investitionsbereitschaft der Firmen. Sollten diese Unsicherheiten aber schneller als erwartet abklingen, sei auch ein stärkeres Wachstumsplus denkbar. Derzeit lässt das billige Öl noch Geld für andere Ausgaben übrig und befeuert den Konsum weiter. DAX-UNTERNEHMEN FREUEN SICH Rekord-Gewinne ó Die DAX-Konzerne haben im vergangenen Jahr Rekordumsätze verzeichnet. Der Gesamtumsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Prozent auf knapp 1,25 Bio. €, und 18 von 30 Unternehmen legten auch bei den Gewinnen zu. Insgesamt lag der EBIT mit 109 Mrd. € (plus 6,3 Prozent) auf Rekordniveau. Den mit Abstand höchsten Umsatz erzielte Volkswagen (202 Mrd. €), gefolgt von Daimler und Eon (130 bzw. 112 Mrd. €). VW erzielte auch den höchsten operativen Gewinn (12,7 Mrd. €), auf den Plätzen zwei und drei folgen Daimler und Allianz. Die Zahlen haben die Prüfer und Berater von Ernst & Young (EY) auf Basis der Quartalsberichte der Unternehmen ermittelt. Sie führen die Rekordzahlen zum einen auf die leichte Konjunkturerholung in Europa zurück, vor allem aber auf die starke Nachfrage in den USA und China. Besonders gut haben sich daher im vergangenen Jahr die Unternehmen entwickelt, die mit einer starken globalen Aufstellung gepunktet haben. Während die Umsätze in Europa durchschnittlich um nur 0,9 Prozent stiegen, gab es im asiatisch-pazifischen Raum Steigerungen von sieben Prozent. EY erwartet, dass sich die Unternehmen immer stärker in Richtung Schwellenländer orientieren und dort investieren, denn dort finde das Wachstum der Zukunft statt. 5.2015 diebank 39

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