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die bank 04 // 2019

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

BERUF & KARRIERE 1 |

BERUF & KARRIERE 1 | Systematisches Innovationsmanagement Strategie und Positionierung Corporate Governance und Steuerung Systeme und Tools Systematisches Innovationsmanagement Prozesse und Rollen Organisationsstrukturen Personal und Fähigkeiten Sind die Organisationsstrukturen und die damit verbundenen Abteilungen festgelegt, muss die Auswahl beziehungsweise Einstellung von Mitarbeitern erfolgen, die über die benötigten Kompetenzen verfügen. Dies führt zu der oftmals sensibelsten Phase einer Transformation. Damit sich die Vorteile der Ablauf- und Aufbauorganisation des Unternehmens entfalten können, empfiehlt es sich, für die festgelegten Organisationsstrukturen klar durchdachte und ausgearbeitete Stellenbeschreibungen für alle Mitarbeiter zu erstellen. Es macht erst dann Sinn, über benötigtes Personal und notwendige Fähigkeiten nachzudenken, wenn zuvor die Prozesse definiert und die Organisationsstruktur festgelegt wurden. Dabei sollte die Personalstrategie die Unternehmensstrategie berücksichtigen. Die Fähigkeiten und das Know-how der Mitarbeiter müssen sich durch eine professionelle und zielgerichtete Personalentwicklung ständig weiterentwickeln und sich fortwährend an sich schnell verändernde Marktbedingungen anpassen können. Durch lernbereite, gut ausgebildete, motivierte, spezialisierte und in ausreichender Anzahl vorhandene Mitarbeiter können effiziente Prozesse, flexible Organisationsstrukturen, Kostenreduzierungen und damit auch Arbeitsplatzsicherheit entstehen. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass fehlende Fähigkeiten und unzureichende Personalressourcen dazu beitragen können, dass ein Unternehmen sich nicht so entwickeln kann, wie es der Wettbewerbsdruck fordert. Hierdurch wird das Erreichen der selbst gesteckten Ziele gefährdet – und damit möglicherweise auch die Existenz des Unternehmens. Systeme und Tools Vom Innovationsmanagement sind auch Systeme und Tools, die im Unternehmen eingesetzt werden, betroffen. Hier stellt sich die Frage, mit welchen Methoden und Werkzeugen die Entstehung von Innovationen systematisch unterstützt werden kann. Diese sollen die Erreichung der strategischen Geschäftsziele, die effiziente Prozessumsetzung, das Arbeiten in der Organisationsstruktur, die Personalplanung sowie die Steuerung des Unternehmens fördern. Hieraus wird auch deutlich, dass sich Systeme und Tools an den Anforderungen des Unternehmens ausrichten sollen, und nicht – wie oft praktiziert – neu eingeführte Anwendungen eine Neudefinition von Prozessen oder Strukturen erfordern. Beispiele für solche Werkzeuge sind verschiedene Analyseverfahren, Buchhaltungssysteme oder vielfältige Tools, wie Informationssysteme oder ERP-Systeme, aber auch spezielle Branchenlösungen, wie zum Beispiel Produktionsplanungs- und Transportsysteme. Die richtige Auswahl bzw. der richtige Einsatz solcher Systeme und Tools kann eine Steigerung der Qualität und Effizienz bewirken, wodurch wiederum Wettbewerbsvorteile oder Alleinstellungsmerkmale entstehen können. 68 04 // 2019

BERUF & KARRIERE Neuerscheinung Corporate Governance Nicht zuletzt muss sich ein Unternehmen auch der gesellschaftlichen Verantwortung stellen, wenn es Innovationen in den Markt einführt. Nicht alles, was technologisch möglich ist, wird von der Bevölkerung oder der Politik akzeptiert, wie die Diskussionen um Atomenergie, Verbrennungsmotoren oder zur Gentechnologie belegen. Soziale oder ökologische Nachhaltigkeit bestimmt heutzutage auch vermehrt die Kaufentscheidungen von Kunden. Im Unternehmen sollte daher neben der Corporate Governance auch ein Konzept zur Corporate Social Responsibility (CSR-Konzept) etabliert werden. Unternehmen mit einem klaren Konzept zur Unternehmerischen Sozialverantwortung und einem konkret definierten rechtlichen Ordnungsrahmen können große Risiken früher erkennen und sich auf Marktveränderungen schneller und flexibler einstellen. Auf diese Weise können Wettbewerbsvorteile erreicht oder verteidigt werden. Quantitative und qualitative Kennzahlen helfen, die Ist- und Soll-Situation des Unternehmens zu vergleichen und damit eine Erfolgsmessung, Überwachung und Steuerung des Unternehmens zu ermöglichen. FAZIT Durch ein systematisches Innovationsmanagement sind nicht nur alle Bereiche im Unternehmen betroffen. Das Innovationsmanagement hat auch Einfluss auf vielzählige unternehmensübergreifende Prozesse und Abläufe, die aufgrund der Innovationstätigkeit überarbeitet und angepasst werden müssen. Und genau das zeichnet eine Unternehmenstransformation aus. Entscheidend für den Unternehmenserfolg ist die regelmäßige Kontrolle der Inhalte aller Phasen. Ändern sich die Marktgegebenheiten oder wichtige Rahmenparameter, müssen unter Umständen einzelne oder mehrere Phasen überarbeitet werden. Dabei hängt es von der Problemstellung bzw. Ausgangssituation ab, in welchem Bereich man Anpassungen zuerst vornimmt. Hierbei ist zu beachten, dass Anpassungen einer Phase Auswirkungen auf die folgenden Phasen haben und diese nacheinander ebenfalls angepasst werden müssen. Autoren: Dr. Martin Kaschny ist Inhaber der Professur für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Mittelstandsmanagement und Unternehmertum, an der Hochschule Koblenz. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Innovations- und Ideenmanagement. Matthias Nolden, Unternehmensberater, Dozent und Autor zum Thema Innovationsmanagement, hat viele Jahre in einem internationalen Technologieunternehmen gearbeitet. Seine Beratungsschwerpunkte liegen u. a. in den Bereichen Digitalisierung und Business Development. Patrik Buchmüller und Andreas Igl (Hrsg.) Handbuch ICAAP/ILAAP Das Handbuch erläutert praxisnah zentrale Aspekte der im November 2018 final veröffentlichten EZB-Leitfäden „für den bankinternen Prozess zur Sicherstellung einer angemessenen Kapitalausstattung (Internal Capital Adequacy Assessment Process – ICAAP)“ sowie „für den bankinternen Prozess zur Sicherstellung einer angemessenen Liquiditätsausstattung (Internal Liquidity Adequacy Assessment Process – ILAAP)“. ISBN 978-3-86556-511-1 Artikel-Nr. 22.537-1900 69,00 € 04 // 2019 Jetzt bestellen www.bank-verlag-shop.de medien@bank-verlag.de 69

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