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die bank 04 // 2018

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

News & Trends AKTIVISTEN

News & Trends AKTIVISTEN GEGEN KONZERNE Angreifer schlafen nicht Die meisten Unternehmen sind nicht ausreichend gegen Aktivisten geschützt, die Kurse zu ihren Gunsten manipulieren wollen. Eine Studie des Bundesverbands der Unternehmensjuristen, Corporate Legal Insights (CLI) und der Kanzlei CMS unter 102 Rechtsabteilungen in deutschen AGs zeigt auf, dass Vorbeugung und Abwehrstrategien gegen Leerverkäufer, Short Seller und ähnliche Aktivisten noch Mangelware sind. Beispiel Short Attack: 82 Prozent der Gesellschaften rechnen nicht mit solchen Aktionen, nur etwa ein Viertel verfügt über ein Risiko- und Präventionsmanagement für den Angriff von Leerverkäufern. Vorbeugung bedeutet bei den meisten nur die Analyse von Handelsbewegungen. Das reiche nicht, so die Studienautoren. Potenziell betroffene Konzerne sollten einen Notfall-Leitfaden parat haben, der die Folgen von Angriffen einzudämmen hilft. ù Börsennotierte Unternehmen brauchen ein Risikomanagement gegen die Attacken von Short Sellern und anderen aktivistischen Investoren. EU-PLÄNE KÖNNTEN NEUE HANDELSKONFLIKTE PROVOZIEREN Sondersteuer für digitale Geschäfte Die GAFAs (Google, Apple, Facebook und Amazon), aber auch andere Digitalkonzerne haben ein cleveres Geschäftsmodell. Sie verdienen überall auf der Welt, Steuern zahlen sie aber im Normalfall nur in ihrer amerikanischen Heimat, weil sich diese am Ort der Betriebsstätte orientieren. Dies scheint in der Ära der Digitalisierung nicht mehr zeitgemäß, und die OECD plant langfristig eine Anpassung der internationalen Besteuerungsregelungen. Daneben diskutiert die EU-Kommission die Einführung einer Sondersteuer für bestimmte digitale Geschäftsmodelle. Sie soll dem Vernehmen nach 3 Prozent des Umsatzes betragen, den ein Unternehmen mit der Verarbeitung und Monetarisierung seiner Nutzerdaten oder mit der Vermittlung von Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen seinen Nutzern erwirtschaftet. Treffen will man damit die Großen: Die Steuer soll bei Unternehmen erhoben werden, die innerhalb der EU digitale Dienstleistungen von mehr als 50 Mio. € erbringen und weltweit pro Jahr über 750 Mio. € umsetzen, berichtet Bitkom. Der Digitalverband ist zwar auch für die gleichmäßige Besteuerung aller Unternehmen, bemängelt aber die plötzliche Eile hinter den Plänen, die besonders von Deutschland und Frankreich vorangetrieben werden. Manche der infrage stehenden Geschäftsmodelle gebe es bald 20 Jahre, da könne man sein Vorgehen in Ruhe abstimmen und einen europäischen Alleingang vermeiden, so Steuerexperte Thomas Kriesel. Der vorgeschlagene Besteuerungstatbestand könne z. B. nicht eindeutig der Umsatz- oder Ertragsteuer zugeordnet werden. Bitkom sieht deshalb Probleme mit dem Doppelbesteuerungsabkommen heraufziehen. Der Hauptgeschäftsführer des Bankenverbands, Andreas Krautscheid, bezeichnete die Pläne der Kommisson als undurchdacht und mit der Gefahr beachtlicher Kollateralschäden für die Wirtschaft verbunden. Komme die neue Steuer in der vorgesehenen Form, träfe die Last auch und vor allem Unternehmen in der EU – mit den entsprechenden negativen Folgen für den Wirtschaftsstandort Europa und für Deutschland. ù BUNDESBANK Unbare Zahlungen werden wichtiger Noch zahlt der Deutsche an der Ladenkasse am liebsten (zu 75 Prozent) in bar, aber rein auf den Umsatz bezogen sieht das schon anders aus. Privatpersonen zahlen mittlerweile 52 Prozent ihrer Alltagsumsätze mit elektronischen Zahlungsmitteln, vor allem mit der girocard, zeigt die vierte Studie der Bundesbank zum Zahlungsverhalten in Deutschland. Kontaktlose Kartenzahlungen werden zunehmend beliebter, sind aber mit etwas mehr als einem Prozent Anteil noch weit vom Durchbruch entfernt. Das liegt vielleicht auch daran, dass bislang hauptsächlich Kreditkarten den NFC-Chip tragen. Künftig sollen aber fast alle neu ausgegebenen girocards kontaktlose Zahlungen ermöglichen, sodass diese Bezahlart sich weiter ausbreiten dürfte. Das Bezahlen mit dem Smartphone spielt weiterhin eine geringe Rolle. Allerdings nutzen schon 5 Prozent der Befragten Apps zum Versenden oder Empfangen von Geld ohne die Eingabe einer IBAN, obwohl diese Funktion erst im vergangenen Jahr eingeführt wurde. ù 6 04 // 2018

NEWS & TRENDS DANK BREXIT Neue Arbeitsplätze in Banken 3.000 bis 5.000 neue Bank-Arbeitsplätze werden in den nächsten beiden Jahren in und um Frankfurt entstehen – diese positive Botschaft war im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Verbands der Auslandsbanken in Deutschland (VAB) zu vernehmen. Auch wenn die Anzahl der Auslandsbanken in den letzten Jahren leicht sank – Grund hierfür war meist ein Zusammenführen der Deutschlandaktivitäten der deutschen Einheiten – sieht der VAB nun wieder eher positiv in die Zukunft. Dem Brexit sei Dank. Er rechne in Deutschland mit Personalaufstockungen von 200 bis 300 Stellen je Haus, sagte Verbandschef Stefan Winter. Hinzu käme noch eine vierstellige Zahl an Stellen in den deutschen Häusern, die Geschäftsbereiche zurückverlagern. Gerade im Middle- und Backoffice-Bereich werden viele Stellen lokal besetzt werden, so Winter. Knapp 20 Banken, vor allem US-amerikanische Banken und japanische Häuser, sowie andere Finanzdienstleister hätten in den letzten Monaten die Entscheidung getroffen, ihr Geschäft in Deutschland auf- bzw. auszubauen. Meistens handelt es sich dabei um den Investmentbanking- oder Broker-Dealer-Bereich. Diese Institute stünden bereits in Diskussionen mit BaFin, Bundesbank und EZB. ù AUS DER REGULIERUNG Finanzsystem für Klimaschutz Die Europäische Kommission stellte ihre Strategie für ein Finanzsystem vor, das die EU-Agenda für den Klimaschutz und eine nachhaltige Entwicklung unterstützt. Nur mithilfe des Finanzsektors könnten die jährlich notwendigen 180 Mrd. € aufgebracht werden, die zur Erreichung der Klima- und Energieziele – z. B. der 40-prozentigen Senkung der Treibhausgasemissionen bis 2030 – fehlen. Deshalb soll die Rolle des Finanzsektors bei der Verwirklichung einer funktionierenden Wirtschaft, in der auch umwelt- und sozialpolitische Ziele umgesetzt werden, gestärkt werden. Ein Punkt aus dem Aktionsplan ist die Schaffung eines EU- Kennzeichens für „grüne“ Finanzprodukte, damit Anleger leichter erkennen, welche Investitionen den Kriterien der Umweltfreundlichkeit oder Emissionsarmut genügen. ZAHL DES MONATS 36,1 Mrd. € Dividende schütten die DAX-Konzerne für das Geschäftsjahr 2017 aus – ein Rekordhoch und 15 Prozent mehr als im letzten Jahr, ermittelten die Wirtschaftsprüfer von EY. Die größten Zahler – Daimler, Allianz, und Deutsche Telekom – überweisen jeweils über 3 Mrd. € an ihre Aktionäre. NACHFORSCHUNGSAUFTRAG Dem Erbe auf der Spur Es muss ja nicht gleich um eine Millionensumme gehen. Aber auch im Erbe von Durchschnittssparern finden sich manchmal alte Konten, Depots oder Sparbücher, zu denen keine weiteren Unterlagen existieren. In diesem Fall hilft ein kostenloser Nachforschungsauftrag beim Bankenverband. Der BdB sucht dann für den Erbscheininhaber bei seinen Mitgliedsbanken nach weiteren Bankverbindungen des Erblassers. ù JUNGE VERTRAUEN DEM ROBO ADVISOR Kein klares Finanzkonzept Fast sechs von zehn jungen Deutschen halten die traditionellen Banken für wenig kundenfreundlich und monieren mangelnde Kundenorientierung, fehlende Innovationen und veraltete Strukturen. Moderne, technische Lösungen erkennen sie hingegen eher bei Start-ups als bei den etablierten Finanzkonzernen. Dabei möchte jeder Zweite der von Prophet Interviewten seine finanziellen Belange am liebsten über das Handy steuern und fordert dafür intelligente und transparente Anwendungen. Die Online-Umfrage der Markenberater richtete sich an 1.000 Deutsche im Alter zwischen 18 und 34 Jahren. Diese wünschen sich darüber hinaus aber auch mehr personalisierte Finanzinformationen. Ein großes Thema ist die Altersvorsorge: 90 Prozent befürchten, dass sie eigenverantwortlich für später vorsorgen müssen, aber jeder Zweite hat keine klare Vorstellung, was er dafür tun muss. Fast ebenso viele haben keine Bedenken, ihr Vermögensmanagement einem Robo Advisor anzuvertrauen. Das persönliche Gespräch bei ihrem Bankberater schätzen sie von Zeit zu Zeit, aber vor allem die technischen Anwendungen sollten stimmen. ù 04 // 2018 7

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