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die bank 04 // 2018

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

MANAGEMENT dener

MANAGEMENT dener unterstützen auch deren Entwicklung. So hat die Aareal-Gruppe im vergangenen Jahr den ersten deutschen PropTech-Accelerator für die Immobilienwirtschaft, den „blackprint PropTech Booster“, mit auf den Weg gebracht. Zudem arbeiten sie mit dem Frankfurter „Tech- Quartier“ zusammen. Als Beispiele für Partnerschaften nennt der Vorstandsvorsitzende Immomio und KIWI.KI. Seit Sommer 2017 kooperiert die Aareal- Tochter Aareon beim Vertrieb mit der Hamburger Immomio GmbH, bereits seit Winter 2016 mit der Berliner KIWI.KI GmbH. Immomio hat für die Mietersuche und -auswahl einen onlinebasierten Bewerbungsprozess inklusive Matching-Algorithmus entwickelt, der Immobilienverwaltern bei der Administration Zeit sparen soll. Durch die Software verkürzt sich der in der Regel mehr als zwölf Stunden dauernde Vermietungsprozess um mehr als 90 Prozent. KIWI.KI bietet im Bereich Smart Home ein intelligentes schlüsselloses Türzugangssystem. Den Service KIWI hat Aareon in ihr Portal Mareon integriert. Darüber können die Wohnungsunternehmen nicht nur automatisiert die Instandhaltung der Wohnungen organisieren, sondern auch den Handwerkern – zeitlich befristet – einen schlüssellosen Zugang via Transponder oder App ermöglichen, ohne dass der Mieter vor Ort sein muss. „Auf Plattformen können wir so digitale Services und Lösungen für die Immobilienwirtschaft integriert zur Verfügung stellen“, sagt Merkens. Im Konzern selbst wurde eine Mieter-App entwickelt. Mit ihr kann der Hausverwalter auf einen Blick sehen, in welchen Wohnungen zum Beispiel gerade Reparaturen laufen oder anstehen. Gleichzeitig können auch die Mieter Probleme melden und Handwerker anfordern. Dadurch sparen beide Seiten Zeit und Geld. Über den künftigen Unternehmenserfolg werde die Fähigkeit entscheiden, Geschäftsmodelle anzupassen, Angebote zu erweitern und neue Tätigkeitsfelder zu erschließen, indem neue Technologien wie intelligente Algorithmen, Automatisierung oder künstliche Intelligenz nutzenstiftend eingesetzt würden, ist Merkens überzeugt. Das Beratungsgeschäft für die Wohnungswirtschaft und ihre IT-Tochter Aareon baut die Aareal Bank deshalb mit Volldampf aus, was angesichts der niedrigen Zinsen auch mehr Spaß machen dürfte als die Immobilienfinanzierungen, zumindest in Deutschland. In mehr als 20 Ländern begleitet das Institut heute Immobilienfinanzierungen. Zu den wachstumsstarken Bereichen zählt Merkens vor allem die Hotels. Finanziert würden Häuser an 1a-Standorten im Vierund Fünf-Sterne-Bereich. Im Sommer 2017 etwa wurde für ein kanadisches Hotelportfolio eine Kreditfazilität über 716 Mio. kanadische Dollar bereitgestellt. Die Immobilienbank streckt ihre Fühler aktuell verstärkt nach Nordamerika aus. In den USA lassen sich im Kreditgeschäft höhere Margen einfahren als in Europa, wo wegen der Niedrigzinsen zahlreiche Anbieter den Markt überschwemmen und die Preise drücken. Der Anteil Nordamerikas an der Erstkreditvergabe lag in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres laut Neunmonatsbericht mit 43 Prozent auf einem hohen Niveau. Zum gesamten Immobilienkreditportfolio der Bank trug die Region 25 Prozent bei. Mag der Wettbewerb immer härter werden und das Geldverdienen schwieriger geworden sein, bei einem Thema hat die Bank in der Branche definitiv die Nase vorn. Nach einer im September 2017 veröffentlichten Studie der deutsch-schwedischen AllBright Stiftung waren die Aareal Bank und das im TecDAX notierte BioTech-Unternehmen Medigene die einzigen beiden von insgesamt 160 an der Frankfurter Börse notierten Firmen mit einer Frauenquote von mindestens 40 Prozent im Vorstand (siehe auch Interview auf Seite 21). Mit Marija Korsch hat die Aareal Bank zudem als einziges deutsches Finanzinstitut den Aufsichtsratsvorsitz weiblich besetzt. Merkens betont, dass bei der Auswahl geeigneter Kandidaten, egal auf welcher Ebene, zuvorderst das Unternehmensinteresse sowie die Qualifikation und Erfahrung beachtet würden. „Wir wählen die jeweils beste Bewerberin bzw. den besten Bewerber aus.“ Zudem räumt der CEO ein, dass die im Führungsgremium gelebte Diversität selbstverständlich auch in die Belegschaft hineinwirke und die Mitarbeiterinnen motiviere, Verantwortung für eine Führungsposition zu übernehmen. Zudem würden sich seine beiden Vorstandskolleginnen aktiv für dieses Thema einsetzen, „indem sie grundsätzliche Diskussionen und Maßnahmen begleiten“. Autorin Eli Hamacher ist Diplom-Volkswirtin und arbeitet seit knapp 30 Jahren als Wirtschaftsjournalistin. Die Freelancerin schreibt für „die bank“ vor allem Porträts über Branchen und Unternehmen. Ein weiterer Fokus ihrer Arbeit sind Auslandsmärkte. 18 04 // 2018

MANAGEMENT Thomas Ortmanns, Christiane Kunisch-Wolff, Hermann J. Merkens, Dagmar Knopek, Christof Winkelmann (v. l.) Die Chefs Vor fast 20 Jahren startete Hermann J. Merkens seine Karriere bei der Aareal Bank, die zum Zeitpunkt seines Eintritts 1999 noch als Depfa Bank AG firmierte. Als Bereichsleiter Kredite Gewerbebau sammelte der gebürtige Aachener erste Erfahrungen in der Branche der Immobilienfinanzierer. Im Finanzsektor hatte Merkens schon nach dem Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft in Berlin gearbeitet. Sein beruflicher Werdegang begann 1985 beim Branchenprimus, der Deutschen Bank. Später wechselte Merkens als Direktor mit Generalvollmacht zur Deutsche Interhotel Holding GmbH & Co. KG. Vier Jahre nach seinem Start rückte der Banker in den Vorstand der Aareal Bank auf und übernahm im September 2015 schließlich dessen Vorsitz und zugleich das Finanzressort. In seinem ersten Jahr als Vorstandsvorsitzender verdiente der CEO laut Geschäftsbericht mehr als 3,5 Millionen € und gehört damit zu den bestbezahlten Bankern in Deutschland. Thomas Ortmanns kam zwei Jahre nach Merkens in den Vorstand. Er verantwortet das Geschäftssegment Consulting / Dienstleistungen sowie die Ressorts Treasury und IT & Organisation Services. Der gebürtige Berliner startete bei der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank, sammelte später auch unternehmerische Erfahrung als geschäftsführender Partner der Consart Management Consultants GmbH. Als erste Frau verstärkte Dagmar Knopek 2013 das oberste Führungsgremium. Die Bankkauffrau hat ihre Karriere 1980 bei der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank AG begonnen und kam im selben Jahr wie Merkens zur Aareal Bank, wo sie zunächst als Referatsleiterin für Großbritannien zuständig war. Als Chief Credit Officer verantwortet die 59-Jährige heute das Credit-Management. Christiane Kunisch-Wolff und Christof Winkelmann rückten im vergangenen Jahr fast zeitgleich in den Vorstand auf. Winkelmann verantwortet seitdem die Marktbereiche im Geschäftssegment Strukturierte Immobilienfinanzierungen. Der 42-Jährige hatte seine Karriere nicht im Finanzsektor, sondern beim New York Palace Hotel und bei der Unternehmensberatung Arthur Andersen in Frankfurt am Main begonnen. Christiane Kunisch-Wolff ist für Risikomanagement und Compliance zuständig. Die 51-jährige Wirtschaftswissenschaftlerin war zuvor Vorstand bei der Westimmo in Mainz und Vorstand bei der readybank AG. 04 // 2018 19

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