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die Bank 04 // 2017

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

News & Trends JÜNGERE

News & Trends JÜNGERE BESSER QUALIFIZIERT ALS ELTERN Mehr Bildung für mehr Einkommen Wer mehr Zeit und Energie in seine Bildung steckt, verdient später – in der Regel – auch mehr Geld. Unter den Einkommensschwachen befinden sich in Deutschland 31,5 Prozent Personen ohne einen beruflichen Abschluss, aber nur 7,4 Prozent der Hochschulabsolventen. Und immer mehr junge Menschen studieren: Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) belegt, dass 29 Prozent der 35- bis 44-Jährigen ein höheres Bildungsniveau haben als ihr Vater, 40 Prozent liegen über dem der Mutter. Im Durchschnitt werde sich die Qualifikation der in Deutschland lebenden Menschen in den kommenden Jahren aber wohl kaum verbessern. Hier wird laut IW die Integration von Flüchtlingen zum entscheidenden Faktor. Viele junge Menschen, deren Qualifikation weit unter des gleichaltriger Deutscher liegt, müssen integriert werden, um die Möglichkeit zur Berufsausübung zu finden. ù Der Erfolg junger Menschen hängt immer noch sehr stark von der sozialen Herkunft ab, sagen die IW-Forscher. SCHWACHE PROFITABILITÄT UND HERAUSFORDERNDE REGULATORIK 200 Regeländerungen pro Werktag BANKEN UND DATEN Vertrauen ist alles Weltweit mussten Banken im letzten Jahr 42 Mrd. US-$ an Strafzahlungen leisten. Die amerikanischen Bankenaufseher und Strafverfolger sind dabei besonders hart und trieben den Löwenanteil ein. Seit dem Jahr 2009 fielen damit insgesamt Bußgelder von rund 321 Mrd. US-$ an, wovon die europäischen Banken gut ein Drittel bezahlten, z. B. im Streit um Hypothekenpapiere. Die USA haben mittlerweile viele Altfälle „abgearbeitet“, und der Fokus richtet sich zunehmend auf Europa und Asien, wo die Einhaltung der stetig wachsenden Regelwerke immer mehr zu einem Kostenfaktor wird. Kostspielige Regelverstöße können sich die europäischen Banken aber auf Dauer nicht mehr leisten, heißt es im Global Risk Report von BCG, der die Geschäftsergebnisse von 300 Banken aus der ganzen Welt analysiert. Künftig gilt also noch mehr als bislang: Wer die Regeln einhält läuft nicht Gefahr, sich Strafzahlungen auszusetzen, und verschafft sich dadurch einen Wettbewerbsvorteil, führt BCG- Risikochef Gerold Grasshoff aus. Dazu müsse ein effizienter Austausch zwischen Banken und Regulatoren stattfinden. Die Regulatorik ist teuer, und die Zunahme dieser Kosten ist einer der größten Belastungsfaktoren für die Banken. Von 2011 bis 2015 stieg die Zahl der Regeländerungen um das Dreifache auf 50.000 an, das entspricht 200 Änderungen pro Werktag! Allgemein bleibt bei europäischen Banken die Wertschaffung negativ, bei steigender Kostenbasis, wohingegen US-amerikanische Häuser ihre Kosten weiter reduzieren und ihren Erholungskurs fortsetzen konnten. Die Banken müssten deshalb ihre Erträge steigern und das Kostenmanagement weiter verbessern. Neue technische Möglichkeiten wie digitale Workflows oder innovative Lösungen von RegTech- oder FinTech-Start-ups könnten dabei helfen. Die Autoren des BCG- Reports empfehlen desweiteren, eine integrierte Steuerung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung auf Basis der knappen Finanzressourcen Kapital, Liquidität und Funding zu etablieren. ù Keine Branche genießt mehr Vertrauen: 84 Prozent der Deutschen glauben ihre Daten bei Banken in sicheren Händen, verglichen mit nur 5 Prozent bei Fin- Techs. Überhaupt spielt Vertrauen mit die größte Rolle: Zwei Drittel machen die Wahl ihrer Bank von Datenschutz und -sicherheit abhängig. Nur 3 Prozent der Kunden vermuten Sicherheitslücken bei ihrem Dienstleister. Dabei hat, so eine Analyse von Capgemini („The Currency of Trust“), tatsächlich bereits jede vierte Finanzinstitution einen Hackerangriff erlebt. Intern sieht die Sache leicht anders aus. Nur jeder sechste der befragten Datenschutz- und Sicherheitsexperten aus Finanzorganisationen in acht Ländern glaubt, dass die eigene Organisation einen Datenverlust aufdecken geschweige denn verhindern könnte. Vertrauen weg, Kunde weg: Verliert ihre Bank Daten, wollen 83 Prozent das Institut wechseln. Da sind deutsche Kunden sensibler als der internationale Durchschnitt (74 Prozent). ù 60 04 // 2017

NEWS & TRENDS TROTZ INTERNATIONALEM KONTROLLVERFAHREN DK: Abgeltungssteuer beibehalten Nach der Einführung des internationalen Informationsaustauschs in Steuersachen steht die Abgeltungssteuer auf der Kippe. Im Finanzausschuss des Bundesrats sprach sich die rot-rot-grüne Mehrheit für die Abschaffung aus; Kapitalerträge sollten wieder nach dem persönlichen Steuersatz erhoben werden. Die Deutsche Kreditwirtschaft hingegen plädiert für eine Beibehaltung des pauschalen 25-Prozent-Satzes, den die Kreditinstitute für ihre Kunden von Kapitalerträgen einbehalten und direkt an das Finanzamt abführen. Damit sei die zutreffende Besteuerung der Kapitalerträge deutscher Steuerzahler sichergestellt. Würden Kapitalerträge der Regelbesteuerung unterworfen, sei ein Anstieg der Veranlagungsfälle zu erwarten, ohne dabei Mehreinnahmen für den Fiskus zu generieren. Auch sozialpolitisch wäre eine Befreiung der Wertzuwachsbesteuerung langfristiger Vermögensanlagen, etwa für die Altersvorsorge, unvermeidlich. Mit einer Verschärfung der Steuer würde sich Deutschland auch gegen den Trend stellen. Die meisten EU-Mitgliedsländer verlangen auf Zinseinkünfte Steuern unter 25 Prozent. ù REGULIERUNG Schiedsverfahren im OTC-Geschäft Deutsche ISDA-Mitglieder können nun auch in Frankfurt Schiedsverfahren im Zusammenhang mit ISDA-Transaktionen durchführen lassen. Dadurch werde der Finanzplatz Frankfurt enorm gestärkt. Gerade beim Versuch, das vom Brexit betroffene Londoner Geschäft nach Frankfurt zu holen, sei das ein großer Vorteil, erklärt Mathias Wittinghofer von Herbert Smith Freehills Germany LLP. Für den Derivatehandel hat die Deutsche Institution für Schiedsgerichtsbarkeit (DIS) kürzlich eine weitere Standardklausel verabschiedet, die in das ISDA (International Swaps & Derivatives Association)-Master Agreement eingefügt werden kann. Dieses Agreement wird im internationalen OTC-Geschäft von nahezu alle Marktteilnehmern verwendet. Allerdings waren bislang nur staatliche Gerichte in London oder New York zuständig; Deutschland als größte Volkswirtschaft in Europa war nicht dabei. In Abstimmung mit der ISDA hat die DIS deshalb nun eine Schiedsklausel entwickelt, die ein Verfahren nach deutschem Schiedsrecht unter der Aufsicht der DIS – und letztendlich deutscher Gerichte – vorsieht. ZAHL DES MONATS 900 Mrd. € haben die Deutschen derzeit in Wertpapieren angelegt, 20 Prozent mehr als vor vier Jahren. BASISKONTEN IM TEST Klage gegen drei Banken Seit einem halben Jahr hat jeder Anspruch auf ein Basiskonto. Die Banken hätten aber Barrieren errichtet, kritisiert ein Fachportal. Hohe Gebühren sind der Hauptkritikpunkt. Das Basiskonto sollte nicht teurer sein als ein herkömmliches Konto, kostet aber im Schnitt bei Filialbanken 7 € im Monat. Das sind, so Konto.org, ca. 5 Prozent der Barmittel eines Asylbewerbers. Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat jetzt Klage gegen drei Kreditinstitute eingereicht: Er hält die Gebühren für Basiskonten der Deutschen Bank, ihrer Tochter Postbank sowie der Sparkasse Holstein für nicht angemessen. Da bis zu einem Richterspruch Jahre vergehen können, soll die BaFin vorab faire Kosten sicherstellen. ù ALLOKATION IM OSTEN Russischer Bulle auf dem Weg Für die russische Wirtschaft waren die letzten Jahre schwierig, internationale Anleger haben den Markt gemieden. Jetzt könnten risikobewusste Anleger an einem verbesserten Ausblick partizipieren. Die Inlandsproduktion wurde deutlich hochgefahren. Vorlaufindikatoren wie der Einkaufmanagerindex PMI notieren im expansiven Bereich, Russland ist auf dem Weg zurück in die Wachstumszone. Auch Bernd Hartmann, Leiter Group Investment Research der VP Bank Gruppe, glaubt an die Chancen für den ohnehin nur gering verschuldeten russischen Staat, bereits vor 2019 wieder einen Überschuss zu erzielen. Am Aktienmarkt verdeutliche ein Blick auf die aktuellen Geldflüsse großer Fondsmanager, dass insbesondere Schwellenländermanager ein russisches Übergewicht in ihren Fonds aufbauen. 04 // 2017 61

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