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die bank 04 // 2016

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

ó IT & KOMMUNIKATION

ó IT & KOMMUNIKATION Auch Hans-Gert Penzel sieht die Banken, Payment Service Provider und Clearing- Häuser vor der Herausforderung, enorme Anpassungen ihrer Infrastrukturen vornehmen zu müssen, die „erhebliche Investitionen“ nach sich ziehen würden. Wieviel ein europäisches Realtime-Zahlungssystem kosten wird, ist noch nicht abzusehen. Greifbare Zahlen liegen etwa aus dem kleinen Dänemark vor. Dort kostete allein die Infrastruktur im Rahmen der Einführung eines Echtzeit-Bezahlsystems schon 33,5 Mio. €. Für das in Großbritannien genutzte Format Faster Payments investierten die Banken satte 275 Mio. € in ihre IT-Aufrüstung und die angeschlossenen PSPs noch einmal jeweils mindestens 60 Mio. €. 3 Mitentscheidend wird sein, ob sich Instant Payment auf vorhandene Systeme aufsetzen lässt. Experte Egner sieht einen Trend, dass die Instant-Payment-Fähigkeit vor allem bei neu entwickelten Zahlungsverkehrssystemen berücksichtigt werden, gerade für den Massenzahlungsverkehr. „Das ist ein sehr komplexes Thema und einfacher umzusetzen, wenn Sie eine komplett neue ZV-Infrastruktur aufbauen.“ Der designierte Generalsekretär der EBA Association zog Parallelen zum Vergleich zwischen einem stabilen Neubau und einem alten Haus, „an dem Sie einen neuen Balkon anschweißen und hoffen, dass das Haus dadurch nicht einfällt.“ Hans-Gert Penzel betonte indes die Chance, die Instant Payments dem europäischen Regulator bietet. Der schnelle Service könne den Bürger überzeugen helfen, dass ihm SEPA nicht nur die vermaledeite lange IBAN beschert hat, sondern ihm tatsächlich einen echten Mehrwert bieten könne. Darüber hinaus biete die Etablierung eines europäischen Standards die Möglichkeit, die Abhängigkeit von nicht-europäischen Anbietern zu reduzieren. Er ist überzeugt, dass die meisten Stakeholder die Einführung von Instant Payments wollen. Verdienstmöglichkeiten sieht der Regensburger Professor auch eher im Bereich „attraktiver Services“ und warnt die Banken vor reiner Plattform-Dienstleistung: „Wer nur die Datenautobahn zur Verfügung stellt, wird Geld verlieren.“ Der Zahlungsverkehr werde künftig vom Cost Center zu einem vollwertigen Geschäftsfeld mit strategischem Gestaltungsbedarf. Ob sich der gesteckte Zeitrahmen mit der Einführung bis Ende 2017 einhalten lässt, sah Penzel in Köln eher kritisch, ließ in der Sache aber keinen Zweifel: „Instant Payments wird kommen!“ ó 1 Vgl. die bank 01.2015: Echtzeitzahlung – Jetzt sind die Banken am Zug. 2 Mitteilung der EZB vom 27.November 2015, „Echtzeitzahlungen (Instant Payments) europaweit ab November 2017“. 3 Vgl. die bank 09.2015: Instant Payments – Eine kritische Betrachtung. 1 Überblick über Instant Payment Nicht alle Systeme sind vergleichbar; es gibt große Unterschiede hinsichtlich der Clearing- und Settlement-Angebote, unterstützter Währungen, Zahlungsarten und grundsätzlichem Produktangebot (P2P, B2B, B2P, P2B). Nordamerika Mexiko Kanada USA Zentral- und Leiteinamerika Brasilien Chile Kolumbien Europa Tschechien Dänemark Island Vereinigtes Königreich Polen Schweden Schweiz Bahrain Finnland Türkei Niederlande Eurozone Afrika Nigeria Südafrika Asien und Pazifikraum China Indien Japan Singapur Taiwan Australien Hong Kong Indonesien Neuseeland Thailand Quelle: Egner / SWIFT. = in 18 Ländern bereits im Einsatz = 12 Länder in der Planungsphase = Euro-Staaten in Umsetzungsphase 78 diebank 04.2016

fi FOTONACHLESE Zahlungsverkehr der Zukunft 2016 Jahrestagung Fach- und Führungskräfte von Kreditinstituten haben sich im Rahmen der diesjährigen Konferenz über regulatorische Anforderungen und Innovationen im Zahlungsverkehr ausgetauscht. Vertreter von Aufsichtsbehörden, Banken und wissenschaftlichen Einrichtungen führten intensive Dialoge. Katja Heyder | EBA Cl earing ing. Olaf Hell rung | National-Bank. Prof. Dr. Hans-Gert Penz el | ibi resear ea ch an der Uni ver sität Regensburg. g. Dr. NiklasB sBart elt | paydirekt . Dr. Waldemar Grudzien | Bun desverband deutsch cher Ban ken. Christoph Schmi hmidt | Bun desver ban d deut scher Banken. Hans Martin Lan ang | Bu ndesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Tho homas Egner | Commerzbank. 04.2016 diebank 79

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