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die bank 04 // 2015

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

ó BERUF & KARRIERE fi

ó BERUF & KARRIERE fi BÜCHER Mayer, Thomas: Die neue Ordnung des Geldes FinanzBuch Verlag, München 2014, 252 S., 17,99 €, ISBN 978-3-89879-840-2 Die Ideen zur Radikalreform des Geldsystems blühen seit geraumer Zeit wieder auf. Kern der Kritik am bestehenden Geldsystem ist dabei die Geldschöpfung durch die Geschäftsbanken. Sie können „quasi aus dem Nichts“ durch die Vergabe von Krediten Giralgeld schaffen. Diesem System wohnt laut Mayer die Tendenz zur Überschuldung und Geldentwertung inne. Das Aufblähen von Kredit- und Geldmenge „legt den Samen für die danach folgende Vernichtung“. Es entstehen Kredit- und Konjunkturzyklen, die in der Überschuldung des Staates, der Unternehmen oder der privaten Haushalte enden. Mayer, der als Ökonom auch bei international bedeutenden Banken wie Goldman Sachs und der Deutschen Bank beschäftigt war, gibt eine gut verständliche Problemanalyse und gewährt einen Überblick über verschiedene Ideen zu „alternativen“ Geldsystemen. Er selbst ist „bekennender“ Anhänger der österreichischen Schule der Nationalökonomie, die unter anderem in der Tradition von Friedrich A. von Hayek und Ludwig von Mises steht. Der Autor liefert aber nicht nur einen kurzweiligen und faktenreichen Ritt durch die Verästelungen der Geldtheorie, sondern geht auch immer wieder auf sehr aktuelle ökonomische Überlegungen ein, etwa die von Lawrence Summers aufgeworfene These der „säkularen Stagnation“ oder die Verteilungskritik des französischen Ökonomen Thomas Piketty. Thomas Mayer plädiert für ein Geldsystem ohne staatliche „Rückendeckung“ – ein System, das besonders für einen Staatenver- bund ohne Zentralstaat wie die Europäische Union geeignet sei. Die Geldschöpfungsgewinne sollen als „Dividende“ direkt an die Bürger ausgeschüttet werden. Auch die Deckung des Geldes mit Gold oder sonstigen Rohstoffen hält er nicht für sinnvoll. Bedauerlich ist allerdings, dass der Leser bei den sich dann aufdrängenden Detailfragen zum neuen System alleingelassen wird. Ist es wirklich ökonomisch sinnvoll und vor allem praktikabel, die Geldmenge im neuen System „unelastisch“ zu halten? Wie kommt das neue Geld unter die Leute? Welche Auswirkungen hat der Systemwechsel auf die Vergabe von Krediten sowie die Dynamik von Wirtschaft und Innovationen? Und was würde ein für Europa vorgeschlagener Währungswettbewerb ganz konkret in der Praxis bedeuten? Der interessierte Leser wünscht sich deshalb eine Fortsetzung. Volker Hofmann Heithecker, Dirk/Tschuschke, Dennis (Hg.) Bearbeitungs- und Prüfungsleitfaden: Management von Modellrisiken Finanz Colloquium Heidelberg, 2014, 427 Seiten, 79 €, ISBN: 978-3-943170-76-4. Bei der Vielzahl gesetzlicher und aufsichtsrechtlicher Vorgaben und Neuregelungen nimmt das Thema Modellrisiko eine immer bedeutendere Stellung ein. Dabei fordert vor allem der AT 4.1 Tz. 8 der MaRisk eine Analyse möglicher Ungenauigkeiten in den Risikowerten. Die adäquate Steuerung von Modellrisiken beinhaltet jedoch auch die Umsetzung von Anforderungen an eine solide und effektive Datenhaltung sowie eine jederzeit sichergestellte und umfassende Reporting-Fähigkeit im Sinne der Anforderungen der neuen Baseler Grundsätze BCBS 239. Demnach dürfte die Gestaltung des Umgangs mit Modellrisiken in den kommenden Jahren eine der wesentlichen Herausforderungen für das Management der Kreditinstitute darstellen. So resultiert die aktuelle Diskussion zu diesem Themenfeld aus einer der wesentlichen Erkenntnisse der Finanzkrise, nämlich dass die Nutzung mathematischer Risikomodelle in den Entscheidungsprozessen der Kreditinstitute auch Risiken in sich begründet. Ausgewiesene Praktiker aus Risikomanagement und Bankensteuerung, erfahrene Projektleiter aus dem Bereich Data Warehousing sowie Bundesbank-Prüfer setzen sich kritisch mit den neuen aufsichtsrechtlichen Anforderungen auseinander und arbeiten in diesem Zusammenhang deutlich heraus, dass das Themenfeld Modellrisiko weit über die Modellvalidierung hinausgeht. Im Mittelpunkt dieses Leitfadens stehen aufsichtsrechtliche Anforderungen an Modellrisiken und die Abbildung von Modellunsicherheiten, die Begriffsbestimmung und Abgrenzung von Modellrisiken vor dem Hintergrund relevanter aufsichtsrechtlicher (Neu-)Regelungen sowie die Nutzung von Leitplanken zur Bewertung der Relevanz von Modellrisiken und deren Einbindung in die Risikotragfähigkeit vor dem Hintergrund der MaRisk-Anforderungen. Darüber hinaus legen die Beiträge einen Schwerpunkt auf die Leistungsvorgaben zur Sicherstellung eines effektiven Datenmanagements und auf die Analyse von Modellrisiko-Treibern, welche die Erkennung von Modellrisiken bei allen Standard- Risikoarten (Adressausfall-, Liquiditäts-, operationelles und Marktpreisrisiko im Bankbuch und Handelsbuch) unterstützen sollen. Die Auseinandersetzung mit wesentlichen Frage- und Problemstellungen in Bezug auf ein effektives Management von Modellrisiken wird durch den Einsatz von praxisorientierten Checklisten unterstützt. Der Leitfaden hilft 80 diebank 4.2015

BERUF & KARRIERE ó fi IMPRESSUM fi AUSBLICK vor allem Fach- und Führungskräften aus Risikomanagement/-controlling, Interner Revision und externen Bankenprüfern, sich diesem neuen Themenfeld aus einer stärker steuernden und weniger mathematisch-statistischen Sichtweise zu nähern. Red. Hüffer, Uwe / Koch, Jens: Aktiengesetz. Kommentar Verlag C.H.BECK, 11. Auflage, 2014, XXXVI, , 2.212 Seiten, 159 €, ISBN 978-3-406-66185-3 Benötigt der Gesellschaftsrechtspraktiker einen Kommentar zum Aktiengesetz, der den Spagat zwischen Praxis und Wissenschaft beherrscht, ist „der Hüffer“ als Standardkommentar auf diesem Gebiet nicht mehr wegzudenken. Ausweislich des Vorworts ist das Werk im Vergleich zur Vorauflage um etwa 350 Seiten angewachsen. Die Kommentierung in dem von Dr. Uwe Hüffer im Jahr 1993 begründeten und bis zur Vorauflage im Jahr 2012 betreuten Werk wurde nunmehr von Prof. Dr. Jens Koch (Universität Bonn) übernommen und durchgehend im Hinblick auf Gesetzgebung und Rechtsprechung auf den aktuellen Stand gebracht. So wurden beispielsweise die Ausführungen zum Deutschen Corporate Governance Kodex in § 161 AktG aufgrund der Änderungen im Mai 2013 aktualisiert. Zudem wurde die Rechtsprechungsänderung des BGH zum Delisting eingearbeitet und bewertet (§ 119, Rn. 35). Ebenfalls zu begrüßen ist, dass auch die – schon in den Vorauflagen sehr gut aufbereiteten – Literaturhinweise durchweg auf den neuesten Stand gebracht worden sind. Die Neuauflage des Hüffer ist daher uneingeschränkt zu empfehlen. Dr. Daniel Hoffmann Verlag und Herausgeber Bank-Verlag GmbH Wendelinstraße 1, 50933 Köln Tel.: +49/221/5490-0, Fax.: +49/221/5490-315 E-Mail: die-bank@ bank-verlag.de Redaktion Chefredaktion: Dr. Stefan Hirschmann (verantwortlich) Wilhelm Niehoff Redaktion: Anja U. Kraus Tel.: +49/221/5490-542 E-Mail: anja.kraus@ bank-verlag.de Leitung Kommunikation & Redaktion Dr. Stefan Hirschmann Tel.: +49/221/54 90-221 E-Mail: stefan.hirschmann@ bank-verlag.de Verkauf Andreas Conze Tel.: +49/221/54 90-603 E-Mail: andreas.conze@ bank-verlag.de Produktionsleitung Armin Denzel Layout Katrin Frese Geschäftsführer Wilhelm Niehoff (Sprecher) Michael Eichler Matthias Strobel Handelsregister Köln: HRB 65 USt-Id.-Nr. DE 12279 4759 Steuer-Nr. 223 5802 2339 VN 11756 Abo- und Leserservice Tel.: +49/221/5490-500 Fax: +49/221/5490-315 E-Mail: medien@ bank-verlag.de Lektorat Ulrike Ascheberg-Klever, Köln Druck Media Cologne Kommunikationsmedien GmbH Luxemburger Str. 96 50354 Hürth Printed in Germany Erscheinungsweise Printausgabe (ISSN 0342-3182) monatlich (12 x im Jahr) E-Mail-Newsletter: zweiwöchentlich (24 x im Jahr) Anzeigenpreise Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 29 vom 1.1.2015 Bezugspreise Einzelheft: 11,00 €, Abo: 120,00 € pro Jahr (inkl. Versandkosten und 7% Mwst), Studentenabo: 72,00 € pro Jahr (inkl. Versandkosten und 7% Mwst) Copyright und Haftungsausschluss Kein Teil dieser Zeitschrift darf ohne schriftliche Genehmigung des Verlags vervielfältigt werden. Unter dieses Verbot fallen insbesondere die gewerbliche Vervielfältigung per Kopie, die Aufnahme in elektronische Datenbanken und die Vervielfältigung auf Datenträgern. Die Beiträge sind mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt, die Redaktion übernimmt jedoch keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der abgedruckten Inhalte. Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung des Verlags und Herausgebers wieder. Empfehlungen sind keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren sowie anderer Finanz- oder Versicherungsprodukte. Eine Haftung für Vermögensschäden ist ausgeschlossen. Für die Inhalte der Werbeanzeigen ist das jeweilige Unternehmen oder die Gesellschaft verantwortlich. Bildnachweise iStockphoto.com: © Nikada S. 4; © HHakim S. 7; © Catherine Lane S. 11; © BelleMedia S. 12; © Entienou S. 20; © scyther5 S. 22; © Rhoberazzi S. 25; © StanRohrer S. 35; © robynmac S. 36; © john shepherd S. 50; © wgmbh S. 52; © Dean Mitchell S. 62; © GlobalStock, © Andrew Rich, © mariakraynova S. 81; fotolia.com: © WavebreakMediaMicro S. 9; Sonstige: © Bernd Schaller S. 3, 71, 79; © Axel Griesch S. 69; © Deutsche Bank S. 70, 76; © Frank Rumpenhorst S. 76; © Wertpapierbörse Baden-Württemberg S. 78; © HSH Nordbank S. 78; Risikomanagement RepRisk-Prozess als Management-Entscheidung Mittelstandsanleihen Abgesang auf ein Marktsegment? Strategie Portfolio-Insurance in der Praxis 4.2015 diebank 81

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