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die bank 04 // 2015

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

ó BERUF & KARRIERE

ó BERUF & KARRIERE Keine Quotenfrau sein fi INTERVIEW INTERVIEW Mit Männerdomänen kennt sich Gülabatin Sun bestens aus. An der Ruhr-Universität Bochum studierte die gebürtige Duisburgerin Maschinenbau und schloss als Diplom-Ingenieurin ab. Die heute 45-Jährige startete ihre Karriere bei der Citibank, wo sie binnen sieben Jahren zur Geschäftsführerin der Citicorp Dienstleistungs GmbH und Mitglied des Executive Committee aufstieg. Nach einer Station bei der UniCredit kam Sun 2008 zur Deutschen Bank. Seit 2013 ist sie Global Head of Diversity & Inclusion und berichtet an Stephan Leithner, Mitglied des Vorstands mit Verantwortung unter anderem für den Bereich Human Resources. diebank: Frau Sun, die Frauenquote für Aufsichtsräte ist beschlossen. Was halten Sie davon, den Aufstieg gesetzlich zu verordnen? Sun: Ich persönlich bin keine Befürworterin der Quote. Bei der Vergabe eines Jobs muss es darum gehen, das beste Talent zu finden, egal ob Mann oder Frau. Ich selbst möchte auch keine Quotenfrau sein. Im Aufsichtsrat erfüllen wir die Quote von 30 Prozent schon länger. Letztlich belegt das auch, dass wir es sehr ernst mit der Förderung von Frauen meinen. Sun: Wir brauchen Programme für viele verschiedene Anforderungen, also einen bunten Blumenstrauß. Wir wollen nicht nach dem Gießkannenprinzip fördern, sondern maßgeschneiderte Angebote machen. Und zwar nachhaltig. Sonst bewegt sich nichts. Wir brauchen nicht ständig zehn neue Programme und Initiativen, sondern müssen das, was wir tun, intensiv verfolgen. Das reicht von Frauenförderprogrammen über flexible Arbeitszeitmodelle, Jobsharing selbst in der Filialleitung bis hin zur Kinderbetreuung. eine stärkere Sichtbarkeit, die Übernahme verantwortungsvoller Aufgaben und um das Thema Mitarbeiterführung. Und wenn wir konkret von Frauen sprechen: Zu den besten Führungskräften, mit denen ich in der Vergangenheit zusammen gearbeitet habe, zählten Mütter in Teilzeit. Sie waren hoch motiviert und leistungsstark. diebank: Zum Abschluss noch eine persönliche Frage: Was hat Ihnen persönlich am meisten bei Ihrem Aufstieg geholfen? diebank: In einer freiwilligen Selbstverpflichtung hat sich die Deutsche Bank 2010 auch mit den anderen DAX-Konzernen auferlegt, dass bis zum Jahr 2018 im Senior Management, also der ersten und zweiten Führungsebene, 35 Prozent Frauen sitzen sollen. Wie nahe sind Sie dem Ziel schon gekommen? Sun: Ende 2013 lag der Anteil bei 18,7 Prozent, und wir sind auf einem guten Weg, unser Ziel zu erreichen. Bei Führungskräften im außertariflichen Bereich lag der Frauenanteil Ende 2013 schon bei 31,1 Prozent und soll Ende 2018 dann weltweit 35 Prozent erreichen. diebank: Es gibt vielfältige Maßnahmen, wie die Deutsche Bank Frauen fördert. Was sind aus Ihrer Sicht die effizientesten? diebank: Wenn eine Frau nachmittags nach Hause geht, um das Kind in der Kita abzuholen, wird ihr aber immer noch gern ein schöner, freier Tag gewünscht. Sun: Das ist ein Teil der Kulturveränderung, an der wir arbeiten müssen. Wir müssen Vorurteile abbauen. Um hier erfolgreich anzusetzen, bieten wir eine Weiterbildung, die unsere Führungskräfte hinsichtlich des Umgangs mit unbewussten Denkmustern sensibilisiert. Zudem haben wir eine Initiative ins Leben gerufen, die sich „JustiFive“ nennt. Bei diesem Programm geben wir Führungskräften fünf Tipps an die Hand, um ihre besten weiblichen Talente im Team zu fördern und sie bei der Weiterentwicklung zu unterstützen. Dabei geht es vor allem um Sun: Am Wichtigsten sind die eigene Leistung und die Fähigkeit, Herausforderungen gut zu bewältigen, und hierdurch in einem Unternehmen sichtbar zu werden. Ich hatte gute Sponsoren, die mir Chancen gegeben haben. Man muss seine Komfortzone verlassen und Risiken eingehen, zum Beispiel durch die Übernahme größerer Verantwortungsbereiche oder neuer Aufgaben. Last but not least ist private Unterstützung unerlässlich. Als Führungskraft muss ich flexibel und mobil sein. Wenn der Partner und die Familie dafür kein Verständnis aufbringen, wird es schwierig. diebank: Frau Sun, vielen Dank für das Gespräch. Das Interview führte Eli Hamacher. 70 diebank 4.2015

BERUF & KARRIERE ó fi FOTONACHLESE Zahlungsverkehr der Zukunft JAHRESTAGUNG Fach- und Führungskräfte von Kreditinstituten haben sich im Rahmen der diesjährigen Konferenz über Geschäftsmodelle, moderne Technologien und innovative Anwendungen im Zahlungsverkehr ausgetauscht. Vertreter von Aufsichtsbehörden, Banken und FinTechs führten intensive Dialoge. Die nächste Fachtagung Zahlungsverkehr der Zukunft findet am 24. und 25. Februar 2016 statt. 4.2015 diebank 71

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