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die bank 04 // 2015

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

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ó BERUF & KARRIERE fi ERWERBSPERSONEN UND ERWERBSQUOTEN NACH GESCHLECHT ” 1 Millionen Personen 1 24 Prozent 80 21 70 18 60 15 50 12 40 9 30 6 20 3 10 0 1992 1995 1998 2001 2004 2007 2010 2013 0 1 im Alter von 15 bis 74 Jahren Quelle: Eurostat: Berechnung des DIW Berlin. Erwerbspersonen: Männer Frauen Erwerbsquote: Männer Frauen 64 diebank 4.2015

BERUF & KARRIERE ó Bank sucht Frau FINANZWELT Frauen in Spitzenpositionen sind nach wie vor die Ausnahme: Ihr Anteil lag Ende des Jahres 2014 in den Vorständen der 200 größten Unternehmen bei gut fünf Prozent. Das entspricht 47 von insgesamt 877 Vorstandssitzen. Betrachtet man nur die 100 größten Unternehmen, ist der Frauenanteil in der Chefetage nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) sogar von knapp fünf auf gut vier Prozent gesunken. In keiner Branche haben Frauen eine so geringe Chance, aus dem mittleren Management in die Führungsetage aufzusteigen, wie in der Finanzwirtschaft. Eli Hamacher Keywords: : Karriere, Top-Management, Finanzwirtschaft Sonja Kardorf ist oben angekommen. Von ihrem Büro im elften Stock der Investitionsbank Berlin (IBB) genießt sie einen phantastischen Blick über die Hauptstadt. Hier übernimmt die Ex- Leistungssportlerin Mitte 2014 einen Posten, den sie schon mit Anfang 20 ganz ambitioniert angestrebt hat. „Mit 40 sitze ich im Vorstand einer Bank.“ Fast wäre es eine Punktlandung geworden. Mit 42 steigt die damalige Postbank-Bereichsleiterin in das oberste Führungsgremium der Förderbank des Landes Berlin auf. In der von Männern dominierten Finanzbranche hat die Bankerin unbeirrt ihren Weg gemacht und sich dabei eine sehr gelassene und sympathische Art bewahrt. „Der Leistungssport hat mich gelehrt, in schwierigen Situationen zu kämpfen. Die haben mich angespornt und nicht abgeschreckt“, sagt die Ex- Hockey-Bundesligaspielerin. Dass sich die zielstrebige Beamtentochter nach ihrer Ausbildung bei der Commerzbank schon frühzeitig stärker für Kreditrisiken als für frauentypische Ressorts wie Personal und Marketing interessierte, hat sie nicht zuletzt ihrer Mutter zu verdanken. Die arbeitete als Finanzbuchhalterin und kümmerte sich nicht nur im Job, sondern auch zu Hause ums Geld. Erster Schritt in Richtung gesetzlich verordneter Beförderung Als Kardorf schließlich der Anruf des Headhunters erreicht, ist sie nach Stationen bei ABN Amro, HypoVereinsbank, WestLB und Postbank für den Vorstandsposten bestens qualifiziert. „Die Ba- Fin hat binnen 24 Stunden den Zuschlag für den Posten erteilt“, unterstreicht sie selbstbewusst. Mit ihrer Spezialisierung auf das Kreditrisikocontrolling gehört die Managerin zu den gefragten Führungskräften in der deutschen Finanzwirtschaft. Und noch hat Kardorf wenig Konkurrenz. „In keiner Branche haben Frauen eine so geringe Chance, aus dem mittleren Management in die Führungsetage aufzusteigen, wie in der Finanzwirtschaft.“ Zu diesem Schluss kommt eine Anfang Dezember 2014 veröffentlichte Studie der Managementberatung Oliver Wyman. Doch das könnte sich bald ändern. Ende 2014 machte der Bund mit der Quote einen ersten Schritt in Richtung gesetzlich verordneter Beförderung. Gleichzeitig haben die Finanzspezialistinnen erkannt, dass auch sie sich gezielter qualifizieren und effizienter vernetzen müssen. Last but not least zeigen zahlreiche Aufstiege gerade im abgelaufenen Jahr: Und es bewegt sich doch etwas! Klaus-Peter Gushurst, Sprecher der Geschäftsführung der Strategieberatung PwC Strategy& (Germany) GmbH, glaubt gar, dass im Jahr 2040 bereits mehr als ein Drittel aller neu zu besetzenden CEO-Posten an Frauen gehen. Zunächst einmal klingen die Fakten ernüchternd. In den Vorständen der 100 größten Banken und Sparkassen lag der Frauenanteil laut dem jährlich veröffentlichten Managerinnen-Barometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) Ende 2014 bei durchschnittlich knapp sieben Prozent und blieb damit fast unverändert gegenüber 2013. Selbst in den Aufsichtsräten ging es kaum voran: Mit 18 Prozent waren Frauen nur geringfügig häufiger in den Kontrollgremien vertreten als im Vorjahr. Die öffentlich-rechtlichen Geldhäuser, also vor allem Sparkassen und Landesbanken, gingen nur bedingt mit gutem Beispiel voran: Zwar konnten sie laut DIW den Frauenanteil in ihren Vorständen um etwa zwei Prozentpunkte auf knapp sieben Prozent erhöhen, haben damit aber nur zu den privaten Banken aufgeschlossen. Fast gleichauf liegen die beiden Gruppen mit knapp 19 Prozent (öffentlich-rechtliche Banken) und gut 18 Prozent (private Banken) auch bei den Aufsichtsräten. Die schlechten Ergebnisse überraschen vor allem deshalb, weil rund 60 Prozent der Beschäftigten in Privatbanken, Volksund Raiffeisenbanken sowie Sparkassen weiblich sind. Doch die 4.2015 diebank 65

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