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die bank 04 // 2015

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

Beruf & Karriere Trends

Beruf & Karriere Trends TROTZ FACHKRÄFTEMANGEL Blick in die Ferne bleibt aus ó Der Arbeitsmarkt boomt, und 65 Prozent der befragten deutschen Unternehmen wollen neue Mitarbeiter einstellen. Diese suchen sie aber mehrheitlich in Deutschland. Nur jedes vierte Unternehmen rekrutiert international, fand der Personaldienstleister Hays für seinen HR-Report 2014/15 heraus. Und selbst dann beschränkt sich die Suche meist auf die deutschprachigen Nachbarländer. Jenseits dieser Sprachgrenze sind West- und Osteuropa die wichtigsten Rekrutierungsmärkte. Obwohl Indien und China immer wichtigere Märkte sind, suchen dort lediglich jeweils sechs Prozent der Unternehmen nach geeigneten Kandidaten. Grund dafür sind offenbar bürokratische Hindernisse und lange Einarbeitungszeiten. Wo wird nach Mitarbeitern gesucht? Regionen, in denen Mitarbeiter international rekrutiert werden deutschsprachiges Ausland Westeuropa Südeuropa Osteuropa Indien China 34 % 21 % 15 % 4 % 41 % 21 % 6 % 6 % 23 % 11 % 40 % Basis: n(2014)=169 Befragte, n(2008)=107 Befragte; 2008 2014 Quelle: HR-Report 2014/2015 mit Schwerpunkt Führung. DEMOGRAFIE High Potentials gesucht ó In Kreditinstituten werden vermehrt Stellen sowohl im Back Office als auch im Front Office und Investment Banking besetzt. Vor allem Professionals mit langjähriger Berufserfahrung sind gesucht. Im Senior, Business und Strategic Management wurden gegenüber dem Vorjahr knapp 13 Prozent mehr Stellen ausgeschrieben. Dies belegt der Europäische Job Index (EJI) der internationalen Personalberatung Robert Walters. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen sind durch den demografischen Wandel in Deutschland gezwungen, sich um die Führungsnachfolge zu kümmern und Stabsstellen sowie Linienpositionen mit Nachwuchskräften neu zu besetzen. In den Kandidatenmärkten werde häufig über Headhunter und Personalberater rekrutiert, heißt es in der Studie. Gesucht werden laut Robert Walters außerdem Experten für Steuern, Risiko und Compliance. Stellenausschreibungen für Tax-Positionen haben gegenüber dem Vorjahresquartal sogar um fast 50 Prozent zugenommen. Die Banken benötigen für ihre Finanzsteuerung Experten für Steuerrecht und -beratung ebenso wie qualifizierte Risik Manager (Risk Officer, Chief Risk Officer) und Controller. TOP EMPLOYER AWARD Bank Austria ausgezeichnet ó Die Bank Austria wurde in Deutschland, Italien, Polen, Russland und im Vereinigten Königreich zu den attraktivsten Arbeitgebern Europas ernannt. Bereits zum fünften Mal in Folge erhielt die Bank Austria die begehrte Auszeichnung als Top-Arbeitgeber auf europäischer Ebene. Der Top Employer Award ist eine Auszeichnung des Top Employers Instituts, das hervorragende Leistungen in HR- Prozessen, Arbeitsbedingungen, Training und Entwicklung, Karriereentwicklung sowie Kulturmanagement bewertet. Das Auswahlverfahren zum Top-Arbeitgeber basiert auf einem mehrstufigen, zertifizierten Bewertungsprozess des Top Employers Instituts. Bewertet werden die Angebote in den Bereichen Talentstrategie, Personalplanung, Onboarding, Training und Entwicklung, Performance Management, Führungskräfteentwicklung, Karriere & Nachfolgeplanung, Compensation und Benefits sowie Unternehmenskultur. In einem österreichweiten Zertifizierungsprozess wurde die Bank Austria als Top Employer Austria bewertet. 62 diebank 4.2015

FINANCIAL ECONOMICS Stephen A. Ross erhält Deutsche Bank Prize ó Das Center for Financial Studies (CFS) hat den Deutsche Bank Prize in Financial Economics 2015 an Professor Stephen A. Ross für herausragende Beiträge zur Erforschung der grundlegenden Bestimmungsfaktoren von Finanzmarktpreisen und ihrer Anwendung in der Finanzpraxis vergeben. Die wichtigsten von ihm entwickelten Modelle prägen das Fach seit mehr als 25 Jahren. Sie betreffen die Theorie der arbitragefreien Wertpapierbewertung, die Analyse von Zinsstrukturen, das Verständnis von Optionspreisen und die grundlegende Struktur des Prinzipal-Agenten-Problems. Der vom Stiftungsfonds Deutsche Bank geförderte und bereits zum sechsten Mal vergebene Wissenschaftspreis ist mit 50.000 € dotiert und wird vom CFS gemeinsam mit der Goethe-Universität Frankfurt alle zwei Jahre verliehen. Der Preis wird Ross im Rahmen eines wissenschaftlichen Symposiums am 24. September 2015 in Frankfurt übergeben. Der Deutsche Bank Prize in Financial Economics ehrt international renommierte Wirtschaftswissenschaftler, deren Arbeit die Forschung zu finanz- und makroökonomischen Fragen entscheidend beeinflusst und zu wesentlichen Beiträgen für Wissenschaft und Praxis geführt hat. Stephen Ross ist weltweit für seinen herausragenden Beitrag zur modernen Finanzökonomie anerkannt. MINDESTLOHN Augen auf beim Praktikum ó Praktika sind in der Arbeitswelt von zentraler Bedeutung. Unternehmen und Nachwuchskräfte lernen sich kennen und loten die Option auf eine dauerhafte Zusammenarbeit aus. Doch Vorsicht: Für Praktika gelten seit Jahresbeginn verschärfte Vorgaben. Die Planung und Durchführung von Praktika erfordert erhöhte Weitsicht, warnt die Wirtschaftskanzlei WWS aus Mönchengladbach. Insbesondere die Entlohnung und Praktikumsdauer müssen sorgfältig festgelegt werden. Andernfalls drohen hohe Nachzahlungen und empfindliche Bußgelder. Grundsätzlich haben auch Praktikanten Anspruch auf den Mindestlohn von 8,50 € pro Stunde. Zu den praxisrelevantesten Ausnahmen zählen Pflichtpraktika, die im Rahmen einer Ausbildung, eines Studiums oder auf Anweisung einer Schule erfolgen. Auch bei freiwilligen Praktika, die der beruflichen Orientierung dienen oder während eines Studiums oder einer Ausbildung durchgeführt werden, kann die Mindestlohnpflicht entfallen. Banken sollten Anlass und Beweggründe für ein Praktikum immer dokumentieren. Dazu können sie sich etwa die Praktikumspflicht bestätigen lassen und das Dokument in der Personalakte aufbewahren. In jedem Fall müssen Institute darauf achten, einen Praktikumsvertrag abzuschließen, der die wesentlichen Punkte festhält und dem Praktikanten vor Praktikumsbeginn ausgehändigt wird. BANKEN-JOBMARKT Wo 2015 eingestellt wird ó Vor allem in den Bereichen Risikomanagement, Compliance und IT ist im Jahr 2015 bei Banken mit Einstellungen zu rechnen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Trendprognose des Personaldienstleisters eFinancialCareers. Da Banken ihr Produktportfolio weiterentwickeln und smarte Lösungen anbieten wollen, werden zur Entwicklung dieser Dienstleistungen verstärkt Entwickler sowie Datenbankund Sicherheitsexperten gesucht. Das Angebot an geeigneten IT- Experten ist allerdings sehr begrenzt, da neben umfangreichen Fachkenntnissen der IT auch ein fundiertes Verständnis für die Arbeitsweisen im Finanzsektor notwendig ist. Die Spezialisten sollten bestehende Systeme verstehen und neue Infrastrukturen implementieren können, gefragt ist eine Schnittstellenkompetenz. Gefragt sind zudem sogenannte Data Scientists, die digitale Technologien im Tagesgeschäft sowie die Verwertung sensibler Kundendaten beherrschen. Eine aktuelle Studie der Nationalen Initiative für Informations- und Internet-Sicherheit (NIFIS) zeigt, dass knapp die Hälfte deutscher Unternehmen für 2015 plant, die Investitionssummen für IT-Sicherheit um 50 Prozent zu erhöhen. Weitere 45 Prozent glauben daran, dass sich die Investitionen bis 2020 sogar verdoppeln werden. Zusätzlichen Auftrieb dürfte das Thema durch das im vergangenen Dezember beschlossene IT-Sicherheitsgesetz erhalten. Hierin hat die Bundesregierung festgelegt, das Betreiber kritischer Infrastrukturen, dazu gehören auch Banken, einen Mindeststandard an IT-Sicherheit einhalten müssen. Hierfür werden bei Finanzinstituten zunehmend Stellen für IT-Sicherheitsbeauftragte geschaffen, die noch besetzt werden müssen. Hoher Personalbedarf wird auch aus den Bereichen Risikomanagement und Compliance vermeldet. Auf der Wunschliste der Personalverantwortlichen zahlreicher Finanzinstitute stehen für 2015 Kandidaten, die Kredit- und Marktrisiken einschätzen und managen können. Rosige Aussichten herrschen für Risikomanager und Compliance- Mitarbeiter. Allein die Citibank und die HSBC haben 10.000 beziehungsweise 7.000 Arbeitsplätze in diesen Bereichen weltweit geschaffen. Der Wettbewerb um die Top-Talente dürfte sich verschärfen. Für Banken ist es deshalb besonders wichtig, auf Wünsche heutiger Berufseinsteiger einzugehen. Ein sicherer Arbeitsplatz, eine positive Unternehmenskultur und Flexibilität sind treibende Faktoren bei der Wahl des zukünftigen Arbeitgebers. 4.2015 diebank 63

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