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die bank 04 // 2015

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

KAPITALMARKTANALYSE

KAPITALMARKTANALYSE Dividenden statt Niedrigzinsen ó Dividenden haben sich im Niedrigzinsumfeld als Katalysator für Investmentperformance bewährt. Das zeigt eine aktuelle Studie der Kapitalmarktanalysten von Allianz Global Investors unter der Leitung von Hans-Jörg Naumer. Ein stabilisierender Effekt wird beispielsweise bei einem rückwärtsgerichteten Blick auf den US-Markt in der Zeit von 1950 bis 2014 deutlich. Sowohl während inflationärer als auch deflationärer Marktphasen haben amerikanische Dividendenstrategien in den vergangenen 64 Jahren bessere Ergebnisse als der breite US-Markt erzielt. Zudem konnten Ausschüttungen Kursverluste durch einen positiven Beitrag zum MSCI Europe seit 1970 über rollierende Fünf-Jahres-Zeiträume ausgleichen oder zumindest abmildern. Im internationalen Vergleich überzeugten europäische Unternehmen im vergangenen Jahr mit hohen Dividendenrenditen von durchschnittlich 3,3 Prozent im MSCI Europe. Wenn die Europäische Zentralbank (EZB) mit den letzten geldpolitischen Maßnahmen sowohl Wirtschaftswachstum als auch das Inflationsziel von zwei Prozent in Europa erreicht, sind Anleger mit Dividendenaktien optimal aufgestellt. Sie bieten eine wichtige Kombination aus relativ hoher Dividendenrendite, historisch niedriger Kursvolatilität und Inflations- bzw. auch Deflationsschutz. INDIEN Der Tiger regt sich ó Die größte Demokratie der Welt, deren Volkswirtschaft größer ist als die Australiens und Kanadas, rückt wieder ins Blickfeld der Investoren. Und das hat gute Gründe: Erstmals seit 30 Jahren hat Indien eine neue Regierung, die im Sinne der Wählerschaft notwendige Veränderungen herbeiführen soll. Außerdem hat das Wirtschaftswachstum mittlerweile eine Bodenbildung vollzogen. Infolge des natürlichen Konjunkturzyklusses in Indien sollte es auch unabhängig von staatlichen Interventionen zu Verbesserungen kommen. Die Inflation in Indien ist aktuell bereits gesunken und das Leistungsbilanzdefizit schrumpft. Darüber hinaus dürfte Indien auch von den zuletzt niedrigen Öl- und Rohstoffpreisen kräftig profitieren. Gemäß einer Länderanalyse der Carmignac-Gruppe bestand das indische Problem in den letzten Jahren darin, dass die jeweilige Regierung entweder unfähig oder häufig nicht bereit war, erforderliche Veränderungen umzusetzen. Entscheidende Wirtschaftsreformen standen entweder nicht oben auf der Agenda oder entsprechende Pläne blieben in langwierigen Gesetzgebungsverfahren stecken. Der neu gewählte Premierminister Narendra Modi scheint diesen Reformstau nun aufgelöst zu haben. Carmignac sieht vor allem in den Aktien Bharti Airtel, ICICI Bank und United Spirits eine gute Möglichkeit, um von dem indischen Wachstumstrend zu profitieren. SPEZIALFONDS Neue Anlageverordnung verabschiedet ó Das Bundeskabinett hat am 25. Februar 2015 die Novelle der Anlageverordnung und der inhaltsgleichen Pensionsfonds-Kapitalanlageverordnung verabschiedet. Mit der Überarbeitung wurden beide Verordnungen an die Vorgaben des Kapitalanlagegesetzbuchs (KAGB) angepasst; außerdem erweitert die Novelle die Möglichkeiten von institutionellen Anlegern, in Infrastrukturprojekte zu investieren. Die Anlageverordnung definiert die Anlagegrundsätze für das gebundene Vermögen von Versicherungsunternehmen mit weniger als fünf Mio. € Beitragsaufkommen pro Jahr und Pensionskassen. Sie konkretisiert damit die Vorschriften aus dem Versicherungsaufsichtsgesetz. Anlagen in Spezialfonds bleiben wie bisher innerhalb der allgemeinen Mischungsquote von 50 Prozent erhalten. Damit können kleinere Versicherungen, Altersvorsorgeeinrichtungen und Pensionskassen auch künftig alternative Vermögensgegenstände wie Edelmetalle, Unternehmensbeteiligungen oder unverbriefte Darlehensforderungen als Beimischung im Portfolio halten. Sofern der Spezialfonds in Assets investiert ist, die von der Versicherung nicht direkt erworben werden könnten (z. B. Edelmetalle), werden solche Vermögensgegenstände gemeinsam mit Hedgefonds einer Mischungsquote von 7,5 Prozent unterworfen. Der ursprüngliche Vorschlag des BMF, das gesamte Volumen des Spezialfonds in die Obergrenze von 7,5 Prozent einzurechnen, wurde damit fallen gelassen. Darauf hatte vor allem der BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V. gedrängt, der die Interessen der deutschen Investmentindustrie vertritt. BVI wertete den ursprünglichen Vorschlag kritisch Die Einschränkung in den Anlagemöglichkeiten hätte kleinere Versicherer, Pensionskassen und sonstige betroffene Versorgungseinrichtungen unverhältnismäßig belastet. Denn während die Solvency-II-Richtlinie für große Versicherungsunternehmen mit einem jährlichen Beitragsvolumen von mindestens fünf Mio. € die Anlageverordnung ab dem 1. Januar 2016 ablösen wird, müssen sich kleinere Versicherer und Pensionskassen weiter nach der Anlageverordnung richten. Das gleiche gilt für sonstige betriebliche und kommunale Versorgungseinrichtungen. Die neue Anlageverordnung und die Pensionsfonds-Kapitalanlageverordnung sollen im April 2015 in Kraft treten. 6 diebank 4.2015

Finanzmarkt Trends WEALTH MANAGEMENT Wie reich sind die Superreichen? ó Wie reich sind die Superreichen wirklich? In amtlichen Steuerdaten findet man auf diese Frage nur schwer eine Antwort. Das Wissen um ihre finanzielle Situation wäre aber für eine zielgenaue Gestaltung der Steuer- und Sozialpolitik hilfreich. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hat jetzt im Auftrag der Hans- Böckler-Stiftung das Vermögen der reichsten Deutschen geschätzt und mit den vorhandenen Datenquellen zur Vermögensverteilung kombiniert. Da als Grundlage die nur bedingt überprüfbare Milliardärsliste des Forbes-Magazins dient, rechneten die DIW-Verteilungsexperten mit zwei verschiedenen Szenarien. Beide bleiben mit Unsicherheiten behaftet, deuten jedoch darauf hin, dass die reichsten Deutschen über wesentlich mehr Vermögen verfügen, als Statistiken wie das sozio-ökonomischen Panel (SOEP) oder die Bundesbank- Studie „Private Haushalte und ihre Finanzen“ ausweisen. Den Schätzungen zufolge hält das reichste Prozent der Bevölkerung nicht – wie im SOEP ausgewiesen – rund ein Fünftel des Privatvermögens im Land, sondern rund ein Drittel. Der Anteil der reichsten 0,1 Prozent wird sogar dreimal so hoch geschätzt. Das Gesamtvermögen der Deutschen steigt durch die Hinzuschätzung 2012 von 6,3 Bio. € auf bis zu 9,3 Bio. Nach der Forbes-Liste hielten im Jahr 2013 allein die 55 deutschen Dollar-Milliardäre rund 230 Mrd. € Nettovermögen. ANLEGER SUCHEN EINSTIEGSCHANCE Wann steigt der Ölpreis? ó Der Preis fürs Öl ist so niedrig wie seit vielen Jahren nicht mehr – die Frage ist nur, wie lange das noch so bleiben wird. Viele Anleger erwarten, dass die Trendwende kommt, und wollen von anziehenden Preisen profitieren. Fast 90 Prozent der Zertifikate-Emittenten halten Öl jetzt für ein interessantes Investment bei Selbstentscheidern. Im Beratungsgeschäft ist ebenfalls ein hohes Interesse zu verzeichnen: Rund 70 Prozent der Anlageberater in Banken und Sparkassen bestätigen, dass die Ölpreis-Entwicklung derzeit etliche Kunden zum Einstieg lockt, meldet „Der Zertifikateberater“. Etwa drei Viertel der Kunden nutzen zu diesem Zweck Indexzertifikate und ETC. Dabei gehen lediglich 15 Prozent der Berater davon aus, dass Kunden die damit verbundenen Schwierigkeiten bekannt sind. Denn eine 1:1-Beteiligung am Ölpreis ist kaum darstellbar. Die Abbildung über Rohstoff-Futures führt derzeit zu sogenannten Rollverlusten. Investments in Öl sind derzeit eins der beliebtesten Themen in den Anlagegesprächen, berichten die Berater. Noch stärkeres Interesse gebe es nur für Deutsche Aktien und Standardindizes. TROTZ UKRAINE-KRISE Osten wächst stärker als Westen ó Die Wirtschaft in Zentral- und Osteuropa (CEE ohne Russland) wird 2015 etwa 2,5 bis 3,5 Prozent wachsen und damit mindestens doppelt so stark wie in der Eurozone. Negative Wachstumseffekte durch den Ukraine-Konflikt werden durch die positiven Auswirkungen niedriger Öl- und Gaspreise ausgeglichen. Davon gehen die Ökonomen der Erste Asset Management GmbH aus. Die Konjunkturerholung, getrieben durch Aufholeffekte, Restrukturierungen und Privatisierungen, werde anhalten. Auch die jüngsten Daten aus der Eurozone geben Anlass zur Hoffnung, dass das Wachstum bei den Nachbarländern in Osteuropa an Fahrt gewinnt. „Die global niedrigen Zinsen und die niedrige Inflationserwartung zwingen die Notenbanken in Zentral- und Osteuropa, die Zinsen zu reduzieren. Von diesen Zinserwartungen werden die Börsen in diesem Jahr teilweise beflügelt“, so Peter Szopo, Osteuropa-Experte der Erste AM. Weniger gut sieht es für Russland aus. Die Analysten erwarten einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um bis zu fünf Prozent. Negative Faktoren sind der Konflikt in der Ukraine, die Halbierung des Ölpreises, die zweistellige Inflation und die Kapitalflucht der Investoren. Dennoch werde die Rezession milder ausfallen als 2009. 4.2015 diebank 7

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