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die bank 03 // 2020

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

EUROPA

EUROPA 2020 Klima schützen, Märkte stärken Der Bankensektor muss und will auf dem Weg zu einer klimafreundlicheren Gesellschaft eine zentrale Rolle spielen. Die Europäische Kommission hat mit dem Green Deal im letzten Dezember einen Fahrplan vorgestellt, der den Klimawandel aufhalten und die Schadstoffbelastung reduzieren soll – und dafür Investitionen in Höhe von etwa 1 Bio. € vorsieht. Die Finanzbranche fühlt sich bei diesem Grünen Deal jedoch noch nicht genügend einbezogen, zeigt BdB-Hauptgeschäftsführer Christian Ossig auf. Er erläutert, wie eine stärkere Aktivierung des gesamten Finanzsektors aussehen kann und unterstreicht die Bedeutung der europäischen Kapitalmarktunion. Ein Hang zum Drama ist gar nicht notwendig, um die 2020er-Jahre als Schicksalsjahre Europas zu bezeichnen. Die Vielzahl an internen Rissen und an externen Bewährungsproben, die gegenwärtig auf der Europäischen Union lasten, stellen eine enorme Herausforderung für die Gemeinschaft dar. Ob politisch, wirtschaftlich, technologisch oder gesellschaftlich – die Welt ist in Bewegung und wartet ganz sicher nicht auf ein Europa, das auf der Stelle steht. Doch eine Welt im Wandel ist zugleich eine Welt großer Chancen. Europa muss diese Chancen ergreifen – und hat auch die Möglichkeiten dazu. Nach wie vor ist die Europäische Union ein in dieser Form einzigartiger Verbund von Staaten, solidarisch im Inneren, mit Wirtschafts- und Strahlkraft nach außen. Wenn es gelingt, die Spaltungstendenzen zu überwinden und die Kräfte zu bündeln, wenn die politischen und ökonomischen Weichen so gestellt werden, dass Europa sein Potenzial auch auf internationaler Bühne voll entfalten kann, dann können die 2020er-Jahre gute Jahre sein. Einige „Wenns“, zugegeben – aber ohne Optimismus geht es nicht. Der deutsche Bankensektor – egal, ob kleine oder große Institute – bleibt von alldem nicht unberührt. Europa ist unser Heimatmarkt. Ein Europa, das unter seinen Möglichkeiten bleibt, ein Europa, das sich die meiste Zeit im Krisenmodus befindet, wirkt sich unmittelbar auch auf unsere und auf die Perspektiven der gesamten deutschen Wirtschaft aus. Unsere Währung ist europäisch, unsere Kunden sind europäisch, und auch das Regelwerk für Banken ist überwiegend europäisch. Gerade jetzt, zu Beginn der neuen Dekade, schauen wir mit noch größerer Aufmerksamkeit nach Brüssel, als wir das ohnehin gewohnt sind. Denn gegenwärtig stehen zwei Projekte im Fokus, die nicht nur für die Banken, sondern weit über unsere Branche hinaus von enormer Bedeutung sind: die Finanzierung des Klimaschutzes und die Verwirklichung der – häufig unterschätzten – Kapitalmarktunion. Sustainable Finance: Jahrhundertaufgabe Klimaschutz In der Klimapolitik geht es längst nicht mehr um kleine Stellschrauben. Spätestens mit der Verkündung des European Green Deal hat die neue Kommission deutlich gemacht, in welchen Maßstäben sie denkt und welche finanziellen Ressourcen sie mobilisieren möchte, um die Emission von klimaschädlichen Gasen bis 2030 deutlich zu reduzieren und bis 2050 auf ein klimaneutrales Europa zuzusteuern. 20 03 // 2020

Das Vorhaben ist ambitioniert – und das ist richtig so. Uns allen ist bewusst, dass die Jahrhundertaufgabe Klimaschutz energisch angegangen werden muss und viel Geld, sehr viel Geld kosten wird. Richtig ist auch, dass der Staat all dies nicht allein schultern kann. Ob der vor Kurzem publik gemachte Finanzierungsplan der Kommission – eine Mixtur aus Haushaltsumschichtungen, nationaler Kofinanzierung, Geldern der Europäischen Investitionsbank und Hoffen auf private Investments – wirklich aufgeht, muss deshalb mit einem großen Fragezeichen versehen werden, soll hier im Konkreten allerdings nicht Gegenstand der Diskussion sein. Entscheidend aus unserer Sicht: Der Bankensektor muss und will auf dem Weg zu einer klimafreundlicheren Gesellschaft eine zentrale Rolle spielen. Bei der Finanzierung des 1 Bio. € schweren Green Deals sehen wir unsere Branche allerdings bislang noch nicht genügend einbezogen. Wie der gesamte Finanzsektor noch stärker aktiviert werden kann, ist darum die Frage, um die es jetzt vor allem gehen muss. Viele Fragen, viele Akteure Dabei ist es nicht so, dass die Bedeutung des Themas „Green Investment“ bislang unerkannt geblieben wäre. Insbesondere die Fragen, was überhaupt unter grünem Investment zu verstehen ist, welche Kriterien hierfür angesetzt werden sollen, was dies für die Emittenten und Kreditgeber bedeutet, aber auch inwiefern das Risikomanagement der Banken von Klimawandel und Nachhaltigkeitskriterien beeinflusst wird, sind Gegenstand zahlreicher Erörterungen und erster Beschlüsse. Zahlreich sind auch die Akteure, die sich mit diesen Fragen befassen. In 03 // 2020 21

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