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die bank 03 // 2018

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

MANAGEMENT 1 |

MANAGEMENT 1 | Nachhaltigkeitsmanagement in der BFS Vorstand beauftragt unterstützt , berichtet Nachhaltigkeitsmanagement Kommunikation und Research Information Koordination Unterstützung Fachlicher Input Kernteam Nachhaltigkeit Marktbereich Nord / Ost Treasury Verwaltung Compliance Kommunikation / Research Marktbereich West / Süd Institutionelle WP-Beratung BFS-Service Vertriebsmanagement Personalmanagement Rechnungswesen Marktfolge IT Betriebsrat Organisation Quelle: Bank für Sozialwirtschaft AG. tiert, die im Einklang mit dem Nachhaltigkeitsverständnis der Bank stehen. Bei der Auswahl der Emittenten verwendet die Sozialbank die Datenbank von Oekom Research. Ausgeschlossen sind beipielsweise Investitionen in Ländern, die über autoritäre Regime verfügen, Minderheiten diskriminieren oder gegen Menschenrechte verstoßen. Investitionen in Unternehmen, denen korrupte Wirtschaftspraktiken nachgewiesen worden sind oder die in der Produktion oder im Handel von Rüstungsgütern aktiv sind, werden durch den Nachhaltigkeitsfilter der Bank ebenso verhindert. Erhebung von Kennzahlen und Indikatoren Für das Jahr 2016 wurden erstmalig Kennzahlen und Indikatoren zum Thema Nachhaltigkeit in der BFS erhoben und zusammengeführt, die die Bestimmung der aktuellen Leistungen im Bereich Nachhaltigkeit ermöglichen. Auf Basis dieser ersten Erhebung sollen Ziele definiert werden. Einige Daten, wie beispielsweise die Messung der Druckerzeugnisse oder die Berechnung der zurückgelegten Dienstreisekilometer, wurden bisher nicht erfasst. Doch der zusätzliche Aufwand lohnt sich: Durch die zukünftige kontinuierliche Datenerhebung können im ersten Schritt erstmalig quantitative Ziele definiert und deren Erreichung überprüft werden. Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse Mit dem Ziel, das Thema strategisch weiterzuentwickeln, führte die BFS im April 2017 eine Online-Umfrage durch. Ziel war es, zu erfahren, welche Themen aus der Sicht der Stakeholder der Bank einen wesentlichen Beitrag zur Nachhaltigkeit der Bank leisten. Die Wesentlichkeitsanalyse zeigt klar, dass sowohl den externen als auch den internen Stakeholdern Themen der nachhaltigen Unternehmensführung sowie solche aus dem Bereich „Kunden und Produkte“ besonders wichtig sind. Im Nachhaltigkeitsmanagement gilt es daher, auch weiche Faktoren stärker zu betrachten, die Sensibilisierung dafür zu stärken und sie aktiv in die strategische Ausrichtung der Bank einzubeziehen. Darüber hinaus ist das Kerngeschäft der Bank – mit seinem Fokus auf die Sozial- und Gesundheitswirtschaft – für die Stakeholder wesentlich. Die nutzenstiftende Kreditvergabe, der sensible und sichere Umgang mit Daten und die Zufriedenheit der Kunden zählen zu den Nachhaltigkeitsthemen, denen sich die BFS daher in Zukunft noch mehr als bisher widmen wird. Die Erkenntnisse werden nicht nur in der weiteren strategischen Ausrichtung durch das Nachhaltigkeitsmanagement der BFS berücksichtigt, sondern auch im Kernteam weiter diskutiert und für die Ausrichtung der künftigen externen und internen Kommunikation leitend sein. Unterzeichnung des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) In der zweiten Projektphase war die Unterzeichnung des Deutschen Nachhaltigkeitskodex das Ziel der Bank. Der DNK ist ein 40 03 // 2018

MANAGEMENT international anerkannter Berichtsstandard, mit dem sich Unternehmen zu Berichten aus 20 Kriterien aus den Bereichen Strategie, Prozessmanagement, Umwelt und Gesellschaft verpflichten. Damit veröffentlichte die BFS den ersten eigenen Nachhaltigkeitsbericht und berichtete noch über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. Entwicklung nachhaltiger Produkte Auch bei der Entwicklung neuer Produkte achtet die Sozialbank verstärkt auf Kriterien der Nachhaltigkeit. Dabei hat das Thema im Hause Tradition: Bereits 1989 initiierte sie mit dem „Secura-Rent Lux“, der bevorzugt in Wertpapiere u. a. aus den Geschäftsfeldern sozialer Wohnungsbau, Kommunikationstechnik und Sozial-, Gesundheits- oder Bildungswesen investiert, den ersten eigenen ethischökologischen Fonds. In den letzten Jahren hat die BFS die Angebotspalette im Bereich der nachhaltigen Geldanlage konsequent ausgeweitet; sie entspricht der risikoaversen und werteorientierten Grundhaltung ihrer Kunden bei Geld-anlagen. Die Vorteile der konservativen Anlagephilosophie, verbunden mit einem bewussten Investieren in nachhaltige Unternehmen, sollen sich nicht nur durch eine gute Rendite auszahlen: Die Bank fördert neben ihrem Kreditgeschäft auch im Anlagebereich das sozial verantwortliche Investieren (SRI). Dabei stehen konsequent Projekte und Unternehmen im Fokus, die sorgsam mit den natürlichen Ressourcen und Bedürfnissen der Menschen umgehen. So investiert ein Nachhaltigkeitsfonds ausschließlich in Aktien nachhaltiger Unternehmen, die nicht in den Geschäftsfeldern Abtreibung, Alkohol, Atomenergie, Embryonenforschung, Glücksspiel, Grüne Gentechnik, Pestizide, Pornografie, Rüstung, Tabak oder Tierversuche aktiv sind. Auch Investitionen in Aktien von Unternehmen mit kontroversen Geschäftspraktiken sind ausgeschlossen. FAZIT Nachdem Nachhaltigkeit in der Bank für Sozialwirtschaft als strategische Aufgabe definiert und dokumentiert wurde, geht es nun darum, eine dauerhafte Implementierung in die Abläufe der Bank sicherzustellen und weitere in der Wesentlichkeitsanalyse identifizierte Themen aufzugreifen. Ein guter Anfang ist mit der Unterzeichnung des Deutschen Nachhaltigkeitskodex gemacht. Mittelfristig besteht das Ziel in der regelmäßigen Berichterstattung zur Nachhaltigkeit der BFS und der Entwicklung eines eigenen Nachhaltigkeitsprofils, bei dem – passend zum Geschäftsmodell der Sozialbankdie soziale Dimension der Nachhaltigkeit im Vordergrund steht. Autoren Michael Schier ist Referent in der Abteilung Kommunikation und Research und beschäftigt sich mit der Nachhaltigkeitsstrategie der Bank für Sozialwirtschaft AG in Köln. Anton Bonnländer, ist seit 2013 Bereichsleiter Anlagemanagement und verantwortlich für die Bereiche Institutionelle Wertpapierberatung, Vermögensverwaltung und Treasury. 03 // 2018 41

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