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die bank 03 // 2016

die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

FINANZPROFIS ALLERORTEN

FINANZPROFIS ALLERORTEN GESUCHT Jeder Zweite schafft neue Stellen ó Wenn die Pläne umgesetzt werden, können sich deutsche Finanzprofis freuen: 51 Prozent der CFOs wollen im ersten Halbjahr neue Stellen im Finanz- und Rechnungswesen schaffen, weitere 42 Prozent möchten freigewordene Stellen wieder besetzen. Das ist ein neuer Rekord, heißt es in der Arbeitsmarktstudie des Personaldienstleisters Robert Half. Die aktuell positive Inlandskonjunktur treibe das Investitionsvorhaben deutscher Unternehmen in neue Projekte und mehr Personal. Neue Projekte sind die wesentlichen Treiber für die gestiegenen Rekrutierungspläne der Finanzverantwortlichen; mit größerem Abstand folgen die Erschließung neuer Märkte und der Ausbau des Produkt- oder Leistungsportfolios als Grund für die geplanten Neueinstellungen. Allerdings wird es schwerer, geeignete Mitarbeiter zu finden, da derzeit fast alle Unternehmen hohen Personalbedarf vermelden. 82 Prozent der CFOs finden es schwierig, Finanzfachkräfte zu rekrutieren. Vor allem Finanzexperten mit Spezialwissen oder für Nischenbereiche sind gesucht. „Spezialisierte Fachkräfte im Finanzund Rechnungswesen können zunehmend zwischen mehreren Arbeitgebern auswählen,“ berichtet Sven Hennige, Direktor bei dem Personaldienstleister. Der hohe Personalbedarf spiegele den Optimismus der CFOs wider: Die große Mehrheit der Finanzleiter ist zuversichtlich, dass die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr weiter wächst. EU-AUFSICHT Milliardenlücken bei Betriebsrenten ó Die anhaltend niedrigen Zinsen in Europa sind eine Gefahr für die betriebliche Altersversorgung, stellte die europäische Versicherungsaufsicht EIOPA im Rahmen ihres Stresstests fest. Die Aufseher haben Pensionskassen in 17 Ländern geprüft. Die Situation für die Versicherer würde sich gefährlich zuspitzen, wenn sich die Kapitalmärkte schlechter entwickeln und die Lebenserwartung der Versicherten weiter steigen sollte. Dann würden zusätzliche Zahlungen der Arbeitgeber notwendig, um die versprochenen Leistungen zu erbringen, erläuterte die deutsche Finanzaufsicht BaFin in einer Reaktion auf den Stresstest. Die Pensionskassen haben in den vergangenen Jahren bereits eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, insbesondere die Deckungsrückstellungen verstärkt. „Es ist davon auszugehen, dass die Anpassungsmaßnahmen der Unternehmen – gegebenenfalls verbunden mit zusätzlichen Zahlungen der Arbeitgeber – in aller Regel sicherstellen werden, dass die den Versorgungsberechtigten versprochenen Leistungen erfüllt werden können“, so Frank Grund, Exekutivdirektor der Versicherungs- und Pensionsfondsaufsicht bei der BaFin. Die Pensionskassen seien allerdings noch nicht am Ziel, sondern müssten ihre Bemühungen fortsetzen. Im schärfsten Szenario des Stresstests summierte sich die Lücke zwischen den Vermögenswerten und den Verpflichtungen der Pensionskassen laut EIOPA auf 773 Mrd. €. DIGITALISIERTE ARBEITSWELT IST IN DEUTSCHEN UNTERNEHMEN ANGEKOMMEN Technologischer Wandel erfordert Weiterbildung ó Die Digitalisierung der Arbeitswelt führt zu einem gesteigerten Weiterbildungsbedarf bei den Arbeitnehmern. 68 Prozent der befragten Personalverantwortlichen erwarten in ihren Unternehmen starke bis äußerst starke Auswirkungen des technologischen Wandels auf den Arbeitsalltag. Kleine Unternehmen sehen sich dabei weniger stark betroffen als mittlere und große Betriebe. Nur sechs Prozent der Befragten sagten in einer Umfrage von TNS Infratest für die Studiengemeinschaft Darmstadt, sie sähen keinerlei Auswirkungen auf den Weiterbildungsbedarf. Die Arbeit der Zukunft werde komplexer und vernetzter. Das wirke sich nicht nur auf Geschäftsprozesse, sondern auch auf viele Berufsbilder aus. So müssen Arbeitnehmer künftig mit unterschiedlichsten Technologien arbeiten können und für vielseitige Aufgaben einsatzfähig sein. Sie sind gefordert, sich das notwendige Wissen und die entsprechenden Kompetenzen anzueignen, um nicht den Anschluss in der digitalen Arbeitswelt zu verlieren. Hier spielen geeignete Weiterbildungsformen und -angebote, die sowohl aktuelle Inhalte als auch entsprechende Kompetenzen vermitteln, eine zunehmend wichtige Rolle, heißt es in der Studie „Weiterbildungstrends in Deutschland 2016“. Die Personalverantwortlichen sehen die Auswirkungen des digitalen Wandels quer durch alle Qualifikationsebenen. Top-Manager sind demnach ebenso stark betroffen wie Führungskräfte im mittleren Management, Spezialisten mit akademischem Abschluss, aber auch Sachbearbeiter mit Ausbildung oder Facharbeiter mit Berufserfahrung. Welche Auswirkungen hat der technologische Wandel auf Ihr Unternehmen? Die Komplexität der Aufgaben nimmt zu. Die Mitarbeiter müssen multieinsatzfähig sein. Das Selbstmanagement der Mitarbeiter wird wichtiger. Die Arbeitszeiten werden flexibler. Das Arbeiten wird zunehmend mobil. Die Innovationszyklen werden kürzer. Quelle: TNS Infratest, Studiengemeinschaft Darmstadt. 43 % 42 % 40 % 38 % 35 % 30 % 62 diebank 03.2016

Beruf & Karriere Trends NICHT NUR IN DEUTSCHLAND Arbeitnehmer-Mitbestimmung ó In der Mehrzahl der europäischen Länder gibt es Regeln, die Arbeitnehmern die Mitsprache in Führungsgremien der Unternehmen garantieren. Obligatorische Arbeitnehmervertretungen an der Unternehmensspitze sind so weit verbreitet, dass sie als zentrale Komponente des europäischen Sozialmodells gelten können, berichtet die Hans-Böckler-Stiftung aus einem aktuellen Forschungsprojekt. Anders als häufig angenommen sei die Mitbestimmung nicht an eine dualistische Unternehmensführung geknüpft, bei der, wie in Deutschland, Geschäftsführung und Aufsichtsrat voneinander getrennt sind. Auch in Ländern, in denen Unternehmen traditionell über den Verwaltungsrat als einziges Führungsgremium verfügen, könnten Beschäftigte auf dieser Ebene mitreden, wie die Beispiele Frankreich oder Schweden zeigen. In zwölf EU-Ländern sowie in Norwegen gelten die Mitbestimmungsrechte im öffentlichen wie im privaten Sektor, also in staatlichen Unternehmen, Aktiengesellschaften und GmbHs. Paritätische Zusammensetzung wie in Deutschland wird allerdings in keinem der Länder erreicht. Dafür greift die Unternehmensmitbestimmung jedoch in den meisten dieser Länder schon in viel kleineren Unternehmen als in Deutschland. So haben Arbeitnehmer in Schweden schon in Firmen mit mindestens 25 Beschäftigten Anspruch auf eine Vertretung an der Unternehmensspitze. ERKLÄRFILME FÜR FINANZTHEMEN Seriosität ist Pflicht ó Video-Tutorials sind nicht nur bei Schülern beliebt, die schnell und einfach Nachhilfe in Physik oder Rechnungswesen suchen. Immer häufiger setzen auch Finanzdienstleister auf Erklärfilme und Produktvideos, um komplexe Themen leichter verständlich zu erklären, denn die Kommunikation über Tutorials kann wesentlich lebendiger und facettenreicher als über reine Texte erfolgen. Besonders gefragt sind dabei die Themenbereiche Spar- und Geldanlageprodukte, Investmentfonds, Wertpapiere und auch Sicherheitstipps. Im Rahmen einer YouGov-Studie gab jeder sechste Befragte an, bereits Tutorials zu Finanzthemen und -produkten genutzt zu haben. Lediglich ein Drittel zeigte kein Interesse an diesen Filmen. Am häufigsten werden Tutorials am Anfang einer Customer Journey zur Orientierung genutzt. Wichtig ist, dass die branchenspezifischen Grunderwartungen nach Seriosität und Sicherheit bedient werden. Ansonsten, so YouGov-Vorstand Oliver Gaedeke, komme es nämlich auch schnell zu einem negativen Spill-over-Effekt und das erklärte Produkt und die Anbietermarke würden abgelehnt. ÜBER AUTO- UND CHEMIEINDUSTRIE Beschäftigenzahl in der IT steigt ó Das Beschäftigungswachstum in der deutschen IT-Branche wird sich 2016 voraussichtlich fortsetzen. In diesem Jahr erwartet der Digitalverband Bitkom 20.000 neue Arbeitsplätze, sodass Ende des Jahres 1,022 Mio. Menschen in der Bitkom-Branche beschäftigt sein werden. Innerhalb von fünf Jahren haben die Unternehmen 136.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. „Unsere Branche beschäftigt in Deutschland deutlich mehr Menschen als die Automobil- oder die Chemieindustrie“, sagt Bitkom-Präsident Thorsten Dirks. Angesichts eines konstant hohen Fachkräftebedarfs mit fast 40.000 offenen Stellen für IT-Spezialisten könnte das Plus sogar noch deutlich höher ausfallen. Das Beschäftigungswachstum werde dabei ausschließlich von der Informationstechnologie getragen, neue Arbeitsplätze entstehen bei Softwarehäusern und den Anbietern von IT-Dienstleistungen. In der IT erwartet Bitkom im laufenden Jahr ein Plus von rund 25.000 auf rund 795.000. Diese Unternehmen liefern Schlüsselprodukte und wichtige Dienstleistungen für die Digitale Transformation der Wirtschaft. Dabei geht es u. a. um Anwendungen für Big Data, Cognitive Computing, Cloud Computing und IT-Sicherheit. Dagegen werde die Beschäftigung bei den Hardwareherstellern weiter leicht zurückgehen. 03.2016 diebank 63

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