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die bank 03 // 2016

die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

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ó FINANZMARKT tet wird, und die jeweiligen Kontaktdaten des Einlagensicherungssystems. Grundlage für diese Informationspflicht ist die Umsetzung der Richtlinie für Einlagensicherungssysteme in nationales Recht. Dieser administrative Aufwand erklärt, warum der Zinssatz, der von den „Zinsbrokern“ angeboten wird, tatsächlich deutlich unter dem Zinssatz liegt, den der Kunde bei direkter Kontoeröffnung im jeweiligen Land erhält. Schließlich müssen – aller Digitalisierung zum Trotz – eine Reihe von Beteiligten bezahlt werden. Schwachstelle im System Offenbar besitzt das Geschäftsmodell dennoch eine große Attraktivität für Investoren. An Savedo hat sich bereits 2014 die Dieter von Holtzbrinck Ventures GmbH beteiligt (Handelsblatt, Tagesspiegel, Die ZEIT) und dadurch das FinTech- Portfolio, zu dem auch Wikifolio und Lendstar gehören, weiter ausgebaut. Peter Thiel, Mitgründer von PayPal und erster institutioneller Investor bei Facebook, ist seit Anfang dieses Jahres an der Deposit Solutions GmbH beteiligt, zu der u. a. Zinspilot gehört, und schielt – ähnlich wie Dieter von Holtzbrinck – auf den 9 Bio. € schweren europäischen Markt für private Spareinlagen. Banken, die Privatkundeneinlagen einwerben möchten, können ihre Sparprodukte auf der offenen Architektur-Plattform einstellen und damit für die Vermarktung durch andere Institute verfügbar machen. Nach eigenen Angaben hat Deposit Solutions seit 2011 bereits Einlagen von über 1 Mrd. € vermittelt. Die Innovation der Lösung besteht darin, dass Sparer keine eigene Bankverbindung zu den Produktbanken eröffnen müssen und stattdessen die Angebote der Produktbanken über das Konto ihrer teilnehmenden Hausbank nutzen können – ohne Bankwechsel und neue Kontoeröffnungen. „Wir verwirklichen für das Einlagengeschäft, was für andere Bankprodukte wie Fonds und Immobilienkredite längst selbstverständlich ist: Eine offene Architektur für Tages- und Festgeldangebote“, so Dr. Tim Sievers, Gründer und Geschäftsführer von Deposit Solutions. Bei erfolgreicher Anwendung des Geschäftsmodells der Zinsbroker kann dies zu einer deutlich höheren Mobilität der Kundeneinlagen führen. Wenn Anleger fl Es sollte allerdings vermieden werden, mit einer europäischen Einlagensicherung zu werben, die es de facto nicht gibt. mit wenigen Klicks auf ihren Smartphones bzw. Tablets Einlagen von einer Bank zur anderen Bank verschieben können, dann steht am Ende perspektiv eine Beweglichkeit der Kundeneinlagen, die in der Kreditwirtschaft bislang unbekannt war. Dies wiederum dürfte eine erhebliche Relevanz für die Liquiditätssteuerung (LCR und NSFR) nach sich ziehen. Bei aller Innovations- und Kooperationsfreude sollte allerdings vermieden werden, mit einer europäischen Einlagensicherung zu werben, die es de facto nicht gibt. Ähnlich wie Aktien- oder Bondinvestoren müssen Bankkunden die Solvenz, Kapitalausstattung und das Risikoprofil im Blick haben, wenn sie einer Bank höhere Einlagen anvertrauen. Auf einen vollumfänglichen Schutz zu vertrauen, wird sich früher oder später als Fehler erweisen. Hinter jeder nationalen Einlagensicherung steht bislang das jeweilige Bankensystem, das im Fall einer Schieflage auch für die ausländischen Einlagen geradestehen muss. Dies ist die Schwachstelle im System. Letztlich ist die Vermittlung der Einlagen ins EU-Ausland derzeit eine Wette auf eine funktionstüchtige Einlagensicherung in Europa. Keine unkontrollierbaren Risiken übernehmen Doch Skepsis ist angebracht. Der Bankenverband hält den Kommissionsvorschlag für ein gemeinsames europäisches Einlagensicherungssystem (EDIS) jedenfalls nicht für zielführend. Mit diesem Vorschlag zäume die EU-Kommission das Pferd von hinten auf, heißt es aus Berlin. Vorrangiges Ziel müsse es zunächst sein, dass in den verbleibenden Mitgliedstaaten, Sicherungssysteme entsprechend der seit Juli 2015 geltenden Richtlinie zur Einlagensicherung, der DGSD, ausgestaltet und mit Mitteln ausgestattet werden. Für die nun vorgeschlagene Vergemeinschaftung der Systeme oder eine Rückversicherung besteht aus Sicht der deutschen Banken jedenfalls derzeit keine ausreichende rechtliche und sachliche Grundlage. Wichtig ist zudem, dass Risiko und Haftung beieinander liegen. Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem hat in Bezug auf EDIS festgestellt, dass es keinem Mitgliedstaat zugemutet werden kann, Risiken zu übernehmen, die nicht kontrollierbar sind. Ansonsten sind die vollen Töpfe der deutschen Einlagensicherung bald aufgebraucht. Damit ist aus Sicht des Bankenverbands niemandem geholfen. Die Pläne zur Vollendung der Bankenunion dürfen jedenfalls keine Einbahnstraße sein und nicht nur aus der Vergemeinschaftung von Risiken bestehen. Ansonsten setzt die Kommission falsche Anreize und schürt die Gefahr eines Moral Hazard. Die Risiken im Finanzsystem würden also eher zu- als abnehmen. ó 1 Mitteilung der Kommission (Auf dem Weg zur Vollendung der Bankenunion), 14650/15, EF 214/ECOFIN 929, S. 4, Anm. 5. 2 Siehe Arne Holzhausen: Vermögen in Europa – Auswirkungen der Niedrigzinspolitik. Allianz Working Paper 163 (2013), S. 12ff. 16 diebank 03.2016

FINANZMARKT ANZEIGE ó ó INTERNATIONALE GROSSBANK SETZT WELTWEIT AUF EMKA ELECTRONICS Sicherung von Serverracks Die Sicherung von hochsensiblen Transaktionen und Kundendaten hat für Kreditinstitute eine sehr hohe Priorität. Aufgrund steigender Anforderungen an die Sicherheit werden Rechenzentren unter anderem mit geschützten Serverracks ausgerüstet In einem globalen Projekt an Standorten in Europa, Asien und den USA installiert eine international tätige Großbank aktuell ein elektronisches Zutrittskontrollsystem für sämtliche Serverschränke ihrer Rechenzentren. Die Systemkomponenten liefert EMKA Electronics. Das Unternehmen ist zudem weltweit für die Montage und Inbetriebnahme verantwortlich. Eine echte Herausforderung bei mehr als 3.500 Serverracks und einem engen Zeitrahmen. Welcher Mitarbeiter hat, unter anonymisierter Kennnummer, wann im Rechenzentrum gearbeitet? Auf welche Serverschränke hat er dabei wie lange zugegriffen? Diese und weitere Fragen müssen Betreiber von Data Centern heute im Rahmen von Sicherheitsaudits lückenlos beantworten können. Um eine effiziente und sichere Zutrittskontrolle zu ermöglichen, entschied sich das Kreditinstitut nach einem intensiven Auswahlprozess für das Rack Management System „Agent E Wireless“ von EMKA Electronics. Hohe Anforderungen an das System Die Anforderungen der international tätigen Großbank hatten es in sich: Das neue System sollte sich nahtlos in das vorhandene Security-Konzept und in das übergeordnete Berechtigungssystem einfügen. Vorhandene RFID-Transponderkarten mussten durchgängig einsetzbar sein, also auch zum Öffnen der Serverschränke. Weitere Zielvorgaben schrieben vor, die Serverracks vor unberechtigtem Zugriff zu schützen und den Status der Schränke online über eine Softwareanbindung zentral auslesen zu können. Der Austausch der mechanischen Verschlüsse durfte den laufendenden Betrieb in keiner Phase gefährden. Installation und Service sollten zudem weltweit aus einer Hand kommen. EMKA konnte dies aufgrund seiner internationalen Präsenz gewährleisten. Unterschiedlichste Schranktypen im Einsatz Eine Herausforderung für die Einführung des elektronischen Verschlusssystems bestand in der Vielzahl unterschiedlichster Schranktypen in den Rechenzentren. Bedingung war daher ein elektromechanisches Verschlusssystem, das die diversen Schließmechanismen wie Schwenk-, Hebel-, Dreh- und Klappgriffe problemlos ersetzen kann. Hier kam EMKA seine umfangreiche Fertigungskompetenz für mechanische Verschlusskomponenten von Schalt- und Steuerungsschränken zugute. Flexibel auf die unterschiedlichsten Schranktüren reagieren zu können, stellte sich im Laufe des Projekts als absolut notwendig heraus. Die Lösung: Funk statt Kabel EMKA Electronics setzt in diesem Projekt ganz auf seine neueste Entwicklung „Agent E Wireless“. Die Devise lautet: Funk statt Kabel. Das für die Anforderungen der Großbank sehr gut passende System besteht aus batteriebetriebenen Griffen mit eingebauten RFID Kartenlesern, die drahtlos mit Access Units kommunizieren. So erhält der Betreiber in Echtzeit alle Informationen zum aktuellen Zustand der Serverschranktüren in seinem Managementsystem angezeigt. Über die gleiche Funkverbindung wird die Autorisierung geprüft, sobald ein Mitarbeiter seine Karte vor den im Griff integrierten Leser hält. Alle Öffnungs- und Schließvorgänge werden lückenlos protokolliert und erfüllen damit die geforderte Nachweispflicht des Betreibers. Durch den kabellosen Funkbetrieb wird die Montage der Griffe stark vereinfacht. Installationszeiten werden drastisch verkürzt, was zusätzlich auch die Kosten senkt. Die Verkabelung der Sicherheitseinrichtungen in den Schränken gehört der Vergangenheit an. Für die Zeit nach der Installation hat das internationale Kreditinstitut mit EMKA einen langfristigen Servicevertrag abgeschlossen. Autor: Martin Grunert, Leiter Geschäftsbereich EMKA Electronics: M.Grunert@emka.de www.emka-electronics.com 03.2016 diebank 17

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