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die bank 03 // 2015

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

ó BERUF & KARRIERE Uwe

ó BERUF & KARRIERE Uwe Adamla, Vorstand bei der DJE Kapital AG: „Wegen des Kostendrucks durch die Regulatorik wird die Branche der Unabhängigen Vermögensverwalter den Kunden verstärkt standardisierte Angebote machen müssen.“ Kathrin Eichler, Gesellschafterin der Eichler & Mehlert Finanzdienstleistungen GmbH: „Als kleineres Unternehmen sind wir auf die Unterstützung durch qualifizierte Depotbanken angewiesen. Für unser Tagesgeschäft brauchen wir gute Online-Tools, daran hapert es aber bei einigen Anbietern.“ gibt DVAM-Chef Schön zu bedenken, um nicht zu abhängig zu werden, vor allem für den Fall, dass sich eine Depotbank aus dem Geschäft mit den Vermögensverwaltern verabschieden sollte. Die Konzentration auf weniger Depotbanken hat nach Ansicht Knüsels den Vorteil, dass der Verwalter bessere Konditionen verhandeln kann, die er wiederum an den zunehmend preissensitiven Kunden weitergeben kann, um so seine Stellung am Markt zu festigen. Zu den gefragten Adressen unter den Depotbanken zählt aktuell die 2007 vom ehemaligen DAB-Vorstand Jens Hagemann gegründete V-Bank in München. Das Institut, an dem die Wüstenrot & Württembergische sowie unabhängige Vermögensverwalter die Mehrheit halten, hat sich zum Ziel gesetzt, ihrer Klientel „alle Möglichkeiten des Markts so zu eröffnen und dabei ebenso unabhängig zu arbeiten wie der Vermögensverwalter selbst“, wie es Vorstandssprecher Hagemann formuliert. Neben der Dienstleistungspalette dürften die Münchner vor allem damit überzeugen, dass sie anders als etwa eine Deutsche Bank oder Hauck & Aufhäuser keine Konkurrenz darstellt, da sie keine eigenen Produkte oder Private Banking anbietet. Geschäftsbeziehungen auf dem Prüfstand Im Herbst 2014 überschritt die V-Bank erstmals die Zehn-Mrd. €-Schwelle bei den Kundengeldern und will laut Hagemann das betreute Vermögen in den kommenden vier Jahren noch einmal verdoppeln. Um das Ohr ganz dicht am Markt zu haben, hat die Vollbank nicht ganz ungeschickt 2014 die Gründung des Aschaffenburger Instituts für Vermögensverwaltung als Drittmittelgeber initiiert. Als schärfste Wettbewerber um die neuen Kunden empfindet Hagemann die Deutsche Bank sowie die französische BNP Paribas, zu der der Marktführer DAB Bank sowie die Consorsbank gehören. So macht die Konsolidierung auch vor den Depotbanken nicht halt. Für die Unabhängigen Vermögensverwalter könnte 2018 ein weiteres Datum werden, das eine Zäsur markiert. Dann droht im Rahmen von MiFID II das Aus für die Kickback-Zahlungen, die Banken und Kapitalgesellschaften an den Vermögensverwalter für den Vertrieb ihrer Produkte zahlen. Wer dann noch zu stark von dieser Einnahmequelle abhängig ist, dürfte unter Druck geraten. Viele Finanz-intermediäre stellen sich auf die nächste Regulierungshürde bereits ein. Strategieberaterin Knüsel beobachtet, dass die freien Vermögensverwalter sukzessive ganz oder teilweise auf Rückvergütungen verzichten wollen. Ein Großteil der Mitglieder des Branchenverbands VuV hat sich bereits freiwillig zum kompletten Verzicht verpflichtet. Zu ihnen gehört auch Timon Heinrich. In seinem Schmargendorfer Büro erzählt der Unternehmer, dass er wie bisher auch organisch wachsen wolle. Übernahmen findet der Chef der Hansen & Heinrich AG eher schwierig. Zu eng sei meist die Bindung der Kunden an ihre bisherigen Verwalter, zu groß seien oftmals die Eitelkeiten der Verkäufer und zu unrealistisch deshalb deren Preisvorstellungen. Heinrich hat seine Produktpalette peu à peu um Vorsorgeberatung und Immobilienservice aufgestockt, eigene Fonds aufgelegt und den Kundenkreis um Family Offices erweitert. Frühzeitig folgte der Strategieschwenk von der Anlageberatung zur Vermögensverwaltung. Delegieren die Kunden ihre Anlageentscheidung an den Vermögensverwalter, hat der Unternehmer mit deutlich weniger regulatorischen Bürden zu kämpfen als bei der reinen Anlageberatung. Um näher an neue Ankerkunden zu rücken, denkt er zudem über die Eröffnung eines zweiten Büros in Deutschland nach. Mit Uwe Wiesner holten die drei Gründer zudem einen weiteren Ex-Deutschbanker an Bord, der sich seitdem um die externe Kommunikation kümmert. Mit der Zahl der Veröffentlichungen ist der Chef sichtlich zufrieden. Auch die neuen Medien nutzt das Unternehmen, um auf sich aufmerksam zu machen. Auf dem Videokanal Youtube erklärt Anlageexperte Heinrich seine Strategie. Bei der neuen Homepage legt er gleichermaßen Wert auf einen zeitgemäßen Auftritt. Ein Imagefilm etwa darf da nicht fehlen. Timon Heinrich: „Wir wollen sichtbar sein.“ ó 74 diebank 3.2015

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