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die bank 03 // 2015

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

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© 2015 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Alle Rechte vorbehalten. DAS IST Ulrich Pukropski T Bereichsvorstand Financial Services WENN ER ULRICH IST. THE SQUAIRE T 069 9587-1717 Am Flughafen M 0172 6767096 60549 Frankfurt am Main upukropski@kpmg.com KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ulrich hegt und pflegt seine Bonsais. Mit seinem Auge fürs Detail schafft er aus Kiefer, Ahorn oder Wacholder kleine Kunstwerke, die sich immer weiterentwickeln. Genau darum geht es ihm auch bei der Beratung seiner Mandanten. Er hilft jedem, sein ganz persönliches Optimum zu erreichen. Eine Philosophie, mit der vieles anders wird: Einfach. KPMG. Besuchen Sie uns doch mal auf persoenlich.kpmg.de

STANDPUNKT ó Ich bin ein FinTech, holt mich hier raus! fl Einiges erinnert heute an die geplatzte New-Economy-Blase aus dem Jahr 2000. Erst gegen Ende des Dotcom-Booms wurde offenbar, dass viele hochgelobte Unternehmen die Gewinnerwartungen ihrer Investoren nicht erfüllen konnten. Dr. Stefan Hirschmann, Chefredakteur „diebank“ Liebe Leserin, lieber Leser, als der FinTech-Experte André Bajorat Ende vergangenen Jahres in seinem Bankingblog (Paymentandbanking.com) die Frage aufgeworfen hat, ob Banken nicht eigentlich die besseren Start-ups sind, ist erstmals eine Diskussion in Gang gekommen, die – abseits von übertriebener Technologiebegeisterung – einerseits die oft in Zweifel gezogene Innovationsfähigkeit von Kreditinstituten berücksichtigt und andererseits das Risikopotenzial von Non-Bank-Start-ups realistisch einschätzt. Diese Gedankengänge waren eigentlich überfällig, denn zuletzt nahm die Bewunderung jeder noch so unbedeutenden FinTech-Innovation teils groteske Züge an. Schon wieder eine neue Payment-App – Wahnsinn! Noch eine Personal-Finance-Management-Innovation – grandios! Die öffentliche Wahrnehmung erinnert doch sehr an die im März 2000 geplatzte Spekulationsblase der New Economy, die vor allem Dotcom-Unternehmen betraf und zu erheblichen Vermögensverlusten für Kleinanleger führte. Erst gegen Ende des New-Economy-Booms wurde offenbar, dass viele hochgelobte Unternehmen die Gewinnerwartungen ihrer Investoren nicht erfüllen konnten. Oft bestand der Buchwert der Start-ups aus nicht viel mehr als einigen Büromöbeln oder Immobilien und der IT-Infrastruktur. Etliche Unternehmungen stellten sich als nicht profitabel heraus. So wird es aller Voraussicht nach auch der Mehrzahl der Fin- Techs ergehen und hoffentlich verpassen nicht allzu viele Investoren den richtigen Zeitpunkt auszusteigen. Nur Gadgets für technikverliebte Nutzer, die zwischen Funktionalität und Verspieltheit umherirren, führen jedenfalls nicht zum Erfolg. Den Kühlschrank mit WLAN auszustatten, um die Innentemperatur per Smartphone zu checken, ist wenig innovativ. Vielmehr muss das Ziel sein, die digitale Transformation aktiv mitzugestalten, neue Technologien parallel zu den klassischen Geschäftsmodellen zu erproben und daraus Erkenntnisse für die eigene Strategie und Wertschöpfungskette im Unternehmen zu destillieren. So schließen sich Filialstrategien und das Modell einer digitalen Vollbank, die sämtliche Bankprodukte multikanalfähig über alle Vertriebskanäle hinweg zur Verfügung stellt, keineswegs aus. Auch Banken können digitale Plattformen bauen, nicht nur Google, Apple oder Vodafone. Anderes Beispiel Zahlungsverkehr: Obschon Kunden ihre Einkäufe immer häufiger mit Girocard, Kreditkarte oder Handy bezahlen, auf Bargeld wollen die Menschen trotzdem nicht verzichten. Laut Bundesbank wird Bargeld für 80 Prozent aller Transaktionen genutzt, vor allem für kleinere Beträge. Der wertmäßige Anteil, der sich bislang auf 53 Prozent beläuft, dürfte zwar mittelfristig sinken, aber keineswegs abrupt. Wichtig ist, den generellen Trend nicht zu verschlafen. Immer mehr Banken der Old Economy erkennen, dass junge Start-ups mit ihren neuartigen Produktentwicklungs- und Arbeitsweisen, ihren unkonventionellen Kommunikationsformen und ihrer Agilität wichtige Impulse für das Bankgeschäft der Zukunft geben. Die besseren Banken sind sie indes nicht. Umgekehrt sind Banken auch nicht die besseren FinTechs. In der zuvor erwähnten Umfrage trauen mehr als zwei Drittel der Befragten den Instituten zu, in Sachen Digitalisierung zeitnah etwas auf die Beine stellen oder FinTechs zu übernehmen. Aus der Ecke der Cowboy- Banker mit Bierkasten und Tischkicker im Büro wären die FinTechs dann allerdings auch herausgeholt. Ihr 3.2015 diebank 3

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