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die bank 02 // 2022

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

News & Trends

News & Trends BUNDESBÜRGER Sparen ist sexy Von wegen Erbsenzähler, Knauserer, Geizhals: Die Deutschen halten sparsame Menschen für besonders attraktiv. Laut einer Kantar-Umfrage im Auftrag der Postbank bezeichnen 82 Prozent Sparsamkeit als attraktive Charaktereigenschaft. Diese Meinung zieht sich quer durch alle Bevölkerungsgruppen. Sparer (85 Prozent) sind vom Sex-Appeal dieses Attributs jedoch eindeutig überzeugter als Nicht-Sparer (73 Prozent). Lediglich 12 Prozent aller Befragten bezeichnen Sparsamkeit als unattraktive Eigenschaft. „Sparen hat in Deutschland eine lange Tradition. Laut einer Umfragereihe, die wir seit 2011 jährlich durchführen, beträgt der Anteil der Sparer an der Gesamtbevölkerung durchschnittlich 77 Prozent. Aktuell sparen sogar 80 Prozent. Dementsprechend gilt Sparsamkeit hierzulande als eine wichtige Tugend“, erklärte Frank Kuczera von der Postbank. ù Ein Großteil der Deutschen sieht Sparsamkeit als attraktive Charaktereigenschaft. NACHHALTIGE GELDANLAGE Deutschland hat Nachholbedarf Heute ist es fast jedem dritten Bundesbürger (31 Prozent) wichtig, dass ein Anlageprodukt Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigt. Allerdings legt mit knapp 47 Prozent auch fast die Hälfte der Befragten derzeit keinen Wert auf Nachhaltigkeit bei ihren Investments. Das geht aus einer aktuellen Studie von Civey im Auftrag der Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank AG hervor. Bei jüngeren Menschen scheint der Nachhaltigkeitsgedanke etwas stärker ausgeprägt zu sein. Bei den 30- bis 39-Jährigen gaben 37 Prozent an, dass ihnen Nachhaltigkeit wichtig ist. Bei den Befragten im Alter zwischen 18 und 29 Jahren waren es ebenfalls rund 37 Prozent. Allerdings messen dem Thema fast 54 Prozent und damit mehr als die Hälfte der 18- bis 29-Jährigen weniger Bedeutung bei. Bei knapp 23 Prozent der Befragten hat das Interesse am Thema nachhaltige Geldanlage in den vergangenen zwölf Monaten zugenommen – auch hier weisen jüngere Interessensgruppen eine größere Tendenz zur Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeit auf. In der Gruppe der Anleger, die ihr Geld bereits online investieren, gaben über 43 Prozent an, dass sie über gute Kenntnisse zum Thema nachhaltige Geldanlage verfügen. Für die Informationsbeschaffung zu nachhaltigen Investments nutzen Online-Anleger am häufigsten Internetsuchmaschinen, Zeitschriften und Magazine sowie Vergleichsportale im Netz. Als wichtigste Kriterien bei der nachhaltigen Geldanlage nennt diese Investorengruppe Kosten und Gebühren sowie die Zukunftsaussichten der Firmen, bei denen sie investieren. „Nachhaltigkeit und Performance schließen sich bei nachhaltiger Geldanlage nicht aus. Wir möchten allen Alters- und Anlegergruppen vermitteln, dass sich nachhaltiges Investieren in vielerlei Hinsicht in den nächsten Jahren auszahlen wird. Hier sehen wir noch einen starken Aufklärungsbedarf und damit eine große Verantwortung für Bankhäuser wie unseres“, erklärte Madeleine Sander, Mitglied des Vorstands bei Hauck Aufhäuser Lampe. ù UMFRAGE Frauen ist Finanzwissen wichtig 72,7 Prozent aller Frauen ist eigenes Finanzwissen wichtig. Dennoch geben 86,1 Prozent an, dass sie kein Finanzwissen haben oder sich als Anfängerin sehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Initiative Finanz-Heldinnen der Commerzbank AG. In einer Studie wurden Frauen und Männer zwischen 20 und 55 Jahren, die in ihrem Haushalt bei Geldanlagen mitentscheiden, in Deutschland rund um die Themen Finanzwissen befragt. Einigkeit bei den Geschlechtern herrscht darüber, dass man seine Finanzen im Griff haben möchte. Dies wollen sowohl ca. 60 Prozent der Frauen als auch der Männer. Zu den wichtigsten Lebenszielen zählen Wünsche nach finanzieller Absicherung und Unabhängigkeit. „Neben der volkswirtschaftlichen Funktion als Bank haben wir auch eine gesellschaftliche Verantwortung. Dazu gehört es, Menschen bei ihrem Wunsch nach mehr Finanzwissen zu unterstützen“, sagt Arno Walter, Bereichsvorstand Wealth Management und Unternehmerkunden, Commerzbank AG. ù 6 02 | 2022

NEWS & TRENDS STUDIE Investitionen in FinTechs so hoch wie nie Die weltweiten Investitionen in Start-ups aus dem Finanzbereich haben im vergangenen Jahr ein neues Rekordniveau erreicht. Demnach stieg das Volumen aller Venture-Capital-, M&A- und Private-Equity-Investitionen in FinTechs 2021 auf 210 Mrd. US-$; das sind 68 Prozent mehr als 2020 (125 Mrd. US-$). Das hat eine neue Studie von KPMG ergeben. Besonders viel Geld floss in Start-ups aus den Bereichen Zahlungsverkehr, Blockchain und Krypto. Durch das anhaltende Interesse an Lösungen für Echtzeitüberweisungen, Embedded Finance und Open Banking verdoppelten sich die Investments im Segment Zahlungsverkehr nahezu von 29,1 Mrd. US-$ (2020) auf 51,7 Mrd. im Jahr 2021. Auch junge Wachstumsunternehmen, die Produkte und Dienstleistungen rund um Blockchain und Krypto anbieten, waren vergangenes Jahr bei Investoren sehr gefragt: Sie lockten insgesamt 30,2 Mrd. US-$ an – fast sechsmal so viel wie 2020 (5,5 Mrd. US-$). Die gesamten FinTech-Investitionen in der EMEA-Region (Europa, Naher Osten, Afrika) stiegen 2021 auf einen Rekordwert von 77 Mrd. US-$. An der Spitze lagen dabei die Länder Nordeuropas (18,5 Mrd. US-$). ù ZAHL DES MONATS 42.000 falsche Banknoten hat die Bundesbank in Deutschland im Jahr 2021 im deutschen Zahlungsverkehr registriert. Das entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 28,6 Prozent. Der dadurch entstandene Schaden betrug 1,9 Mio. €. STRAFZINSEN AN DIE EZB Kosten steigen um 73 Prozent Hochgerechnet knapp 4 Mrd. € haben Banken aus Deutschland im Jahr 2021 für ihre Zentralbankguthaben an die Europäische Zentralbank (EZB) entrichtet. Das ergab eine Berechnung von Tagesgeldvergleich.net, basierend auf den Monatsberichten der Zentralbank. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Kosten damit um fast 73 Prozent. ù AUS DER BANKENAUFSICHT Kryptowerte: BaFin warnt vor Risiken Digital, lukrativ und im Trend: Dieses Image haben Kryptowerte mittlerweile auch bei privaten Anlegern. Diese sollten sich aber von hohen Renditeversprechen und phantastisch klingenden Anlagetipps rund um Kryptowerte nicht blenden lassen. Vorsicht ist vor allem bei Empfehlungen in den sozialen Medien geboten. Kryptowerte wie Bitcoin und Co. sind komplizierte und sehr spekulative Finanzprodukte, die mit hohen Risiken verbunden sind. Anleger können damit sogar ihr gesamtes eingesetztes Kapital verlieren. Zudem sind viele der Anlagetipps, die in den sozialen Medien zu Kryptowerten und anderen Finanzprodukten kursieren, nicht verlässlich. Die BaFin warnt deshalb auf ihrer Website vor den Gefahren solcher Investments. KFW-IFO-MITTELSTANDSBAROMETER Mehr Optimismus im Mittelstand Die Hoffnung auf bessere Geschäfte im Frühjahr und Sommer zieht im Januar die Stimmung im Mittelstand nach oben. Das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen steigt um 1,8 Zähler und liegt mit -1,2 Saldenpunkten jetzt nur noch leicht unter dem langfristigen Durchschnitt, wie das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer zeigt. Die abgeschwächte Omikron- Virusvariante und der Ausblick auf eine saisonale Abschwächung der Pandemie ab Frühling lassen die mittelständischen Unternehmen auf ein Ende des pandemischen Zustands hoffen. Gegenüber Dezember steigen die Geschäftserwartungen um 6,1 Zähler. Die Geschäftslage im Mittelstand hat sich indes gegenüber Dezember nochmals verschlechtert. Sie sinkt um 3,1 Zähler auf 2,5 Saldenpunkte. Die Stimmung im Mittelstand hellt sich zu Jahresbeginn branchenübergreifend auf, besonders stark im Einzelhandel, wo das Geschäftsklima um deutliche + 7,3 Zähler steigt. Doch auch im Dienstleistungssektor, zu dem pandemiebetroffene Branchen wie das Gastgewerbe zählen, verbessert sich das Geschäftsklima (+ 3,5 Zähler). ù 02 | 2022 7

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