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die bank 02 // 2018

die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

MANAGEMENT

MANAGEMENT INVESTITIONSALTERNATIVE Family Offices entdecken Impact Investing Auch für wohlhabende Familien stehen in der Anlageallokation Kapitalerhalt und Renditeerzielung im Vordergrund. Allerdings ist zunehmend der Wunsch nach Erzielung einer sozialen und ethischen Wirkung ihrer Kapitalanlagen zu beobachten. 22 02 // 2018

MANAGEMENT Wirkungsorientiertes Investieren ist im englischen Sprachraum als Impact Investment bekannt. Der Begriff wurde 2007 von der US-amerikanischen Rockefeller Foundation geprägt. Er beschreibt Investitionen, mit denen zum einen finanzielle Ziele sowie soziale und ethisch motivierte Zielsetzungen verfolgt werden. 1 Weltweit wird auf die Definition des Global Impact Investing Networks (GIIN) von J.P. Morgan am häufigsten Bezug genommen, das diese Anlageform als Investment beschreibt, das neben finanziellen Renditen positive gesellschaftliche Auswirkungen bezweckt. Zu den ethischen Zielen gehören beispielsweise die Reduzierung von Armut, Sicherstellung der Ernährung oder Beiträge zum Umwelt- und Klimaschutz. Impact Investoren streben als Zielfunktion das Erreichen einer bestimmten Wirkung an und als Nebenbedingungen Kapitalerhalt sowie eine gewisse, aber oft niedrigere als marktübliche Verzinsung. Professionell gemanagte Familienvermögen werden zunehmend über das Instrument der sogenannten strategischen Asset Allocation (SAA) gesteuert. Diese teilt das Investmentuniversum in unterschiedliche Anlageklassen mit ihren jeweils gewünschten Investmentvolumen sowie Risiko-Renditeprofilen auf. Durch die Simulation von Erwartungswerten für einzelne Anlageklassen in Bezug auf Risiko und Rendite werden Vermögensallokationen für das gesamte Portfolio festgelegt. In diesem Rahmen findet auch eine Analyse Alternativer Investments statt. ÿ 1 Der aktuellste World Wealth Report von CapGemini zum Vermögen wohlhabender Privatpersonen zeigt, dass der Anteil Alternativer Investments am Gesamtvermögen von 2014 bis 2016 von 13,5 Prozent auf 15,7 Prozent angestiegen ist. Damit hat diese Anlageklasse in der Strategischen Asset Allokation vermögender Privatpersonen insbesondere gegenüber der mit 23,5 Prozent recht hohen Position der Cashbzw. Liquiditätshaltung großes Potenzial. Vor dem Hintergrund der aktuellen Niedrigzinsphase wird derzeit von vermögenden Familien der Anteil von Einlagen und festverzinslichen Wertpapieren reduziert, und es wird zunehmend der Wunsch nach Alternativen Investments geäußert. Marktvolumen wuchs rasch an Impact Investments fallen in das Segment der Alternativen Investments. Diese Investitionen werden fast ausschließlich über nicht börsennotierte Investment-Plattformen getätigt und haben zumeist den Charakter von Private Equity und Private Debt. 2 Alternative Investments haben in den letzten Jahren rapide an Bedeutung gewonnen. Ihr Marktvolumen ist seit 2005 doppelt so schnell gewachsen wie das herkömmlicher Anlagen. Laut McKinsey ist das verwaltete Vermögen im Bereich alternativer Investments von 2005 bis 2013 von 3,2 Bio. auf 7,2 Bio. US-$ gestiegen. Gemäß einer Studie von PwC hat das Volumen Alternativer Investments das Potenzial, bis 2020 auf weltweit 13 Bio. US-$ anzusteigen. 3 Vermögende Privatpersonen sind für Impact Investments eine aktive, aber in Bezug auf das Investmentvolumen eine noch relativ kleine Investorengruppe. Sie erfüllen seit den Marktanfängen vereinzelt eine Vorreiterrolle als wirkungsorientierte Investoren in Deutschland, da sie häufig selbstbestimmt, gremienunabhängig und flexibel agieren können. 02 // 2018 23

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