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die bank 02 // 2016

die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

Banking News

Banking News AUTOMOBILBANKEN-STUDIE Finanzdienstleistungen wichtiger ó Käufer lassen sich bei der Wahl eines neuen Autos stark von attraktiven Leasing- oder Finanzierungsangeboten beeinflussen. Für fast die Hälfte von ihnen steht die Finanzierungsmöglichkeit noch über der Wahl der Fahrzeugmarke. Eine repräsentative Studie des Arbeitskreises Autobanken (AKA) und des Marktforschungsinstituts puls belegt den Beitrag der Autobanken zur Absatzförderung. Kunden der herstellerverbundenen Banken und Leasinganbieter kaufen ihr Fahrzeug laut Studie früher als vorgesehen, wählen eine bessere Ausstattung und leisten sich einen höheren Fahrzeugpreis. Die Herstellerbanken tragen dazu bei, dass sich 37 Prozent der Gebrauchtwageninteressenten doch für die Anschaffung eines Neuwagens entscheiden. Beim Fahrzeugkauf stehen heute die Gesamtkosten der eigenen Mobilität im Vordergrund. Die aktuellen Studienergebnisse weisen auch auf zukünftiges Entwicklungspotenzial für die Banken der Automobilwirtschaft hin. Noch zahlt ein Viertel der Käufer das neue Auto bar. 58 Prozent dieser Kunden zeigen jedoch grundsätzliche Bereitschaft, ihr nächstes Fahrzeug zu finanzieren oder zu leasen. Auch erwarten die Kunden das komplette Angebotsportfolio online, hierzu gehören auch entsprechende Finanzdienstleistungslösungen. Zwei von fünf Kunden wären daran interessiert, die passende Finanzdienstleistung für den Autokauf direkt online abzuschließen. PAYDIREKT WÄCHST Jetzt Händler im Fokus ó Das Onlinebezahlverfahren der deutschen Banken und Sparkassen ist erfolgreich in den Markt gestartet. „Das Angebot wird von den Kunden sehr gut angenommen. Wir verzeichnen bereits nach wenigen Wochen rund 150.000 Anmeldungen“, sagte Geschäftsführer Niklas Bartelt. Das Kundenwachstum liege täglich im vierstelligen Bereich. Rund 1.000 Institute, darunter Commerzbank, Deutsche Bank, Hypo- Vereinsbank und Postbank, sind angebunden. Nun soll die Händleranbindung intensiviert werden. Dafür wurde an der Entwicklung einer Lösung gearbeitet, die vor allem für kleinere Händler attraktiv ist. Diese können bald über einen sogenannten Händlerkonzentrator, der die Verhandlungen mit den Banken übernimmt, angeschlossen werden. Das Bundeskartellamt habe dazu bereits seine positive Einschätzung mitgeteilt. Zudem werden die bereits aktiven Kommunikationskanäle wie die Internetpräsenz oder der Twitterkanal @paydirekt ausgebaut. Die Verantwortlichen rechnen im laufenden Jahr mit einer erhöhten Dynamik, sowohl bei der Registrierung von Kunden als auch beim Anschluss weiterer Händler. Auch über die Erweiterung des Verfahrens wird nachgedacht. Laut Bartelt wurde mit den Investoren bereits eine umfangreiche Liste mit möglichen Erweiterungen entwickelt. BASISKONTO AUCH FÜR FLÜCHTLINGE Das Konto für alle ó Die Bundesregierung will einen Rechtsanspruch auf ein Basiskonto für alle und somit auch für Flüchtlinge einführen. Dies sieht ein Gesetzentwurf zur Umsetzung der Zahlungskontoentgelt-Richtlinie vor. Verbraucher mit rechtmäßigem Aufenthalt in der EU sollen in jedem Mitgliedsland diskriminierungsfrei ein Zahlungskonto eröffnen können, auch Menschen ohne festen Wohnsitz und solche ohne Aufenthaltstitel, die aber aus diversen Gründen nicht abgeschoben werden können. Weil diese Gruppe oft nicht in der Lage ist, die nach dem Geldwäschegesetz erforderlichen Angaben zu machen, soll dieses Gesetz geändert werden. Gleichzeitig versichert die Regierung aber laut dem Informationsdienst „Heute im Bundestag“, damit sei keine Aufweichung der Geldwäsche-Standards verbunden. Das Basiskonto muss das Ein- und Auszahlungsgeschäft, Lastschriften, Überweisungen und das Zahlungskartengeschäft ermöglichen. Kreditinstitute dürfen dafür nur angemessene Gebühren verlangen. 2010, so die Bundesregierung, hatten in Deutschland rund 670.000 Menschen keinen Zugang zu einem Girokonto. 20 diebank 02.2016

ÜBERNAHME DER BHF KLEINWORT BENSON Oddo hat frisches Geld beschafft ó Nach einer gewaltigen Kapitalerhöhung um 100 Mio. € hat die französische Bank Oddo & Cie nun genügend Geld für die Übernahme der Mehrheit an der BHF Kleinwort Benson Group. Die Unterstützung für Philippe Oddo kam aus dem eigenen Land: Die Besitzerfamilie selbst, dazu die Mitarbeiter der Bank sowie die Verwaltungsgesellschaft Boussard & Gavaudan und die Holding Téthys der L’Oréal-Mehrheitseignerfamilie Bettencourt-Meyers haben tief in die Taschen gegriffen. Nun hat Oddo & Cie Eigenmittel in Höhe von 705 Mio. €, das entspricht mehr als dem Zehnfachen des Werts von vor 20 Jahren. Der Familie Oddo gehören nun 60 Prozent der Bank, die Mitarbeiter halten 30 Prozent, Boussard & Gavaudan und Téthys bringen es gemeinsam auf 7 Prozent. Im letzten Herbst hatte sich die Pariser Privatbank mit dem chinesischen Investor Fosun eine Schlacht um BHF geliefert. Oddo übertrumpfte letztlich den Konkurrenten, aber das Angebotspaket von 760 Mio. € überstieg das Eigenkapital der Bank. Die Aufsicht knüpfte ihre Zustimmung deshalb an die Kapitalerhöhung. Die Akquisition soll bis zum Ende des ersten Quartals abgeschlossen sein. Die Bank hat eine Veräußerungs- bzw. eine Beteiligungszusage der Franklin Templeton Gruppe und der Gesellschaft Aqton, einer Holding von Stefan Quandt. Oddo & Cie ist zuversichtlich, am Ende 53,901 Prozent des Kapitals übernehmen zu können. ARBEITSTHEMEN DER DK Für zielgenaue Regulierung ó In der Deutschen Kreditwirtschaft (DK), der Interessenvertretung der kreditwirtschaftlichen Spitzenverbände, wechselt die Federführerschaft im jährlichen Rhythmus. Zum Jahresbeginn hat der Bundesverband deutscher Banken (BdB) diese Aufgabe vom Deutsche Sparkassen- und Giroverband übernommen und ist damit 2016 zuständig für die Publikation von Stellungnahmen und Veröffentlichungen. Die Europäische Bankenunion, hier besonders der Bereich der Einlagensicherung, wird in diesem Jahr wieder ein Schwerpunkt der Arbeit sein, ebenso die erneute und umfangreiche Anpassung des Baseler Regelwerks zu Eigenkapital und Liquidität sowie Regulierungsvorhaben im Zahlungsverkehr, Anlegerschutz und Kapitalmarktbereich. Dabei spricht sich die DK grundsätzlich für eine nachhaltige Regulierung aus, die eine höhere Zielgenauigkeit aufweisen sollte. Dafür sollten auch die vielfältigen Regulierungsmaßnahmen auf internationaler, europäischer und nationaler Ebene besser aufeinander abgestimmt sein. Mehr Regulierung bedeute nicht bessere Regulierung. Wer die europäischen Finanzmärkte langfristig stabilisieren will, müsse zudem auch die Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Union im Blick behalten. Nur wenn die Rahmenbedingungen für höheres Wachstum der Wirtschaft in Deutschland und ganz Europa stimmen, werde dies auch gelingen, hieß es in einer Stellungnahme des Gremiums. EUROPÄISCHE DATENSAMMLUNG ANACREDIT ERFÄHRT EIN UPDATE Sammelwut wird um 20 Attribute reduziert ó Hinter dem Projektnamen AnaCredit (Analytical Credit Dataset) verbirgt sich eine Sammlung granularer Kreditdaten zum Aufbau einheitlicher Statistiken, die der EZB und den Zentralbanken vor allem für geldpolitische und bankaufsichtliche Zwecke dienen. Der im Dezember veröffentlichte Verordnungsentwurf enthält im Gegensatz zu den ursprünglichen Planungen nur noch Datenanforderungen für statistische Zwecke und regelt lediglich die Meldepflichten der Stufe 1. Zudem sind Wahlrechte für nationale Zentralbanken bei der Ausgestaltung der Anforderungen im Detail vorgesehen. Ergänzende inhaltliche Anforderungen vonseiten der Deutschen Bundesbank seien möglich, erläutert Hiltrud Thelen-Pischke, Director Regulatory bei PwC. Meldepflichtig seien Kreditinstitute sowie Zweigniederlassungen von Kreditinstituten, die in einem anderen Mitgliedstaat des Euro-Währungsgebiets niedergelassen sind (Reporting Agents). Gemeldet werden müssen auch Kredite aus Zweigniederlassungen aus Nicht-EU-Ländern. Meldevorschriften für andere Finanzinstitutionen sind in dem Entwurf nicht mehr enthalten. Die Daten werden den nationalen Zentralbanken gemeldet und an die EZB weitergeleitet. Der Entwurf sieht als meldepflichtige Positionen lediglich Kredite und Einlagen vor, nicht aber Derivate, Kreditderivate und außerbilanzielle Positionen. Erhoben werden nur Daten zu Krediten gegenüber juristischen Personen. Eine Meldung von Krediten gegenüber Privatpersonen ist nicht vorgesehen. Ob sich das in Zukunft ändert, lässt der Entwurf noch offen. Die Meldeschwelle beträgt unverändert gegenüber dem bisherigen Diskussionsstand 25.000 €, wobei sich dieser Betrag auf die Summe aller relevanten Instrumente gegenüber einem Kreditnehmer bezieht. Bei Überschreitung dieses Betrags ist die Meldung der einzelnen Kredite notwendig. Notleidende Kredite sind bereits ab einer Meldegrenze von 100 € zu melden. Für ein Instrument müssen bis zu 94 fachliche sowie sieben Identifier-Attribute übermittelt werden. Dazu zählen unter anderem die Art und Höhe des Kredits, das Fälligkeitsdatum, die Währung, die Ausfallwahrscheinlichkeit u. a. m. Die Datenattribute werden in zehn Tabellen gemeldet, die ein zusammenhängendes Datenmodell der AnaCredit-Meldung bilden. Im Vergleich zu den bisher veröffentlichten Informationen zu den notwendigen Attributen wurde die Anzahl von ca. 121 auf 101 Attribute reduziert. 02.2016 diebank 21

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