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die bank 02 // 2015

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

fi CET 1-KAPITALQUOTEN

fi CET 1-KAPITALQUOTEN FRANZÖSISCHER BANKEN UND AQR-WERTANPASSUNGEN ” 1 BNP Paribas BPCE Crédit Mutuel Crédit Agricole Société Générale CET 1-Kapitalquote 10,2 % 9,7 % 13,8 % 10,1 % 9,9 % AQR-Wertanpassungen -15 -29 -11 -18 -22 dto, adverses Szenario -246 -304 -85 -136 -253 CET 1-Ratio nach Stress- und AQR-Anpassungen 7,6 % 6,4 % 12,8 % 8,6 % 7,1 % CET 1-Ratio inkl. Kapitalpuffer und G-SIB 9,0 % 8,0 % 7,0 % 8,5 % 8,0 % 8 diebank 2.2015

FINANZMARKT ó Hort der Stabilität FRANZÖSISCHE GROSSBANKEN Aufgrund des hohen Ertragsdrucks infolge der gestiegenen Regulatorik, sinkender Margen im Privatkundengeschäft sowie des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds treiben Frankreichs Großbanken den Umbau ihrer Geschäftsmodelle weiter voran. Dabei sollen sich das Retail- und Investmentbanking weiterhin als wichtige Standbeine der Institute erweisen. Im Jahr 2014 konnten die Institute dank gesunkener Risikokosten und Ertragszuwächse aus dem internationalen Geschäft zufriedenstellende Ergebnisse ausweisen. Karl-Heinz Goedeckemeyer Keywords: Strategie, Bankenmarkt, Ausland, Europa Der französische Bankenmarkt ist stark konzentriert. Mit den sechs großen Bankengruppen BNP Paribas (BNP), Société Générale (SG) sowie den drei zum genossenschaftlichen Sektor zählenden Häusern Banques Populaires Caisses d´Epargne (BPCE), Crédit Mutuel und Crédit Agricole (CASA) halten diese Institute rund 86 Prozent der Aktiva. Aufgrund der hohen Retailanteile und der insgesamt risikoaversen Kultur gilt der Bankenmarkt als relativ widerstandsfähig, sodass die Institute auch in einem schwachen konjunkturellen Umfeld stabile Ergebnisse ausweisen können. Von den sechs Banken verfügen nur BNP, SG und CASA über größere Corporate- und Investmentbanking-Aktivitäten. Wenngleich das inländische Retailgeschäft seit einigen Jahren unter dem schwierigen Konjunkturumfeld sowie der schwachen Kreditnachfrage gelitten hat, bleibt das Geschäft mit dem Privatkunden nach wie vor das Rückgrat des Bankensystems und einer der Hauptgründe für dessen Stabilität. Marktführend im Retailbereich sind die drei großen Genossenschaftsgruppen, die zusammen bei heimischen Kundeneinlagen auf einen Marktanteil von 60 Prozent kommen. Laut einer Schätzung von J.P. Morgan belaufen sich die Zinsmargen der Großbanken zwischen 0,93 Prozent bei den Regionalbanken der Crédit Agricole-Gruppe und 1,42 Prozent bei BNP Paribas. Da gegenüber dem Vorjahr die Zinsmargen im Schnitt leicht gesunken sind, ist davon auszugehen, dass auch im Gesamtjahr 2014 die Erträge im Privatkundengeschäft der Institute gesunken sind. Erst für 2015 ist wieder mit einem Margenwachstum um 0,4 Prozent zu rechnen, sodass sich auch die Erträge im Geschäft mit den Massenkunden im Schnitt um 0,9 Prozent erhöhen dürften. Parallel dazu sollte sich in Verbindung mit dem sich etwas aufhellenden Konjunkturbild auch die Kreditnachfrage um etwa 1,5 Prozent verbessern. Schwieriges Wirtschaftsumfeld Belastend auf die Gesamterträge wirken sich jedoch insbesondere Rechtsstreitigkeiten aus: Während BNP im Juni 2014 von den US-Behörden wegen Verstößen gegen US-Sanktionen zu einer Strafzahlung von 6,6 Mrd. € verurteilt wurde, steht nun auch der Société Générale eine im Dezember 2013 von der EU- Kommission wegen Zinsmanipulation verhängte Strafzahlung von 446 Mio. € ins Haus. Wegen drohender US-Sanktionen hat die Bank zudem weitere Rückstellungen von knapp 1 Mrd. € gebildet. Die Crédit Agricole ist in beiden Angelegenheiten noch Gegenstand von Ermittlungen, dürfte aber kaum straffrei ausgehen. Zudem musste die Bank im ersten Halbjahr 2014 rund 700 Mio. € Sonderbelastung durch den Ausfall der portugiesischen Banco Espirito Santo verkraften. Nach Einschätzung von Standard & Poor’s (S&P) dürfte sich der Druck auf die beiden führenden Großbanken – Société Générale und BNP Paribas – besonders seitens der Aktionäre erhöhen, um eine höhere Eigenkapitalrendite (RoE) zu erreichen. Bereinigt um (negative) Sondereinflüsse hat die Eigenkapitalrendite der Société Générale in den ersten neun Monaten lediglich 5,9 Prozent betragen. Die BNP hat im gleich Zeitraum einen RoE von acht Prozent erzielt, wobei die Kosten im Zusammenhang mit der Einigung mit den US-Behörden nicht mit eingerechnet sind. Gleichwohl sind diese Renditen noch weit von den definierten Zielen von mindestens zehn Prozent bis zum Jahr 2016 entfernt. Hauptproblem der Institute ist, dass sie in einem äußerst schwachen wirtschaftlichen Umfeld operieren müssen. Erst kürzlich senkte der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Prognose für die zweitgrößte Volkswirtschaft in der Eurozone und erwartet für die Jahre 2015 und 2016 nur noch ein Wirtschaftswachstum von 0,7 bzw. 1,4 Prozent. Die Arbeitslosenquote dürfte auf hohem Niveau stagnieren – und zwar bei 10,3 Prozent im Jahr 2014 und 10,2 Prozent in 2015. Im Oktober 2014 schnellte die Arbeitslosenzahl um 28.400 auf 3,46 Millionen Menschen zu – und damit auf ein neues Rekordhoch. Ferner hat Frank- 2.2015 diebank 9

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